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Das Theaterstück "Abraham" handelt von der tragischen Liebe eines Dorfjungen zu seinem Freund aus der Großstadt. Regie: Florian Weber.

Von Micha Müller

Die Liebe zu dem Stadtjungen Georg endet für Peter, Sohn eines angesehenen Baumeisters, tragisch. Aufgewachsen in einer Dorfgemeinschaft, lebt er nun als Architekt in einer großen Stadt und erfährt aufgrund seiner Liebe Ausgrenzung und Hass. In der bedrückenden Enge des Dorfes, wo jeder jeden kennt und die soziale Kontrolle besonders groß ist, gibt es für Peter keinen Platz. Als sich herum spricht, dass er schwul ist, wird Peter in seiner Heimat zum Außenseiter. Die Gesellschaft meidet ihn, die Kirche verurteilt den "Perversen" und sein Vater versucht, ihn zu heilen, indem er ihm eine Hure besorgt. Aber auch in der schwulen Szene der Großstadt findet er keinen Halt. Peters Leben endet tragisch - und wie Abraham aus der Bibel seinen Sohn geopfert hat, so wird auch Peter von seinem Vater verraten.

Felix Mitterer, ein vielfach preisgekrönter österreichischer Heimatdichter und Dramatiker, hat "Abraham – Ein Stück über Liebe" im Jahre 1993 verfasst. In vielen seiner Werke widmet er sich Außenseitern der Gesellschaft. Das vorliegende Stück beruht auf der wahren Geschichte eines schwulen und HIV-positiven Mannes.

Regisseur Florian Weber möchte mit seiner neuen Inszenierung des Dramas die "Problematik" der Homosexualität umgehen. Für ihn steht im Mittelpunkt die Aussage, dass es nicht wichtig ist, wen man liebt, sondern dass man liebt. Er will zeigen, was passiert, wenn sich Gesellschaft, Kirche und Familie als Einheitsmacht gegen eine menschliche Emotion stellen. Seine Darsteller wählte Weber bewusst aus verschiedenen Milieus aus, aus der konservativen Dorfgemeinde wie auch aus der liberaler geprägten Großstadt.

"Abraham – Ein Stück über Liebe", "Theater... und so fort", Hans-Sachs-Str. 12, 80469 München. Termine: 9.-11.6., 15.-18.6. (jeweils 20.30h), Karten erhältlich unter (089) 23 21 98 77 (12,50€, ermäßigt: 8,50€). Am 11.6. und 18.6. findet im Anschluss an das Stück eine Gesprächsrunde mit Darstellern, dem Regisseur und einem Fachmann der Münchner Aids-Hilfe statt.

2. Juni 2005



#1 andyAnonym
  • 11.08.2005, 10:52h
  • hi , solche stücke sollten sich der papst und andere kirchen macher ansehen . aber ich glaube , das ansehen hilft ihnen nicht viel. wenn die liebe fehlt , kann gott die menschen nicht ändern. es gibt aber auch zahlreiche schwule, denen die liebe auch fehlt. kein wunder sind sie wie andere menschen nur DIE MENSCHEN!
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