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Polizeibericht

Berlin-Neukölln: Familie attackiert schwulen Mann

Ein 35-Jähriger rief die Polizei, nachdem er am Hermannplatz aus einer Gruppe von Frauen, Männern und Kindern beleidigt, geschlagen und getreten wurde.


Der Vorfall ereignete sich nach Angaben des Opfers am hellichten Tag auf dem Hermannplatz (Bild: Eric Sehr / flickr)

Aus einer Gruppe von Frauen, Männern und Kindern heraus wurde am Freitagnachmittag im Berliner Bezirk Neukölln ein Mann homophob beleidigt und angegriffen. Über den Vorfall informierte die Polizei am Samstag.

Nach Angaben des 35-Jährigen ging er gegen 14.50 Uhr auf dem Hermannplatz an der Gruppe, seiner Vermutung nach eine Familie, vorbei und wurde von den Frauen und Kindern wegen seiner sexuellen Orientierung und wegen eines an einer Halskette getragenen Kreuzes beschimpft und beleidigt. Die Männer der Gruppe sollen ihn anschließend geschlagen, getreten und ihm dabei einen Finger umgeknickt haben.

Passantin greift ein und bringt Opfer in Sicherheit

Einer beherzt eingreifenden, unbekannt gebliebenen Passantin sei es gelungen, den Angegriffenen in ein nahe gelegenes Lokal in Sicherheit zu bringen, von wo aus die Polizei gerufen wurde. Die alarmierten Beamten trafen wenig später weder die Helferin noch die Gruppe an. Der 35-Jährige wurde zur ambulanten Behandlung mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Die weiteren Ermittlungen hat der polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt übernommen. Nähere Angaben zu den mutmaßlichen Tätern wurden bislang nicht gemacht.

Berlin gehört zu den wenigen Städten, die mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Taten gezielt in ihren Berichten erwähnen und die Taten bis hin zu Beleidigungen publik machen. In letzter Zeit häufen sich die Fälle. Allein in diesem Monat meldete die Berliner Polizei bereits neun homophobe Straftaten (queer.de berichtete). (mize/pm)

 Update  28.05.: Opfer stammt aus Syrien

Die "Berliner Morgenpost" berichtete am Sonntag, dass sich bei dem Opfer der Gewalttat um einen schwulen Christen aus Syrien handelt. Der 35-Jährige wurde nach eigenen Angaben in arabischer Sprache aus der Gruppe von zwei Männern, drei Frauen und zwei Kindern beleidigt.



#1 SanottheProfil
  • 27.05.2017, 16:12hRhüffel-Ostend
  • Netter deutscher Familiennachmittag anno 2017:
    Schwule klatschen!

    Früher gingen Familien ein Eis essen oder so.

    Macht sich da langsam eine Pogromstimmung breit?
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#2 RobinAnonym
  • 27.05.2017, 16:26h
  • Antwort auf #1 von Sanotthe
  • Tja, die Saat, die unsere schwarz-rote Bundesregierung gemeinsam mit den Religionen sät, geht langsam aber sicher auf...

    Und ich fürchte, dass die momentanen Zustände erst der Anfang sind.
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#4 OrthogonalfrontAnonym
  • 27.05.2017, 17:19h
  • "sexuellen Orientierung und wegen eines an einer Halskette getragenen Kreuzes"

    Kombinationen aus Homo- und Christophobie deuten mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf eine ganz bestimmte und wohlbekannte Tätergruppe.
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#5 seb1983
#6 SchonLängerAnonym
#7 luxuslesbeAnonym
#8 JustusAnonym
  • 27.05.2017, 18:14h
  • Wie lange wollen Union und SPD noch wegschauen? Wer wegsieht, macht sich mitschuldig...

    Oder haben die bereits so sehr den Bezug zum realen Leben verloren, dass sie das gar nicht mehr mitbekommen?!

    Beides wäre Grund genug, mal andere in die Regierung zu lassen.

    Deutschland muss endlich mehr gegen Homo- und Transphobie unternehmen.

    Z.B.:

    - Volle rechtliche Gleichstellung:
    denn in allen Ländern, wo es die volle rechtliche Gleichstellung gab, hat das sehr schnell auch die gesellschaftliche Akzeptanz erhöht.

    - mehr Aufklärung an Schulen:
    denn wenn man erst gar keinen Hass auf LGBTI entwickelt, wird man später auch nicht gewalttätig. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr...

    - einen besseren Diskriminierungsschutz:
    denn solange da Ausnahmen für Religionen sind, die explizit Diskriminierung erlauben, ist das eine Pervertierung der Idee.

    - härtere Strafen bei Gewalttaten:
    ich rede hier nicht von der versehentlich ausgerutschten Hand, die dem Täter am Ende selbst am meisten leid tut. Sondern ich rede hier von vorsätzlicher, harter Gewalt.

    etc. etc. etc.

    Wenn Union und SPD das nicht zustandebringen oder nicht wollen, müssen eben andere ran...
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#9 JustusAnonym
  • 27.05.2017, 18:16h
  • Antwort auf #5 von seb1983
  • Oder das waren radikale Christen, die etwas dagegen hatten, dass ein Schwuler ein Kreuz trägt. Könnte genauso gut möglich sein.

    Da muss man abwarten, wer die Täter waren.

    Ich hoffe auf jeden Fall, dass die alle geschnappt werden und eine harte Strafe bekommen, die sie nicht vergessen.
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#10 MausAnonym
  • 27.05.2017, 18:24h
  • Das sind auch Menschen wenn mein Sohn schwul wäre da würde ich ihn genau so lieben. Wenn ihre Kinder schwul wären, würden sie es da Zulassen das sie so behandelt werden
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