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Polizeimeldung

Berlin: Homophobe Gewalt im Friseurgeschäft

Ein Angestellter eines Salons im Stadtteil Friedrichshain wurde schwulenfeindlich beleidigt und in den Nacken geschlagen.


Allein im Mai meldete die Berliner Polizei zehn Straftaten mit homophobem Hintergrund

Erneut homophobe Gewalt in Berlin: Am Dienstagnachmittag beleidigte und schlug ein Unbekannter einen Angestellten eines Friseursalons im Stadtteil Friedrichshain. Dies meldete die Polizei am Mittwoch.

Den Angaben des 50 Jahre alten Mitarbeiters zufolge habe der Unbekannte gegen 14.40 Uhr das Geschäft in der Frankfurter Allee betreten, sich Gratisproben genommen und anschließend das Geschäft verlassen. Auf die Ansprache des Mitarbeiters habe er ihn homophob beleidigt, in den Nacken geschlagen und sei anschließend geflüchtet.

Der 50-Jährige klagte über Nackenschmerzen, die er gegebenenfalls selbst behandeln lassen wolle. Nähere Angaben zum mutmaßlichen Täter wurden in der Polizeimeldung nicht gemacht.

Berlin gehört zu den wenigen Städten, die mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Taten gezielt in ihren Berichten erwähnen und die Taten bis hin zu Beleidigungen publik machen. In letzter Zeit häufen sich die Fälle. Allein in diesem Monat meldete die Berliner Polizei zehn homophobe Straftaten (queer.de berichtete). Zuletzt war am vergangenen Freitag im Bezirk Neukölln ein schwuler Syrer von einer Familie attackiert worden (queer.de berichtete). (mize/pm)



#1 RickNickAnonym
  • 31.05.2017, 11:22h
  • "Nähere Angaben zum mutmaßlichen Täter wurden in der Polizeimeldung nicht gemacht." - Da sei die Tischbier vor!
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#2 RobinAnonym
  • 31.05.2017, 11:39h
  • Wie lange will unsere schwarz-rote Bundesregierung eigentlich noch "keinen Handlungsbedarf" sehen?

    Wer so demonstrativ wegsieht, macht sich mitschuldig!

    Und hier geht es nicht um rechtliche Gleichstellung, o.ä., sondern um die Gesundheit oder gar das Leben von Menschen!! Oder sind unsere Gesundheit und unser Leben für Union und SPD wirklich weniger wert?
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#3 Homonklin44Profil
  • 31.05.2017, 11:56hTauroa Point
  • Man muss sich ob solcher Vorkommnisse schon mal fragen, ob nicht der allgemeine Umgang mit den Mitmenschen allmählich unmögliche Formen annimmt. Auch wenn man die Konzentration in einem LGBTIQ-Nachrichtenportal einbezieht und was weiß ich welche Wahrnehmungsaspekte bedenkt.
    Die Art Leute, die nie einen angemessenen Umgang gelernt haben, sind jedenfalls nicht nur einzelne Wenige, wenn bald täglich solche und ähnliche Vorfälle entstehen.

    Allerdings müsste das an unsere lieben Politikmenschen auch ein Zeichen absetzen, wenn schon eine willkürliche Vermutung oder homophob gemachte Zuordnung aus heiterem Himmel ausreicht, um Jemand so anzugreifen.

    Das rührt doch nicht bloß aus den Schwachstellen der antiautoritären Erziehung her, möchte man meinen.
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#4 GegensprechAnonym
  • 31.05.2017, 12:02h
  • Antwort auf #2 von Robin
  • Was soll denn die schwarz-rote Regierung Ihrer Meinung nach machen?
    Soll sich Frau Merkel in den Friseurladen stellen und die Homophoben in die Flucht schlagen -oder mit der Raute drohen?
    Jemand der immer nach dem Staat schreit, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass er dem Bürger nichts zutraut.
    Genau diejenigen, die hier immer gegen den ach so konservativen bösen Staat hetzen, fordern denselben Staat nun auf etwas zu tun (ohne dieses etwas zu definieren!).
    Bullen sind nach Lesart vieler linksgestrickter User eigentlich ja sowieso Schweine, aber Solen natürlich trotzdem jeden schwulen Friseur dieses Landes 24/7 vor Ewiggestrigen schützen.
    In Berlin sieht man gut, was die Regierung (rot-rot-grün, ein rot ist allerdings im Grunde braun und nur rotlackiert) von Polizei und innerer Sicherheit hält.
    Wenn man schon schreit, dann schreie man dagegen dass die Linke die Homosexuellen den Rückwärtsgewandten, nicht Integrationswilligen uvm. quasi auf dem Silbertablett serviert werden.
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#5 JustusAnonym
  • 31.05.2017, 12:12h
  • Antwort auf #2 von Robin
  • Ja, die Politik muss endlich aktiv werden!

    Einige wichtige Maßnahmen wären z.B.:

    - volle rechtliche Gleichstellung (inkl. Eheöffnung und Volladoption):
    In allen Ländern, die das umgesetzt haben, sieht man, dass das auch sehr schnell die gesellschaftliche Akzeptanz massiv erhöht.

    - mehr Aufklärung und Bildung an Schulen:
    denn nur so kann man der Entstehung von Hass vorbeugen. In der Jugend werden die Grundlagen fürs ganze Leben gelegt.

    - besserer Schutz vor Diskriminierung:
    wenn Diskriminierung aus religiösen Gründen explizit erlaubt ist (wie im aktuellen AGG) darf man sich nicht wundern, wenn das auch Auswirkungen hat.

    - Verbot von "Homo-Heilung"-Gehirnwäschen:
    den Homohassern muss endlich das Handwerk gelegt werden, damit die in ihre Schranken verwiesen werden und sehen, das deren Machenschaften nicht mehr gedultet werden.

    Diese ersten Maßnahmen wären schonmal ein guter Anfang, um auch gesellschaftliche Veränderungen anzustoßen. Natürlich bewirken auch diese Maßnahmen keine gesellschaftliche Veränderung von heute auf morgen, aber sie stoßen es an und beschleunigen es.

    Und sie sind die notwendige Voraussetzung für gesellschaftliche Veränderungen. Je länger man diese Maßnahmen hinauszögert, desto länger wird auch der ganze Prozess dauern.
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#6 RobinAnonym
  • 31.05.2017, 12:23h
  • Antwort auf #4 von Gegensprech
  • >>>>> Was soll denn die schwarz-rote Regierung Ihrer Meinung nach machen?
    Soll sich Frau Merkel in den Friseurladen stellen und die Homophoben in die Flucht schlagen -oder mit der Raute drohen? <<<<<

    Vor allem sollte man nicht, wenn man keine Ahnung hat und die sozialpsychologischen Zusammenhänge nicht kennt, ernsthafte Vorschläge lächerlich machen.

    Diese Aussage mit Frau Merkel ist nicht nur dumm, sondern zynisch. Dann kann ich jedes Gesetz komplett abschaffen und z.B. auch fragen, warum man Vergewaltigung unter Strafe stellen muss, denn Frau Merkel könne ja nicht bei jeder Vergewaltigung dabei sein und den Täter in die Flucht schlagen.

    Sie haben offenbar gar nicht verstanden, wie ein Rechtsstaat funktioniert.

    Übrigens:
    In Beitrag #5 hat Justus beispielhaft ein paar Punkte genannt, die sehr gut zeigen, was der Staat alles verbessern könnte. Das wird nicht jede einzelne Tag verhindern können, aber es wird das gesellschaftliche Klima, das solche Taten erst ermöglicht, verändern und damit die Anzahl der Taten zumindest schonmal reduzieren.

    >>>>> Jemand der immer nach dem Staat schreit, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass er dem Bürger nichts zutraut. <<<<<

    Hallo? Das ist die Aufgabe des Staates!

    Hier schreit niemand ständig nach dem Staat, aber es gibt gewisse Dinge, wo der Staat nun mal Rahmenbedingungen und Regeln austellen muss.

    Und wo sonst, wenn nicht bei Gewalt.

    Ansonsten könnten wir Regierung, Staatsapparat, Behörden, Gerichte, Polizei, etc. gleich ganz abschafffen, und wir hätten eine Anarchie - das Recht des Stärkeren.

    Wer dann Opfer von Gewalt wird, muss sich halt selbst zu wehren wissen. Und wer das nicht kann, hat halt Pech gehabt. Da hat man dann halt "dem Bürger nichts zugetraut".

    Aber wenn Sie mal von Opfer eines Gewaltakts werden und andere bekommen das mit, trauen die Ihnen vielleicht auch zu, dass sie sich schon selbst zu wehren wissen und gehen einfach weiter ohne einzugreifen, ohne die Polizei zu rufen, etc.
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#7 schwarzerkater
  • 31.05.2017, 13:00h
  • "Nähere Angaben zum mutmaßlichen Täter wurden in der Polizeimeldung nicht gemacht.
    wir wissen jedenfalls dass es ein mann ist, das schliesst schonmal 50% aller anderen berliner aus, nicht zu vergessen alle kinder und alle bettlägrigen menschen.
    für die berliner politiker von RRG (R2G) bestimmt schon eine riesenerfolgsmeldung.
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