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Blamage in Florida

World OutGames wenige Stunden vor Beginn abgesagt

Zu den Spielen in Miami wurden Sportler aus aller Welt erwartet – nun wurden Eröffnungs- und Abschlussfeier sowie fast alle Wettkämpfe gestrichen.


Berichten zufolge hatten sich für die Spiele zuwenige Sportler interessiert – die Absage kommt dennoch zu spät

Wenige Stunde vor Beginn der ersten Veranstaltungen hat der Vorstand der diesjährigen World OutGames fast alle Veranstaltungen abgesagt – zu einem Zeitpunkt, zu dem Sportler aus aller Welt bereits auf den Weg nach Miami in Florida sind.

Mit "tiefen Bedauern" müsse man bekanntgeben, dass die Spiele die Eröffnungs- und Abschlusszeremonie sowie das Sportprogramm absagen müssten, hieß es am Freitag in einer knappen Mitteilung auf Facebook. Nur Turniere im Wassersport, Fußball und Country-Western-Tanz sowie ein kulturelles Rahmenprogramm und eine Menschenrechts-Konferenz könnten stattfinden. Begründet wurde die Absage mit "finanziellen Lasten".


Auf dem Programm standen ursprünglich Wettkämpfe in über 20 Sportarten. Erste Turniere hätten kurz nach der Stellungnahme beginnen sollen, die Eröffnungszeremonie war für Samstag, der Abschluss für den 4. Juni geplant. Laut dem lokalen TV-Sender der Kette NBC war der Stand, bei dem sich die Sportler aus aller Welt hätten registrieren sollten, am Freitagmorgen geschlossen. Ein Facebook-Video eines "Miami Herald"-Reporters zeigte ein aufgelöstes 30-köpfiges Team aus Mexiko, das zu den Spielen angereist war und gerade von der Absage erfahren hatte.

Facebook / Steve Rothaus | Eines von mehreren Live-Videos von Steve Rothaus vom "Miami Herald" zeigt u.a. Sportler aus Deutschland, vermutlich vom SC Janus, und der Schweiz, die nach ihrer Ankunft in Florida auf die Absage der World OutGames reagieren. Kurz ist auch Organisator Ivan Cano im Bild, bevor er die Tür vor der Kamera verschließt.

Die Zeitung berichtet, auch die Stadt, die das Event mit hunderttausenden US-Dollarn unterstützt hatte, habe erst am Freitag von der Absage erfahren. Für viele Sportstätten sei zudem bislang keine Erlaubnis erteilt worden, weil die Spiele keine Gebühr bezahlt hätten.

War es das mit den OutGames?

Auf Facebook machten etliche Menschen bereits ihrem Ärger über die späte Absage Luft, manche aus dem Transit-Bereich eines Flughafens heraus – einige Sportler haben bereits eine alternative Facebook-Seite aufgesetzt, um für sich selbst Turniere zu organisieren.

Das LGBTI-Portal Outsports kommentierte, die Absage bedeute sicher das endgültige Aus für die OutGames-Reihe. Noch im April hätten die Verantwortlichen versichert, dass die Spiele definitiv stattfinden würden – obwohl sich zu dem Zeitpunkt mit rund 2.000 registrierten Teilnehmern ein Debakel abzeichnete.

Die OutGames sind eine Abspaltung der internationalen Gay Games und fanden 2006 in Montréal, 2009 in Kopenhagen und 2013 in Antwerpen statt. An den großen Bruder konnten die Spiele in der Popularität nie anschließen, eine geplante Wiedervereinigung der beiden Reihen wurde im letzten Jahr allerdings wieder abgesagt (queer.de berichtete).

Die von den Federation of Gay Games seit 1982 alle vier Jahre veranstalteten Original-Spiele finden das nächste Mal 2018 in Paris statt, nach Cleveland vor zwei Jahren und Köln 2010. (nb)

 Update  27.5., 9.10h: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Betrugs

Die Stadt teilte am Abend mit, "aufgrund der potenziellen Veruntreuung von Geldern" hätten das Miami Beach Police Department und das Büro der Staatsanwaltschaft gemeinsam entschieden, eine Untersuchung zum Verdacht des Betrugs einzuleiten.



#1 Dein FoersterAnonym
  • 26.05.2017, 21:35h
  • Endlich mal wieder Nachrichten aus dem Sport Ressort!

    Die Out Games waren eine anstrengende Parallelveranstalung zu den Gay Games, was in der Vergangenheit bereits zu Konflikten geführt hat. Mit Sport und Sportlern lässt sich Geld verdienen, so wie mit Schwulen allgemein auch Geld verdient wird.

    Eine Katastrophe für die Athleten, die nun bereits nach Miami Beach gereist sind.

    Hoffentlich bekommen sie selber Spiele und Sportstätten organisiert, und vielleicht lässt sich ja sogar eine kleine Party selbständig veranstalten.

    Ich hoffe die Redaktion bleibt am Ball - moderne Graswurzelathleten, sozusagen.

    de.wikipedia.org/wiki/Graswurzelbewegung

    Viel Glück den Athleten!

    Lieber Gruß,
    Dein Förster.
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#2 MoreauAnonym
  • 26.05.2017, 22:12h
  • Miami Beach ?

    Bienvenue à Paris 2018 !

    www.paris2018.com

    Du 04 au 12 août 2018

    Compétition ouverte à toutes et à tous quel que soit le niveau !

    From 4 to 12 August 2018

    Competition open to everyone, regardless of the level!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Dont_talk_aboutProfil
  • 26.05.2017, 22:20hFrankfurt
  • Sicherlich hatte da eine einflussreiche Anti-Homo-Lobby im Hintergrund ihre Hände mit im Spiel. Da wird dann schnell mal eine zugesagte Kreditlinie gestrichen und die Stadt weigert sich, eine Bürgschaft zu übernehmen. Wir wissen alle, wie so was läuft
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#4 TheDadProfil
  • 26.05.2017, 22:45hHannover
  • Antwort auf #3 von Dont_talk_about
  • ""und die Stadt weigert sich, eine Bürgschaft zu übernehmen. Wir wissen alle, wie so was läuft""..

    Um zu wissen was läuft kann man auch den Artikel lesen..
    Was genau hat dich daran gehindert ?

    Dort heißt es nämlich :
    ""Die Zeitung berichtet, auch die Stadt, die das Event mit hunderttausenden US-Dollarn unterstützt hatte, habe erst am Freitag von der Absage erfahren.""..
  • Antworten » | Direktlink »
#5 MitcherAnonym
#6 EisenhowerAnonym
  • 26.05.2017, 23:25h
  • Und wenn man sagt: Eine solide Finanzierung und ein ausgeglichener Haushalt sind das A und O, wird man in der Regel noch ausgelacht.

    Haha, wie spießig!

    Es kamen Leute extra aus Mexiko, aus Asien, aus Europa angereist. Manche haben vielleicht Monate für diese Reise gespart. Auf Facebook findet man dazu Videos. Beschämend und verantwortungslos.
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#7 Patroklos
  • 26.05.2017, 23:40h
  • Das ist für die Teilnehmer der Wettbewerbe eine riesige Enttäuschung, daß sie umsonst nach Miami gereist sind und ich frage mich, warum hat man die Veranstaltung nicht schon viel früher abgesagt?
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#8 UnzuverlässigAnonym
  • 27.05.2017, 00:06h
  • Sehr sehr schade für die Sportler und die Fans
    und peinlich für Miami.

    Bienvenue à Europe!
    Welcome to Europe!
    Willkommen in Europa!
    Bonvenon en Eropo!
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#9 FinanzchaosAnonym
  • 27.05.2017, 00:23h
  • Warum immer wieder schwule Organisatoren ihre Sportveranstaltungen oder CSDs wie in Köln katastrophal zu Klump wirtschaften oder die ganzen Zentren, die sich zu Tode gewirtschaftet haben (Schulz, LuSZD, Rosa Mond usw.). Kann da keiner gescheit wirtschaften oder machen die Aktivisten sich selbst die Taschen voll?

    Es ist doch schon sehr auffällig, daß sich kaum eine schwule Institution 10 Jahre halten kann. Und gar keine 20 Jahre oder mehr. Woran liegt das???
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#10 SebiAnonym
  • 27.05.2017, 08:04h
  • Das abzusagen ist schon peinlich genug.

    Aber hätte man das dann nicht wenigstens etwas eher machen können und nicht erst, wenn alle Athleten und Besucher schon angereist sind?!

    Die sind jetzt umsonst gekommen und bleiben auf den Kosten sitzen.

    Das Thema OutGames sollte man jetzt endgültig begraben. Die können es einfach nicht... Glücklicherweise gibt es ja noch das Original: die GayGames.
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