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Der Tag der Vielfalt

Firmen engagieren sich für Diversity

In Deutschland sehen immer mehr Firmen ein, dass sie mehr für die Vielfalt tun müssen – und engagieren sich beispielsweise am 30. Mai zum Diversity-Tag.


Apple-Mitarbeiter nehmen ganz selbstverständlich im Namen ihrer Firma an CSDs teil (Bild: micadew / flickr)

Diversity Management ist eines dieser Kauderwelsch-Wörter, unter dem sich kaum etwas vorstellen kann, das aber doch für die Akzeptanz von sexuellen und gesellschaftlichen Minderheiten in der Gesellschaft wichtig ist. Um das Thema besser verständlich zu machen, hat die Unternehmensinitiative der "Charta der Vielfalt" 2013 den Deutschen Diversity-Tag ins Leben gerufen. In diesem Jahr findet dieser am 30. Mai statt. Dazu werden unter anderem Workshops, Tage der offenen Tür, Diversity-Buffets, Flashmobs, Filme und Podiumsgespräche angeboten.

Unter Diversity Management versteht man, die individuelle Verschiedenheit der Mitarbeiter einer Firma nicht nur zu tolerieren, sondern ihr eine positive Wertschätzung entgegenzubringen. So könnten die Potenziale von bestimmten Gruppen, die traditionell benachteiligt werden, besser genutzt werden – egal, ob es um Schwule und Lesben geht, um Geflüchtete oder um Frauen.

2013 gab es beim ersten Diversity-Tag über 300 Aktionen bundesweit, im vergangenen Jahr waren es bereits mehr als 1.000. Eine Übersicht über die diesjährigen Aktivitäten gibt es auf der Homepage der "Charta für Vielfalt".

2.450 Mitgliedsunternehmen in "Charta der Vielfalt"

Die "Charta ist eine 2006 ins Leben gerufene Unternehmensinitiative nach französischem Vorbild, die sich für die Förderung und Wertschätzung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einsetzt. Sie wurde von den Konzernen Daimler, BP, Deutsche Bank und Deutsche Telekom initiiert, Bundeskanzlerin Angela Merkel übernahm die Schirmherrschaft. Inzwischen sind praktisch alle großen Firmen dabei, unter ihnen etwa BMW, McDonald's oder RTL Deutschland. In der Charta verpflichten sich die Unternehmen zur Gleichbehandlung aller Mitarbeiter, "unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität." Derzeit gibt es mehr als 2.450 Mitgliedsfirmen, auch die Bundeswehr ist seit 2012 dabei (queer.de berichtete).

Trotz des Einsatzes in der Charta ist besonders in einem Bereich die LGBTI-Sichtbarkeit noch praktisch nicht vorhanden – ganz oben im Management. Hier mangelt es noch an Vorbildern für Nachwuchskräfte; so gibt es keinen einzigen offen homosexuellen Konzernchef wie etwa Apple-CEO Tim Cook, der in Amerika durch die Talkshows tingelt. Immerhin: Im vergangenen Jahr hat sich als erstes Vorstandsmitglied eines Dax-Unternehmens der Telekom-Manager Niek Jan van Damme geoutet. (cw)



#1 Markusbln11Anonym
  • 21.05.2017, 16:25h
  • Warum gibt es so wenig LGBT in führungspositionen, ganz oben oder auch im mittleren management, sei es als leiter oder fachkraft?

    Also in vielen unternehmen sehe ich keine einzige LGBT-führungskraft. Und frauen. Nicht viel besser.

    Ich meine, dass unternehmen nur ein abbild der gesellschaft im kleinen sein können, weil fähigkeiten über alle gleich verteilt sind.

    Aber was sind dann die kriterien bei der vergabe von jobs, warum finden wir kaum offene LGBT in führungsetagen?Damit die stellen besetzende mannschaften verstehen, muss ihnen geholfen werden. Das heisst.

    Ohne LGBT-quote wird das nicht gehen.
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#2 SchonLängerAnonym
  • 24.05.2017, 19:53h
  • Antwort auf #1 von Markusbln11
  • Wenn man diese Situation bis zum Ursprung zurückverfolgt, landet man unvermeidlich bei unserer Regierung. Solange die meisten Bürger CDU wählen und die CDU meint, mit dem AGG sei alles für die LSBTTIQ abgeschlossen, solange wird sich nichts tun. Es wird sich auf diese Weise nichts verbessern, höchstens wohl allmählich verschlechtern, weil die Opposition dann immer lauter und unbequemer wird und die LSBTTIQ wird dann auch immer lauter und fordernder.

    Das einzige, was wir Bürger machen können, ist, im September eine neue Regierung zu wählen. Ich hoffe, hoffe, hoffe, dass die aktuelle Regierung mächtig Stimmenverluste erleben werden!
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