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Polizeibericht

Wieder zwei homophobe Überfälle in Berlin

In der Motzstraße und im Tiergarten kam es am Wochenende zu Straftaten mit schwulenfeindlichem Hintergrund.


Anders als in anderen Städten weist die Berliner Polizei in ihren Presseberichten regelmäßig auf mögliche homo- oder transphobe Motivationen einer Straftat hin (Bild: Sebastian Rittau / flickr)

Die Berliner Polizei meldete am Sonntag erneut zwei Straftaten mit homophoben Hintergrund, die sich an bekannten Szeneorten ereigneten. So wurden Beamte des Polizeiabschnitts 41 gegen 4.30 Uhr in der Eisenacher Straße im sogenannen Regenbogenkiez von einem 25-jährigen Mann angesprochen.

Dieser gab an, dass er in der Motzstraße vor einer Bar stand, als eine Frau und ein Mann auf ihn zukamen und er von der unbekannten Frau angerempelt sowie homophob beleidigt worden sein soll. Zu der Frau soll der Beleidigte dann gesagt haben, dass er sie anzeigen und bis zum Eintreffen der Polizei festhalten werde. Daraufhin soll ihm der Mann mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Im Anschluss flüchteten die beiden in Richtung Martin-Luther-Straße. Die leichten Kopfverletzungen des 25-Jährigen mussten nicht ärztlich versorgt werden.

Im Großen Tiergarten beleidigt, geschlagen und beklaut

Der zweite Vorfall ereignete sich am Samstagnachmittag im Großen Tiergarten, der auch als schwuler Cruisingpark und im Sommer für seine "Tuntenwiese" bekannt ist. Gegen 17.30 Uhr alarmierte ein Zeuge die Polizei. Vor Ort gab der 31-Jährige an, dass er mit seiner Freundin im Park joggen war, als beide von einem 39-jährigen Mann angesprochen wurden.

Dieser schilderte den beiden, dass er im Park unterwegs war und von einem unbekannten Mann aus einer vierköpfigen Männergruppe heraus homophob beleidigt worden sein soll. Anschließend soll ihn derselbe Mann zu Boden gestoßen und ihm mehrmals mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Der Mann soll sich dann das Handy und die Geldbörse des Angegriffenen genommen haben. Anschließend flüchtete er zusammen mit den drei anderen Männern, die sich an dem Angriff nicht beteiligt haben sollen. Der 39-Jährige erlitt leichte Kopfverletzungen, welche nicht behandelt werden mussten.

Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes Berlin hat in beiden Fällen die Ermittlungen übernommen. Beschreibungen der Täter wurden bislang nicht veröffentlicht. (cw/pm)



#1 RobinAnonym
#2 Dont_talk_aboutProfil
  • 21.05.2017, 18:13hFrankfurt
  • Ein Mann will eine Frau wegen einer sog. homophoben Beleidigung festhalten bis die Polizei kommt ??? Da wird Volker Beck aber größte Schwierigkeiten bekommen, dieses Verhalten vor seinen Parteifreunden zu rechtfertigen.

    In der Hauptstadt des Verbrechens mit der sprichwörtlichen Berliner Schnauze sollte man wirklich nochmal überlegen, ob man es da mit der Verfolgung von homophoben Beleidigungen nicht etwas übertreibt
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#3 TheDad
#4 Patroklos