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Vielfalt erfahrbar machen

Kinderkanal zeigt Regenbogenfamilie

Die KiKa-Doku "Rafael – Ich hab halt zwei Mamas" hat am Sonntagnachmittag Premiere.


Der 10-jährige Rafael und seine zwei Mamas Marta und Jenny, die ein Paar sind (Bild: KiKa)

Der zehnjährige Rafael lebt in einer sogenannten Regenbogenfamilie. Er hat zwei lesbische Mamas, und sein Papa ist ein guter Freund der beiden Frauen. Zu viert sind sie eine glückliche Familie, die gemeinsam den Alltag bestreitet, in den Urlaub fährt und Zeit miteinander verbringt.

Die Doku-Reihe "Schau in meine Welt!" gewährt mit der Premiere von "Rafael – Ich hab halt zwei Mamas" am Sonntag, den 28. Mai um 16:15 Uhr bei KiKa, dem Kinderkanal von ARD und ZDF, Einblicke in die noch immer nicht selbstverständliche Elternkonstellation von Rafael.


Rafael besucht eine Ganztagsschule in Hamburg (Bild: KiKa)

Papa wohnt in Süddeutschland

Rafael lebt mit seinen Müttern in Hamburg ein typisches Stadtleben wie viele andere Jungs in seinem Alter auch. Sein Papa wohnt in Süddeutschland. Wenn er zu Besuch in die Hansestadt kommt, freut sich Rafael besonders, weil sie dann tolle Sachen zusammen unternehmen. Besonders gern gehen sie ins Miniaturwunderland, der größten Modelleisenbahn-Ausstellung der Welt. Den gemeinsamen Urlauben mit seinen Eltern fiebert Rafael immer entgegen. Dieses Mal fahren sie aufs Land zu Onkel Gerd, der mit seiner Familie einen Bauernhof hat. Dass Rafael drei Eltern hat statt nur zwei, ist für ihn ganz normaler Alltag.

Die Doku-Reihe "Schau in meine Welt!" (rbb, KiKA, RB, SWR, MDR, hr) "ermöglicht Einblicke in die Lebenswelt von Kindern, wirbt um Verständnis gegenüber fremden Kulturen und unbekannten Lebenswelten und macht die Welt erlebbar", heißt es in einer Pressemitteilung des Kinderkanals. "Die Dokumentationen zeigen, dass Kinder sehr unterschiedliche Geschichten zu erzählen haben, ihr Kindsein sie jedoch miteinander verbindet."


Wenn Papa Jens zu Besuch kommt, freut sich Rafael auf die gemeinsamen Abenteuer (Bild: KiKa)

"Am Ende kommt es auf die Zuwendung an"

"Die Lebenswelt von Rafael unterscheidet sich kaum von der anderer Kinder – etwas ungewöhnlich mag hier nur die Familienkonstellation an sich erscheinen", erklärte Redakteur Thomas Miles, gemeinsam mit Gunnar Gerstel verantwortlich für die Doku-Reihe bei KiKA. "Regenbogenfamilien sind mittlerweile ein Teil unserer gesellschaftlichen Realität geworden. Das will "Schau in meine Welt!" sichtbar machen und versuchen, anderen diese Realität näher zu bringen. Denn am Ende kommt es auf die Zuwendung an, die ein Kind erfährt und nicht auf die Familienform", ergänzte Gunnar Gerstel.

Der Kinderkanal von ARD und ZDF sendet seit dem 1. Januar 1997 einen genre- und themenreichen Mix aus unterhaltenden, beratenden, bildenden und informierenden Programmen und Angeboten. Jungen Mediennutzern zwischen drei und 13 Jahren will KiKA Qualität und Vielfalt bieten, Eltern und Pädagogen Beratung und Orientierung. (cw/ots)



#1 MarcAnonym
  • 25.05.2017, 09:35h
  • Na, dann ist es ja nur noch eine Frage von Stunden, bis Trixi von Strolch in den Hungerstreik tritt, Frauke Petry sich am Werkstor des Senders festkettet und Bernd Höcke die Sendung mit Kinderpornografie gleichsetzt. Und die Beverfoerde hält Mahnwache mit Babystramplern in Deutschlandfarben...
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#2 WannEndlichAnonym
  • 25.05.2017, 10:19h
  • Erstaunlich, dass das seit 1997 umgesetzt wird und die Botschaft in den Kitas kaum bis gar nicht angekommen ist. Das sage ich aus Erfahrung, da ich viele Jahre mit etlichen Kitas zu tun hatte und dort arbeitete. Es gibt in vielzähligen Kitas immer noch das «mittelalterliche Denken» und ich hörte von schwul-lesbischen Fachkräften, dass sie aufgrund ihrer sexuellen Veranlagung umschulen müssen!
    Diejenigen, die noch in Kitas arbeiten (ist eine verschwindend geringe Anzahl), werden sehr stark diskriminiert. Das reicht von zu vielen betriebsärztlichen Blutuntersuchungen, über Ausbleiben von Fortbildungen, bis hin zum Ausschluss aus dem Team, Fernhalten von Kindern, Mobbing, und durchaus auch mal Kündigung! Oder wer ne Stelle sucht und sich bewirbt, erhält keine Stelle!
    Der Alltag in Kitas für schwule und lesbische Fachkräfte!
    Es ist noch ein weiter Weg zu gehen!

    Danke an KiKa für die Ausstrahlung dieser Sendung - vielleicht regt sich ja was in den «hohlen Köpfen der Blindgänger!»
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#3 SebiAnonym
  • 25.05.2017, 11:16h
  • Der KiKa ist viel weiter als die Politiker von CDU, CSU, AfD, FDP und SPD...

    Ich frage mich nur immer, ob die wirklich aus Überzeugung homophob sind oder ob die einfach nur aus Machtgeilheit und Opportunismus das erzählen, was ihre Klientel hören will bzw. was der Koalitionspartner ihnen für ein paar Ministersessel abverlangt...
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#4 LeidkulturAnonym
  • 25.05.2017, 12:58h
  • Wow!

    Gibt's denn sowas?

    Der "Kinderkanal" entdeckt im Jahr 2017, dass es auch andere Lebensweisen und -zusammenhänge mit und für Kinder(n) gibt als das Modell Mann-Frau-Kind!

    Große Entdeckung!

    Homo-Orden? Toleranz-Sonderbrennpunktsendung? Bundesverdienstkreuz?

    Letzteres ginge den Leit(d)kulturalisten wohl doch zu weit.

    Immerhin:

    Das erhöht den Anteil von LGBT-Menschen an fiktionalen und nicht fiktionalen Haupt- und Nebenrollen in den Programmen der "öffentlich-rechtlichen" Fernsehkonzerne auf schätzungsweise 0,1%.
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#5 Janana
  • 25.05.2017, 13:51h
  • "ermöglicht Einblicke in die Lebenswelt von Kindern, wirbt um Verständnis gegenüber fremden Kulturen und unbekannten Lebenswelten"

    Fremde Kulturen und unbekannte Lebenswelten... erleben sie die fantastischen Reisen des Raumschiffs Enterprise!

    Mit dieser Aussage wird mal wieder systematisches Othering betrieben. Wieder leugnet man, dass die eigenen Kinder genauso schwul, lesbisch, bi, trans, usw... sein könnten. Wie immer. Es sind immer "die anderen".
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#6 seb1983
#8 Patroklos
  • 26.05.2017, 09:25h
  • Regenbogenfamilien sollten mehr im privaten und öffentlich-rechtlichen Fernsehen präsent sein - das gilt nicht nur für Dokus und Reportagen, sondern auch in der Werbung.
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