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Aufbruch in Asien?

Neue Hoffnung auf eingetragene Partnerschaften in Thailand

Seit drei Jahren liegt ein Gesetzentwurf zur rechtlichen Anerkennung homosexueller Paare auf Eis – nun kündigt das Justizministerium parlamentarische Beratungen an.


Symbolische Trauung im Land des Lächelns: Der Bürgermeister von Udon Thani gab im Jahr 2014 einem schwulen Paar seinen Segen

Die Entscheidung der Verfassungsrichter vor einer Woche in Taiwan, dass die Ehe für lesbische und schwule Paare geöffnet werden muss, beflügelt nun auch die Diskussion um LGBTI-Rechte in Thailand. Nach einem Bericht der "Bangkok Post" vom Dienstag kündigte das Justizministerium an, die vor drei Jahren durch den Militärputsch unterbrochene Beratung eines Gesetzentwurfs für eingetragene Partnerschaften wieder aufzunehmen.

In einer Onlinepetition hatten fast 60.000 Menschen die noch immer regierende Junta zu diesem Schritt aufgefordert. Der Ausgang in dem vom Militär eingesetzten Parlament ist offen. Unterstützer und Gegner einer rechtlichen Anerkennung homosexueller Paare gibt es in allen politischen Lagern des zerstrittenen Thailands. Bei Anhörungen in mehreren Städten hatten sich 2013 jeweils eine klare Mehrheit für eingetragene Partnerschaften ausgesprochen.

Diskriminierung im Touristenparadies

Obwohl Thailand bei Touristen als queeres Paradies gilt, haben homosexuelle Paare im Land des Lächelns keinerlei Rechte, auch mangelt es an einem wirksamen Schutz vor Diskriminierung. Nach einer jüngsten Umfrage der World Bank Group unter Arbeitnehmern in Bangkok gaben über die Häfte der LGBTI-Teilnehmer an, dass ihnen aufgrund ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Orientierung schon mal eine Anstellung verweigert wurde. Rund 40 Prozent der trans* Mitarbeiter wurden von Kollegen gemobbt.

Aktivisten beklagen zudem, dass es immer wieder zu "korrigierenden" Vergewaltigungen von Lesben komme. (mize)



#1 LanddeslaechelnsAnonym
  • 01.06.2017, 17:00h
  • Warum wieder eine registr.Partnerschaft,und nicht gleich die Eheoeffnung.
    Die muessen doch erkennen,dass das dann wieder weiter geht und letztlich auch hier die Eheoeffnung gefordert wird.
    Die reg.LP wird einen Berg von Gesetzesaenderungen nach sich ziehen und in dem super buerokratischen Thailand Tonnen von "Formularen" und Veroeffendlichungen nach sich ziehen.
    Das koennen die sich ersparen,wenn die einfach die Ehe oeffnen.
    Auch muessten nun endlich mal die Promis, von denn man es sowieso schon weis, aus dem Schrank treten mit lauter Stimme.
    Die aus den Showbusines ,aus der Politik
    aus den hohen Uniformtraegern und den bekanntesten "Familien"muessten mal fuer ein freies ,geoutetes Leben eintreten..
    Ich vermute aber, dass sich z,B fuer Binationale Partnerschaften auch nichts verbessert, den die Hetro-Ehe von Binationalen Paaren, berechtigt auch nicht zum Unbefristeten Aufendhalt, zur Arbeitserlaubniss oder gar zum Erwerb von Grund und Boden.
    Verstirbt eine kinderlose Thaifrau kann ihr auslaendischer Ehemann das gemeinsame Haus erben ...muss es aber in einem vorgeschriebenen "Zeitfenster" an einen Thaibuerger verkaufen.. das werden die ach dann weiter so handhaben..
    Thailand ist ein Touristenfreundliches Land ,die bringen Devicen ....aber die Immigrationsbehoerde sollte wahrheitsgemaess Non-Immigration heissen.
    Hier gibt es keine AFD , aber viele gleichgesinnte Leute...
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#2 SebiAnonym
  • 01.06.2017, 17:55h
  • Im Jahr 2017 und spätestens nach der Entscheidung zur Eheöffnung in Taiwan, sollte man auch in Thailand nicht mehr über die Eingetragene Partnerschaft diskutieren, sondern gleich die Ehe öffnen.
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#3 BaldwinProfil
  • 01.06.2017, 19:08hWuppertal
  • Ich würde mir natürlich auch die Ehe wünschen, ABER eine ELP ist sehr oft der erste Schritt gewesen. Die Gesellschaft lässt sich leider nicht von jetzt auf gleich ändern.

    Wir sehen doch: USA landesweite Öffnung, trotzdem Diskriminierung, weil Politiker und Gesellschaft der Bibel-/Südstaaten damit überrumpelt wurden.
    Vergleich Estland: Vor ELP-Einführung absolut gegen die Eheöffnung, jetzt Anerkennung der Auslandsehen und die Gesellschaft ist mehrheitlich pro Homorechte.

    Nicht falsch verstehen, auch ich sehe nicht ein, warum "Leidesgenossen" auch nur eine Sekunde lang warten müssen auf ihr Recht, aber ich sehe die ELP als ersten Schritt. Und das ist schon mal mehr als in den meisten anderen Staaten der Welt...
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#4 Patroklos
  • 01.06.2017, 22:48h
  • Dann aber mal die Ärmel hochgekrempelt, denn es ist leider viel wertvolle Zeit verplempert worden!
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#5 GaykaiserProfil
  • 02.06.2017, 03:23hMülheim an der Ruhr
  • Darauf warten mein Mann - er ist Thailänder - und ich lange darauf. Denn er nahm bei unserer "Hochzeit" meinen Familienname an und trägt in Deutschland offiziell meinen Nachname, so auch auf seinem Aufenthaltstitel, der in seinem thailändischen Pass aufgeklebt ist, allerdings in seinem Pass selbst ist noch immer sein alter Nachname vermerkt, weil unsere eingetr. Partnerschaft von thailändischen Behörden für Passausstellung zur Zeit nicht anerkannt wird. In D trägt er offiziell meinen Nachname und in TH seinen alten Name, also zwei verschiedene Namen. Damit hat er z. B. beim Einchecken am Flughafen häufig Probleme. Denn ist der Ticket auf seinen alten Name ausgestellt, ist der Aufenthaltstitel mit neuem Name falsch, lässt er sein Ticket auf seinen neuen Name ausstellen, ist wiederrum der Pass mit altem Name falsch.
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#6 MariposaAnonym
#7 andreAnonym
  • 02.06.2017, 13:54h
  • Antwort auf #6 von Mariposa
  • Dafür hakt es stark woanders.
    Verkehrs.-und Umweltprobleme. Diese Millionen Motor-Bikes, der Horror.
    Thais sind verliebt in Plastik. Es gibt dort nichts, was nicht in Plastik verpackt ist. War, vor ein paar Wochen in Rayon um nach Ko Samet zu fahren mit dem Boot. In Rayon, am Meer, hat sich der Plastikmüll manchmal einen halben Meter gestapelt. Flächendeckend. Noch nie vorher gesehen. Habs fotografiert.
    Und die berühmten Garküchen sollen verschwinden in Bangkok. Die Behörden wollen das so. Das wäre ein harter Schlag für mich persönlich.
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#8 PlastikAnonym
  • 02.06.2017, 14:43h
  • Antwort auf #7 von andre
  • Ist ja kein Wunder, dass Thailand gerade in Plastik schwimmt. Mit ihrer Entwicklung sind sie leider momentan so weit wie wir in den 80igern ggewesen sind. Dank des British Empire in der Vergangenheit.
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#9 TaiFeiAnonym