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"Das passiert wirklich sehr leicht"

Pornostar Kayden Gray outet sich als HIV-positiv

Ganz offen spricht der Brite über seine HIV-Infektion – und empfiehlt sexuell aktiven Schwulen, sich über das Thema Gedanken zu machen.


Kayden Gray erzählt ganz offen, wie er sich mit HIV infiziert hat

Der Londoner Pornostar Kayden Gray hat sich in einem diese Woche veröffentlichten Youtube-Video als HIV-positiv geoutet. "Ich habe bereits lange darüber nachgedacht, dieses Video zu drehen", so Gray in dem Clip. "Ich weiß, dass es manchen Leuten nicht gefallen wird, aber genau deshalb sollte ich es sagen: Ich möchte, dass jeder weiß, dass ich HIV-positiv bin."

Der 32-Jährige erzählte, dass er seit dreieinhalb Jahren mit dem Virus lebe. Er habe sich nur wenige Monate, nachdem er mit den Pornodrehs angefangen hatte, infiziert – und zwar bei einer Gruppensex-Party. Nachdem er die Nachricht über seinen HIV-Status erhielt, habe er sich "ungeliebt" und "abscheulich" gefühlt und erstmals gar keinen Sex mehr gehabt. Inzwischen sei er aber in Behandlung und seine Viruslast sei unter der Nachweisgrenze.

Der Pornostar, der in London auch als Escort arbeitet, rief alle Schwulen auf, das Thema HIV ernst zu nehmen: "Wenn du negativ bist und denkst, dir könnte so etwas nie passieren, weil du ja nicht dumm bist und dich nicht als Schlampe ansiehst, dann sage ich dir: Ich dachte genau das gleiche." Er habe gedacht, dass ihm nichts passieren könne, wenn er sich nur mit Leuten vergnüge, die gesund aussehen. "Die Sache ist: Nur ein Fehler ist notwendig, nur eine Nacht, nur ein Bareback-Fick, um in den HIV-Club aufgenommen zu werden. Das passiert wirklich sehr leicht. Wenn du einer der Typen bist, die sich erst auf den Schwanz setzen und dann Fragen stellen, dann könntest du sehr schnell den Mitgliedsantrag im Club erhalten."

Gray gehört derzeit zu den bekanntesten Gesichtern im schwulen Pornogeschäft und stand in den letzten Jahren für unzählige britische und amerikanische Labels vor der Kamera, darunter Men.com, Lucas, Tim Tales, Men At Play, Eurocreme, UK Hot Jocks oder Hard Brit Lads. Er wirkte in seinen Szenen sowohl als Top als auch als Bottom mit und war auch gerne mit mehreren Jungs gleichzeitig intim. (cw)

Direktlink | Das gesamte Coming-out-Video

Wöchentliche Umfrage

» Gesetzt den Fall, du bist HIV-positiv. Würdest du deine Infektion öffentlich machen?
    Ergebnis der Umfrage vom 29.05.2017 bis 05.06.2017


#2 DenizCGNAnonym
  • 26.05.2017, 14:52h
  • So, ich warte jetzt wieder auf die vielen Kommentatoren, die mir sagen möchten, wie harmlos HIV 2017 ist.
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#3 Patroklos
#4 wt4efdAnonym
  • 27.05.2017, 00:40h
  • Man muss schon ziemlich ungebildet und naiv sein, wenn man sich in der heutigen Zeit beim Sex mit HIV ansteckt.

    Schlicht und einfach immer ein Kondom zu verwenden ist eine so simple goldene Regel, die nicht nur sehr effizient gegen HIV schützt, sondern auch gegen viele andere sexuell übertragbare Krankheiten.

    Ich wette, dass viele junge Männer in der Pornobranche, die auf Grund der hohen Nachfrage viele Bareback-Filme produziert, sich mit HIV angesteckt haben oder sich mit HIV anstecken werden.

    Gerade in der Pornobranche, wo Pornodarsteller beruflich und privat mit vielen verschiedenen Männern ungeschützten Bareback-Analverkehr haben, muss man schon viel Glück haben, wenn man da ohne HIV wieder rauskommt.

    Wie kann man so ungebildet und/oder naiv sein und sich auf das "gesunde Aussehen" seiner Sexualpartner verlassen? Ich raff's nicht.

    Stellt euch mal vor ihr bekommt HIV. Dann seid ihr für den Rest eures Lebens an schwere Medikamente, die iht TÄGLICH nehmen müsst, und die durchaus heftige Nebenwirkungen haben können, gebunden. Also dann nehm ich einfach lieber immer ein Kondom. Einem potenziellen Sexualpartner, der mich dann wegen meines Kondomwunsches angreift, sag ich dann schlicht Tschö.
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#5 Dont_talk_aboutProfil
  • 27.05.2017, 01:31hFrankfurt
  • Ich komme ja noch aus einer Generation, bei der HIV als gefährlich gilt. Bei mir persönlich geht das dann so weit, dass ich keinen Porno schauen kann, bei dem ohne Kondom gefickt wird. Aus schlechtem Gewissen, dass sich jemand anstecken könnte, um Filmmaterial für meine Befriedigung zu produzieren. Da heutzutage die meisten Pornos ohne Kondom zu sein scheinen, ist das ein echtes Kaufhindernis. Ist mein Verhalten normal ?
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#6 andreAnonym
  • 27.05.2017, 08:19h
  • Toll das wir das jetzt auch wissen. "Pornostars" und Escortboys scheinen so eine Art Helden der schwulen Szene zu sein. Vorbilder wenn man so will. Steht ja hier öfters. Ich brauch das nicht. Es ist die Privatangelegenheit des Herrn Gray, zumal, auf einer privaten Sexparty angesteckt. Beruflich scheint er immer mit Tüte zu vögeln wenn man googlt.
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#7 Markusbln11Anonym
  • 27.05.2017, 09:36h
  • Antwort auf #6 von andre
  • Anydre, da kann ich dir nicht zustimmen. HIV-positiv ist genauso politisch wie eine schwule identität.

    Das lehrt uns auch das engagement von act-up in den frühen 1990ern, wenn es um HIV und AIDS geht.

    Wenn alle immer nur im privaten closet bleiben, dann kommem wir über das niveau der 1950er jahre nicht hinaus. Keine akzeptanz, kein support - in gesunheitsfragen etwa, sind die folge.
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#8 ExUrsaMajorAnonym
#9 PfoteAnonym
  • 27.05.2017, 10:52h
  • Antwort auf #4 von wt4efd
  • Du hast was vergessen: Auch bei Kondomgebrauch und in einer Beziehung regelmäßig testen lassen, denn weder Kondome noch Monogamie sind 100% sicher.

    Die gefährlichsten Infektionsquellen sind nämlich die, die mit der Einstellung "mir kann das nicht passieren" einen eigenen Test nicht für notwendig halten. Die tauchen dann sehr häufig als Late Presenter in der Beratung auf.
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#10 TheDadProfil