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Franklin Graham ist sauer

Zu homofreundlich: Trumps Prediger geht auf Patriots los

Die Super-Bowl-Sieger New England Patriots sollten sich laut Franklin Graham "schämen", weil sie ein schwules Footballturnier unterstützen.


Franklin Graham gehört zu den "Stalinisten" in der evangelikalen Bewegung der USA, wird aber sogar vom Präsidenten geschätzt

Der evangelikale US-Starprediger Franklin Graham, der bei Donald Trumps Amtseinführung ein Gebet gehalten hatte, kritisierte in einem Facebook-Eintrag vom Freitag die New England Patriots aus Massachusetts scharf. Der Grund: Der amtierende American-Football-Meister ist als erstes NFL-Team Sponsor des LGBTI-Footballturniers Gay Bowl. Das Turnier wird im Oktober in Boston stattfinden.

"Die Patriots haben das Recht, alles zu tun, was sie wollen, aber ich bin enttäuscht, dass ein großartiges Team aus einer so wundervollen Gegend einen sündhaften Lebensstil unterstützt", zürnte Graham am Freitag auf Facebook. "Sie sollten sich schämen!", schrieb der 64-Jährige weiter und forderte seine Unterstützer auf: "Lasst die Patriots wissen, dass Sie diese Vorgehen nicht unterstützen!"

"Homosexuelle machen die Gesellschaft kaputt"

Auf seiner Facebook-Seite erhielt Graham viel Unterstützung: Mehr als 10.000 Nutzer haben den Eintrag bereits kommentiert; das beliebteste Wort war "ekelerregend". Nach der Entscheidung der Patriots wird auch auf anderen Webseiten der extremen politischen Rechten gegen Homosexuelle polemisiert, etwa auf der Nachrichtenseite Breitbart, die bis Sommer 2016 von Donald Trumps Berater Steve Bannon geleitet wurde. Dort heißt es etwa im Kommentarbereich: "Homosexuelle machen die Gesellschaft kaputt. Sie sind eine Krankheit und ein Geschwür". Auch Nazi-Vergleiche sind an der Tagesordnung: "Versucht, etwas gegen die LGBT-Lobby zu sagen, dann zeigen sich die wahren Nazis."

Die Patriots, deren Stadion 30 Kilometer von der linksliberalen Metropole Boston entfernt liegt, gelten als eine der LGBTI-freundlichsten Mannschaften und haben sich bereits mehrfach für Schwule und Lesben engagiert. So unterstützte das Team den Gay Bowl bereits 2003, als das Event zum letzten Mal in Boston veranstaltet wurde, indem die Vereinsführung ihren früheren Starspieler Andre Tippet zur Eröffnung schickte. 2015 unterzeichneten die Patriots ein Dokument an den Supreme Court, in dem die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben gefordert wurde.

Die Kritik könnte den Patriots einige Fans kosten, da Franklin Graham zu den bekanntesten und einflussreichsten Predigern der Vereinigten Staaten gehört. Er ist der Sohn des 98-jährigen Erweckungspredigers Billy Graham und leitet seit dem Rückzug seines charismatischen Vaters die "Billy Graham Evangelistic Association", die die weltweite Missionierung zum Ziel hat. In dieser Position hat er – wie sein Vater zuvor – immer wieder gegen Homosexuelle polemisiert. So erklärte er vergangenes Jahr Schwule und Lesben generell zu "Feinden" von christlichen Gemeinden (queer.de berichtete). Außerdem rief er zum Boykott von Firmen auf, die auch um schwule und lesbische Kunden werben (queer.de berichtete). (dk)

Direktlink | Beim letzten Super Bowl haben die Patriots das Spiel gegen Atlanta nach einem Rückstand noch gedreht – vielen Schwulen dürfte aber eher die Halbzeitshow mit Lady Gaga in Erinnerung geblieben sein



#1 no faith no warAnonym
  • 29.05.2017, 16:54h
  • schlimm. alerdings gibt's solche leute nicht nur bei den amis. auch die deutsche EKD ist ein sicherer hort für solche schwule hassenden absurden evangelischen kirchen.
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#2 Niklas BauerAnonym
#3 butimandAnonym
  • 29.05.2017, 17:39h
  • Ob man jetzt von Discoschwulen diskriminiert wird ("Sorry, zu hetero") oder von Evangelikalen ("Sorry, zu homo") ist ja qusai auch egal...
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#4 LucaAnonym
#5 easykeyProfil
  • 29.05.2017, 21:22hLudwigsburg
  • evangelikaler "Star-Prediger" in den USA......mehr hätte es gar nicht gebraucht, da ist ja alles drin.

    Warum sperrt man solche Leute nicht ein?

    "Homosexuelle machen die Gesellschaft kaputt. Sie sind eine Krankheit und ein Geschwür" ......hmmm.. wie hat dieser Planet es bloss so weit gebracht??
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#6 JadugharProfil
  • 29.05.2017, 21:40hHamburg
  • Sehr absolut böser und dümmlich aussehender Herr Franklin Graham.
    habe sie Belege und Beweise, daß Homosexuelle die Gesellschaft kaputt machen? Seit einigen Milliarden Jahren gibt es homosexuelle Wesen auf dieser Erde und sie haben stets dazu beigetragen, daß viele Spezies überleben konnten, weil sie der Aufgabe des Heranzüchtens von Nachwuchs entbunden waren und so verstärkt der Gemeinschaft dienten. Sie adoptierten verwaiste Kinder ihrer Verwandten und sicherten so das Überleben, weil sie als Ersatzeltern leicht einspringen konnten. Auch heute ist es noch so! Die Homosexuellen zahlen an die Gemeinschaft ihre Steuern, gehen Berufe nach, wo viele Menschen davon profitieren; ihre liebe Art schafft Frieden, was Jesus befürwortete, wo nach seiner Bergpredigt nach die Frieden schaffenden >Typen in das Himmelreich kommen, usw.. Sie pflegen die Liebe und auch die Nächstenliebe und ich kenne keinen Fall in der Geschichte, wo Homosexuelle Glaubenskriege, Hexenverfolgung, Heterosexuellenverfolgung oder sonstige Verfolgungen betrieben haben, die mit Mord und Todschlag einhergingen. Jedoch christliche Sekten haben jede Menge Blut an ihren Händen kleben, was historisch nachweisbar ist. Prediger wie sie reden stets falsch Zeugnis und sind somit sehr sündig! Sie verstoßen ständig gegen die Goldene Regel und sie haben in der Vergangenheit Homosexuelle getötet oder deren Freiheit beraubt und gesellschaftlich getötet. Der größte Feind für Prediger wie sie und andere Geistliche ist stets immer die Wahrheit. Wer die Gessellschaft zerstört, das sind Sie, mit ihren Lügen! Da ich nicht christlich bin und durch Studium der Religionen zum Ergebnis gekommen ist, daß diese ein böses menschliches Machtwerk sind, hoffe ich im ihren Sinne, daß es so etwas wie eine Hölle gibt, wo sie wegen ihrer schweren Sünden gegen die Menschheit für ewig da schmoren dürfen.
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#7 Roman BolligerAnonym
  • 29.05.2017, 23:27h
  • Sollten eines Tages die US-Evangelikalen die Macht übernehmen, vielleicht mit einem Präsidenten Franklin Graham, dann Gute Nacht:

    Das Land würde dann in etwas so aussehen, wie in der aktuellen US Serie (auf Hulu) "The Handmaid's Tale": Wer nicht spurt, wird gefoltert und umgebracht. Strassen und Gebäude sind gesäumt von Erhängten. Jeder und Jede soll den Preis für Ungehorsam täglich sehen können.

    Wer zerstört die Welt? Wer zerstört Menschlichkeit?
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#8 Markusbln11Anonym
  • 30.05.2017, 01:11h
  • Antwort auf #7 von Roman Bolliger
  • Wie ist eigentlich der stand; plädiert donald trump noch immer für waterbording als verhörmethode? Folter gut also, rechtsstaat nicht nötig.

    Duterte auf den phlippinen ist trumps vorbild, so verstehe ich das lob für den herrn vor einigen wochen. Folter gut, mord gut, bomben gut, alles gut.

    Wo kommt das nur her?

    Unvermögen dinge vernünftug zu regeln und hass pur. Hass macht die welt kaputt. Hass auf alles, das nicht so ist, wie es zum erreichen einer eigenen ideologischen einschliesslich nationalistischen vormachtstellung gebraucht wird. Da nehmen sich kommunisten, sich auf allah berufende eiferer oder amerikanische evangelikale nichts. Gar nichts.
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#9 PeerAnonym
  • 30.05.2017, 08:04h
  • Das sind Leute, die den Hass anderer Menschen bedienen, um sich daran zu bereichern.

    Und wer diese "Star-Prediger" kennt, weiß dass das richtig rentabel ist.

    Aber für mich ist das die niedrigste aller Lebensformen.
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#10 puschelchenProfil
  • 30.05.2017, 08:58hirgendwo in nrw
  • Antwort auf #7 von Roman Bolliger
  • "Sollten eines Tages die US-Evangelikalen die Macht übernehmen, vielleicht mit einem Präsidenten Franklin Graham, dann Gute Nacht..."

    Eines Tages klingt so lang hin. Nur: Wenn The Donald zurücktritt/des Amtes enthoben wird/in die Geschlossene kommt ist Mike Pence neuer Präsident. Kann alles schneller kommen, als man denkt.

    (Kleine VT am Rande: Trump wurde deswegen ins Amt gehoben, um einen Wutchristen wie Pence als Präsidenten erst zu ermöglichen. Die evangelikale Bagage hat von Anfang an darauf spekuliert, dass The Donald keine ganze Amtszeit packt.)
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