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Russischer Partiarch

Kyrill vergleicht Ehe für alle mit Nazi-Gesetzen

Das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche startet eine neue Tirade gegen die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben.


Kyrill I. ist seit acht Jahren der Chef der russischen Kirche – und gehört zu den homophobsten christlichen Würdenträgern der Welt (Bild: Patriarchate of Moscow / wikipedia)

Patriarch Kyrill I. hat am Montag bei einer Rede an der Universität im kirgisischen Bischkek die Ehe für alle mit Gesetzen aus dem Nationalsozialismus verglichen. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti.

Demnach würde die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht in vielen westlichen Ländern gegen das "moralische Wesen des Menschen verstoßen und daher Empörung hervorrufen wie Gesetze aus Nazi-Deutschland", so Kyrill, der seit 2009 als Patriarch von Moskau das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche ist.

Der 70-Jährige behauptete ferner, dass in Ländern, in denen die Ehe geöffnet wurde, die Moral generell geschwächt werde. Deshalb gebe es viele Menschen, die genauso gegen die Ehe für alle rebellierten wie gegen "faschistische Gesetze oder gegen die Apartheid". Er orakelte, dass Gesellschaften, die Schwule und Lesben trotz der Proteste aus dem Volk gleich behandeln, zusammenbrechen würden. Er glaube aber, dass die Ehe für alle nur eine vorübergehende Erscheinung sei.

Kyrill ist ein Wiederholungstäter

Kyrill macht bereits seit Jahren Stimmung gegen die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben. Bereits 2013 hatte er davor gewarnt, dass die Ehe für alle zum Weltuntergang führen könne (queer.de berichtete). Zudem macht er LGBTI-Aktivisten für viele Übel der Welt verantwortlich: So sei der Terrorismus des "Islamischen Staates" die Antwort auf eine gottlose Gesellschaft mit CSDs (queer.de berichtete). 2008 erklärte er in einem Interview mit dem "Spiegel": "Moral ist entweder absolut, oder es gibt sie nicht. Wenn Sie Homosexualität rechtfertigen, warum dann nicht gleich Pädophilie?" (queer.de berichtete).

Politisch setzte sich Kyrill, das Oberhaupt von über 150 Millionen russisch-orthodoxen Christen, für das Gesetz des Putin-Regimes gegen Homo-"Propaganda" ein. Er begrüßte auch öffentlich das Verbot von CSD-Demonstrationen in Moskau, die er als "eine aufdringliche Zurschaustellung von Unzucht" bezeichnete.

In seinem Kampf gegen die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht hat Kyrill mit Papst Franziskus zudem einen mächtigen Verbündeten: Die beiden Kirchenführer veröffentlichten im vergangenen Jahr eine gemeinsame Erklärung, in der sie die Ehe für alle bedauerten und beklagten, dass mit der "Ideologie eines oft sehr aggressiven Säkularismus" Christen diskriminiert werden würden (queer.de berichtete). (dk)



#1 Svetlana LAnonym
  • 30.05.2017, 13:05h
  • So, so, Christen werden also diskriminiert, wenn homosexuelle Menschen heiraten können. Dürfen Christen dann plötzlich nicht mehr heiraten? Das müssen mir diese beiden "Oberhirten" mal erklären. Aber wahrscheinlich kann man das gar nicht erklären, sinnfreie Behauptungen aufzustellen ist ja so viel einfacher.
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#2 Pascal GoskerAnonym
  • 30.05.2017, 14:11h
  • Ausgerechnet der Ober-Nazi, der immer nur durch Hetze auffällt, vergleicht Menschenrechte mit Nazi-Gesetzen.

    Dieser senile Greis ist dermaßen vom Hass zerfressen, dass das Gift schon aus all seinen Körperöffnungnen fließt.
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#3 KorreAnonym
  • 30.05.2017, 14:18h
  • Welche Leichen hat dieser Hassprediger wohl im Keller, von denen er ablenken will?
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#4 KorreAnonym
#5 userer
  • 30.05.2017, 14:27h
  • "Kyrill" ist nur sein Künstlername unter gläubigen Religioten. Säkular heißt dieser Hassprediger Gundjajew. Werden seine Äußerungen Einreise- und Auftrittsverbote in der EU nach sich ziehen? Das ist ja bei Raggae-Hasssängern ja durchaus vereinzelt der Fall.

    Gundjajew hat sich weit entfernt geäußert, da wäre es doch mal interessant zu erfahren, wie dieser Ableger der Christen sich im Geltungsbereich des deutschen Grundgesetzes positioniert. Gibt es da aktuelle Statements von den russisch-orthodoxen Führern in Deutschland? Sind deren Äußerungen evtl. so gehalten, dass man diese Leute des Landes verweisen könnte? Was bei islamischen Hasspredigern recht ist, sollte bei christlichen billig sein,
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#6 Pascal GoskerAnonym
  • 30.05.2017, 14:30h
  • Antwort auf #4 von Korre
  • Tja, Hass verbindet religionsübergreifend.

    Egal ob Katholen, Evangelen, Orthodoxe, Juden, Moslems oder welche Fabelwesen die auch immer verehren wollen - der Hass und die totalitäre Gesinnung eint die alle.

    Wenn es darum geht, deren Feinde zu vernichten, arbeiten die auch gerne zusammen.
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#7 PierreAnonym
  • 30.05.2017, 14:40h
  • Der ist bestimmt frustriert, dass er es schon lange nicht mehr besorgt bekommen hat und lässt seinen Frust über sein verpfuschtes Religioten-Leben jetzt an anderen aus.
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#8 Patroklos
  • 30.05.2017, 15:42h
  • Antwort auf #5 von userer
  • Kyrill war aber auch der Name eines Wirbelsturms, der in den deutschen Wäldern immensen Schaden angerichtet hat und so benimmt sich auch dieser Mann, und zwar wie die Axt im Walde!
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#9 orchidellaProfil
  • 30.05.2017, 17:01hPaderborn
  • Recht merkwürdig, die Assoziationen des russischen Oberpopen. Eheschließungsverbote sind ja gerade die typischen Merkmale von
    «faschistischen Gesetzen» und Apartheid. Mit Logik hatte es die russische Orthodoxie noch nie, eher mit Beweihräucherung der Staatsmacht. Mein Tipp: Nicht so viel Wodka in den Messwein kippen und den nächsten Bruderkuss mit Zar Wladimir I. ohne Zunge!
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#10 easykeyProfil
  • 30.05.2017, 21:11hLudwigsburg
  • Der Gute sollte nicht so viel "Bahndamm Nordseite" rauchen...und die Weihrauchdosierung kann auch nicht passen.

    Man sollte solchen Kreml-Popen erst gar kein Forum geben, so besorgniserregend solche Leute auch sind.

    Soll er hoffentlich zeitnah in einer ihm mehr oder weniger angemessenenen Gruft vor sich hin verrotten.
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