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70. Filmfestspiele

Cannes: Queer Palm und Jury-Preis gehen an Drama über Aids-Aktivismus

Den queere Preis der Filmfestspiele wurde an "120 bpm" vergeben – auch bei den Hauptpreisen konnte der Film die Jury überzeugen.


Der argentinische Schauspieler Nahuel Pérez Biscayart als HIV-positiver Act-up-Aktivist in "120 battements par minute"

Der Film "120 bpm" des französisch-marrokanischen Regisseurs Robin Campillo ist am Sonntag bei den Filmfestspielen in Cannes mit dem Großen Preis der Jury und dem FIPRESCI-Preis internationaler Filmkritiker ausgezeichnet worden. Der Film über Pariser Aids-Aktivisten erhielt zugleich die Queer Palm.

"120 battements par minute", der in Cannes Premiere feierte und in Frankreich im August in die Kinos kommt, erzählt von den Abenteuern von Pariser Mitgliedern der Gruppe ACT UP Anfang der Neunziger.

Direktlink | Trailer des Films

Im Wettbewerb der Filmfestspiele verlieh die Jury unter Leitung des schwulen Regisseurs Pedro Almodóvar die Goldene Palme für den besten Film an das schwedische Drama "The Square", die beste Regie ging an Sofia Coppola ("The Beguiled"). Als beste Darstellerin wurde Diane Kruger ("Aus dem Nichts") ausgezeichnet, als bester Darsteller Joaquin Phoenix ("You Were Never Really Here"). Insgesamt standen 19 Filme im Wettbewerb.

Die Queer Palm wird seit 2010 von einer eigenen Jury vergeben und ging in den Vorjahren u.a. an "Der Fremde am See" oder "Pride". Als bester Kurzfilm wurde in diesem Jahr "Islands" des Franzosen Yann Gonzalez ausgezeichnet.

Der offen schwule Regisseur Campillo hatte bereits bei zwei Filmen Regie geführt: 2004 beim Zombie-Film "Les revenants", der später als TV-Serie adaptiert wurde, und 2013 bei "Eastern Boys – Endstation Paris". Bei weiteren Filmen zeigte er sich für das Drehbuch oder den Schnitt verantwortlich.

Bei der Premiere von "120 bpm" am letzten Wochenende hatte die Queer-Palm-Jury auf dem roten Teppich einen Solidaritätsprotest zur Schwulenverfolgung in Tschetschenien abgehalten und dabei auch auf den Act-Up-Slogan "Schweigen = Tod" gesetzt.


Die Jury protestiert gegen die Verfolgungspolitik in Tschetschenien



#1 Patroklos
#2 MitcherAnonym
  • 28.05.2017, 22:35h
  • Was für eine Sensation!

    Glückwunsch zum Grand prix du Festival de Cannes!!

    Ich bin sprachlos.
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#3 EisenhowerAnonym
  • 28.05.2017, 22:59h
  • Der Film soll erst am 23. August 2017 veröffentlicht werden, und zwar in Frankreich! Das ist fast noch ein halbes Jahr!

    Und bis er dann nach Deutschland gekommen ist, sind zwei Jahre um oder so. Dann bin ich schon alt und grau. Hoffentlich synchronisieren die den Fim nicht, Untertitel reichen völlig. Geht auch schneller.

    Der Trailer sieht toll aus. Richtig gut!
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#4 TheDadProfil
  • 28.05.2017, 23:21hHannover
  • Antwort auf #3 von Eisenhower
  • ""Das ist fast noch ein halbes Jahr!""..

    Von Heute bis zum 23.August sind es noch 12 Wochen und 3 Tage, und damit ein Viertel Jahr..

    Wer in dieser kurzen Zeit "früh-vergreist" hat es vielleicht auch verdient ?
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#5 Dein FoersterAnonym
  • 28.05.2017, 23:36h
  • Unglaublich!

    Zuletzt war ich so bewegt als Françoise Barré-Sinoussi und Luc Montagnier 2008 für die Entdeckung von HIV mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurden, und Robert Gallo leer ausging.

    ACT UP Paris gibt es auch heute noch. Das ist kein kommerzieller Verein geworden, und auch kein Beratungszentrum.

    www.actupparis.org

    Ein wenig von dem Ernst, der Begeisterung und dem Talent der französischen Kollegen würde ich mir auch für uns hier in Deutschland wünschen.

    Lieber Gruß,
    Dein Förster.
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#6 EisenhowerAnonym
#7 TheDadProfil
  • 29.05.2017, 23:43hHannover
  • Antwort auf #6 von Eisenhower
  • ""Wollen wir mal schauen, wer von uns beiden als erster graue Haare bekommt, junger Mann!""..

    Ich weiß ja nicht wie alt Du bist..
    Ich bin 56 und hab seit mehr als einem Jahrzehnt "graue Haare", was ebenso der Genetik geschuldet ist, wie andere Männer ein Glatze bekommen..

    Das also vom Warten auf einen Kinobesuch abhängig machen zu wollen ist bestenfalls Unsinn..
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#8 RobinAnonym
  • 17.06.2017, 19:14h
  • Ich hoffe, dass wenigstens dieser Film, der neben den zahlreichen Auszeichnungen auch Super-Kritiken und eine tolle Publikums-Bewertung bei IMDb und anderen Film-Portalen hat, auch mal in Deutschland gezeigt wird.

    Natürlich am besten synchronisiert, um möglichst viele Menschen zu erreichen.

    Ich finde es echt traurig, dass so viele gute Filme mit LGBTI-Thematik in Deutschland nicht gezeigt werden.
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