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Kleine Anfrage im Landtag

Mehr Verpartnerungen in Sachsen

2016 lebten 4.038 eingetragene Lebenspartner in dem ostdeutschen Bundesland – knapp 500 mehr als nur ein Jahr zuvor.


Bei sächsichen Frauen ist die eingetragene Partnerschaft etwas weniger beliebt als bei Männern

Auch in Sachsen gehen immer mehr Paare eine eingetragene Lebenspartnerschaft ein. Wie eine Kleine Anfrage (PDF) der Landtagsabgeordneten Sarah Buddeberg (Die Linke) ergab, lebten 2016 genau 4.038 verpartnerte Menschen in dem ostdeutschen Bundesland. Das sind knapp 500 mehr als im Jahr zuvor.

Nach den Angaben des Staatsministeriums der Justiz ist die Lebenspartnerschaft bei sächsischen Schwulen beliebter als bei Lesben: Während es 2.154 Männer zum Standesamt zog, waren es nur 1.884 Frauen.

Leipzig ist Sachsens Homo-Hochburg

Mit 1.338 Personen leben die meisten Verpartnerten in der Stadt Leipzig, gefolgt von Dresden mit 967 Menschen. "Doch nicht nur in Großstädten, auch in den Landkreisen lassen immer mehr gleichgeschlechtliche Paare ihre Beziehung vom Staat besiegeln", erklärte Buddeberg am Mittwoch in einer Pressemitteilung zu ihrer Kleinen Anfrage. Das Schlusslicht bei den Landkreisen bildet der Erzgebirgskreis, in dem 114 Männer und Frauen in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft gemeldet sind.

Die Linkspolitikerin forderte die Landes- und Bundesregierung auf, diese Realität anzuerkennen: "Wenn so viele gleichgeschlechtliche Paare heiraten wollen, warum bekommen sie dann noch nicht einmal die Rechte der traditionellen Ehe?", fragte die Sprecherin für Gleichstellungs- und Queerpolitik. "Homosexuelle sollten genauso Kinder adoptieren können und nicht schlechter gestellt sein als verschiedengeschlechtliche Paare." (cw)