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Geile Helden und ihre stärkste Waffe ist Sex: Die erotischen Comics von Patrick Fillion sind die neuen Szene-Bestseller.

Von A. Richter

Männlich und herausfordernd stehen sie da, Kerle mit Namen wie Camili-Cat oder Naked Justice. Unter der Haut reiht sich Muskel an Muskel – Sixpack ist weit untertrieben für dieses Erscheinungsbild. Lässt man den Blick genüsslich weiter nach unten schweifen, erblickt man Schwänze mit anbetungswürdigen Ausmaßen. Diese Helden sind echte Traumtypen für jeden, der auf durchtrainierte Körper steht – aber leider leben sie in einer anderen Welt. Sie stammen aus den Gedanken und der Zeichenfeder Patrick Fillions, und nur durch ihn werden sie lebendig.

Der Comiczeichner wurde 1973 in Quebec, Kanada geboren, laut Aussage seiner Eltern schon mit dem Malstift in der Hand. Fillions Leidenschaft fürs Zeichnen entwickelte sich schon im zarten Alter von drei Jahren. In einem Süßwarenladen entdeckte er die X-Men-Serie, und es war um ihn geschehen. Fortan ging jeder Penny für Comichefte drauf. Auch die Serien im Fernsehen begeisterten ihn so sehr, dass er, nachdem die Sendungen vorbei waren, in sein Zimmer ging um die besten Charaktere nachzuzeichnen.

Heute ist er der Mann, der den Schwulen das gibt, was sie bei Disney nie finden werden: Geile Helden, deren stärkste Waffe Sex ist. Die sexuelle Komponente spielte für Fillion schon früh eine wichtige Rolle in seinen Zeichnungen. Er wusste aber lange Zeit nicht, was seine Gefühle bedeuteten, da er in einer recht konservativen Umgebung aufwuchs, in der nicht über Homosexualität gesprochen wurde. Erst als er mit 18 Jahren nach Vancouver zog, fand er Freunde, mit denen er sich austauschen konnte und durch die er die Welt völlig neu entdeckte. Ab diesem Zeitpunkt gewann die homoerotische Seite die Überhand in seiner zeichnerischen Arbeit und er fing an, den Leuten seine Werke auch zu zeigen. Eine wirkliche Ausbildung in dieser Richtung hat Fillion nie genossen, dennoch entschloss er sich, mit dem Comiczeichnen seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Teilweise musste Fillion sich die Kritik gefallen lassen, seine Comics seien zu sexlastig. Er sagt aber von sich selbst, dass er so ist, und nicht anders zeichnen kann. Als er für einige Zeit bei Avatar Press arbeitete, hätte er fast das Interesse am Comicgenre verloren, weil er sich mit den Inhalten, die er zeichnete, nicht identifizieren konnte.

Heute arbeitet Patrick Fillion für einige Magazine und zeichnet neue Bände seiner Comicreihen. Damit produziert er die Comics, die er selbst immer gern gelesen hätte. Im Band "Heroes" etwa ziehen Camili-Cat, der Charakter, den man vielleicht als ältesten und engsten Freund Fillions bezeichnen könnte, und andere mit Riesenkanonen ausgestattete Helden in den Kampf gegen das Böse. Man kann sich denken, welche Waffe dabei am häufigsten zum Einsatz kommt.

Auch bei "Mighty Males: Vorstoß in die sexte Dimension" hält der Inhalt, was die Titelseite verspricht. Wer möchte nicht einmal von diesen Helden aus den Fängen der Schurken gerettet werden und sich dann auch artig mit ein paar sexuellen Gefälligkeiten bedanken?

Patrick Fillion: Mighty Males: Vorstoß in die sexte Dimension, Adult-Comic, 64 Seiten, farbig, Bruno Gmünder Verlag, 14,95 Euro

Heroes by Patrick Fillion; 64 Seiten, farbig, Bruno Gmünder Verlag, 16,95 Euro


1. Juni 2005



#1 HoernchenAnonym
  • 02.06.2005, 13:52h
  • Ich hab nichts gegen erotische "Werke/Literatur" und lese selbst Yaoi Manga, in denen Männerliebe das Thema ist und es auch zum Sex kommt, aber mit dem hier kann ich mich nicht anfreunden. Überdiemnsionale Penisse, vor denen ich eher Angst habe, als das ich geil würde. Es ist so oberflächlich und na ja... der Comic ist einfach geschmackssache...
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#2 KaiAnonym
  • 13.06.2005, 11:37h
  • Also ich finds cool. Klar für Männer über 30 ist es wirklich nichts. Aber für junge Männer der Hammer. Hierbei nicht vergessen Mangas sind frei erfunden und ein wenig versaut is ja jeder. Oder?
    P.S. Kizuna lohnt sich auch zu lesen.
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#3 MartinAnonym
  • 03.08.2005, 13:53h
  • @Kai
    Ich bin über driessig, udn eigentlich kein Comicfan...aber Patrick Fillion hat es mir angetan (auch wenn mir eher die Artbooks gefallen als die Comics)
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