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Mecklenburg-Vorpommern

Neubrandenburgs OB hat sich verpartnert

Der parteilose Oberbürgermeister Silvio Witt lernte seinen Mann im Rathaus kennen.


Silvio Witt wurde 2015 für sieben Jahre zum Oberbürgermeister von Neubrandenburg gewählt (Bild: Gilberto Peréz Villacampa)

Neubrandenburgs Bürgermeister Silvio Witt ist am vergangenen Freitag mit seinem Freund André Hesse eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingegangen. Dies berichtete der "Nordkurier". "Wir freuen uns sehr über die vielen Glückwünsche und gleichzeitig über den Umstand, die Hochzeit als unsere Privatsphäre zu akzeptieren", erklärte der 39-Jährige gegenüber der Regionalzeitung.

Witt trat 2015 als parteiloser Bewerber bei der OB-Wahl in der Kreisstadt in Mecklenburg-Vorpommern an und gewann den ersten Wahlgang mit 43 Prozent vor dem Kandidaten der Linken, der 26,8 Prozent erreichte. Aus der Stichwahl ging er mit 69,7 Prozent der Stimmen als klarer Sieger hervor. Vor seiner Wahl als Bürgermeister war Silvio Witt selbständiger Unternehmer und führte eine Agentur für Kommunikation, über die er Seminare, Textarbeiten und Beratung anbot und auch Moderationen und Kabarett veranstaltete.

Seinen Partner, der in der Neubrandenburger Verwaltung arbeitet, habe er im Rathaus kennengelernt, erklärte der OB gegenüber dem "Nordkurier". André Hesse-Witt werde jedoch zum Jahresende aus dem Dienst ausscheiden, dies sei eine Frage der Professionalität. Witt selbst wurde für eine Amtszeit von sieben Jahren gewählt.

Engagement gegen Homophobie

Unter Silvio Witts Führung setzte die Verwaltung der Stadt mit knapp 64.000 Einwohnern mehrfach Statements für ein tolerantes und vielfältiges Neubrandenburg. Zum Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie am 17. Mai versammelten sich die Mitarbeiter etwa auf der Rathaustreppe und ließen sich mit der Regenbogenflagge fotografieren.


Zum IDAHOT veröffentlichte die Pressestelle der Stadt diesen Flyer

Zuletzt wurde der Oberbürgermeister im Rahmen des Projektes "un_sichtbar" zu seinen Perspektiven auf queeres Leben und Arbeiten in Mecklenburg-Vorpommern interviewt: "Neubrandenburg ist vielfältig, und diese Vielfalt brauchen wir auch", so Witt. (cw)



#1 T-800Anonym
  • 01.06.2017, 08:50h
  • Gute Sache. Allerdings die falsche Flagge. Die der Prideflagge hat nur sechs Farben. Aber immerhin richtig herum gehalten. ;-)
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#2 Maslin TalonAnonym
#3 StimmtAnonym
  • 01.06.2017, 10:42h
  • Antwort auf #1 von T-800
  • Ach ja, Trump und die falschrum gehaltene Regenbogenflagge mit dem hastig draufgekritzelten "LGBT for Trump"...

    Alles Gute dem OB und seinem Lebenspartner! (Hoffentlich erleben die beiden es noch, dass sie sich gegenseitig offiziell "mein Ehemann" nennen dürfen!)
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#4 ManneAnonym
#5 panzernashorn
  • 01.06.2017, 10:50h
  • Zitat: " "Wir freuen uns sehr über die vielen Glückwünsche und gleichzeitig über den Umstand, die Hochzeit als unsere Privatsphäre zu akzeptieren"

    >> Leider ist es nach wie vor noch keine "Hochzeit", sondern eine Verpartnerung, da dieser kleine, aber feine Unterschied von der homophoben Gurkentruppe namens Regierung mit Vorsatz und unhaltbaren Scheinargumenten bewusst beibehalten wird.

    Diesem sympathischen Menschen und seinem Mann jedenfalls alles Gute für ihren gemeinsamen Lebensweg.
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#6 Patroklos
  • 01.06.2017, 11:00h
  • Herzlichen Glückwunsch zur Verpartnerung an die Beiden und ich wünsche ihnen Gesundheit sowie viele harmonische Jahre!

    Viele meinen, es sei die falsche Regenbogenflagge. Das stimmt so aber nicht:

    de.wikipedia.org/wiki/Regenbogenfahne

    "Die ursprüngliche Version der Fahne bestand aus acht Farbstreifen. Für die Massenproduktion und den Verkauf seiner Gay Flag, wandte sich Gilbert Baker an die in San Francisco ansässige Paramount Flag Company. Da das von Baker selbst gefärbte grelle Pink (Hot Pink) damals industriell nicht herstellbar war, musste sie auf sieben Streifen reduziert werden."
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#7 daVinci6667
  • 01.06.2017, 11:26h
  • Antwort auf #5 von panzernashorn
  • Das dachte ich auch als ich es las. Es ist eben leider keine Hochzeit und einen Ehemann hat er auch keinen, sondern einen Lebenspartner.

    Allerdings bezeichne ich unseren schönsten Tag privat auch als Hochzeit, die Bilddateien auf dem PC sind ebenfalls so benannt und überall wird mein Mann als mein Mann bezeichnet auch wenn er "nur" mein eingetragener Partner ist. Das ist eine Frage des Respekts.

    Wäre schön wenn unsere Regierungen die gelebte Realität endlich akzeptieren könnten. Ich wünsche dem OB und uns allen dass wir es noch erleben unsere Ehemänner ganz offiziell als Ehemänner bezeichnen zu können. Es ist eine Schande wie lange das dauert.
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#8 T-800Anonym
  • 01.06.2017, 11:59h
  • Antwort auf #6 von Patroklos
  • Danke für die interessante Info. Mit Verlaub, ich glaube aber nicht, dass es sich um eine solche historische Flagge handelt. Sei's drum, der gute Wille zählt.

    Bzgl. "Heirat" habe ich noch eine Anmerkung. Dabei handelt es sich um keinen in irgendeiner Art geschützten juristischen Begriff. "Heirat" findet man weder im BGB noch im Grundgesetz (lasse mich gern eines besseren belehren). Es ist nur keine "Ehe". Man spricht auch nicht von Verlobung, sondern von dem Versprechen eine eingetragene Lebenspartnerschaft einzugehen. Schlimm genug, dass differenziert wird. Aber "Heirat" müssen wir uns nicht nehmen lassen.
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#9 wiking77
  • 01.06.2017, 12:01h
  • oh, herzlichen Glückwunsch, süßes Schnuckel, der Herr Oberbürgermeister.

    Glückwunsch auch an den Lebenspartner, er hat sichelrich nicht nur vom Äußeren eine gute Partie gemacht, wirtschaftlich ist der Fang sicherlich auch ganz ordentlich.
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#10 T-800Anonym