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Donald Trump sagt "Njet"

Kein Pride-Monat mehr im Weißen Haus

Präsident Trump ruft anders als sein Vorgänger nicht mehr den "LGBT Pride Month" aus. Lediglich Tochter Ivanka fand auf Twitter ein paar warme Worte.


Präsident Donald Trump möchte keinen LGBTI-Monat mehr proklamieren (Bild: IIP Photo Archive / flickr)

Am 1. Juni beginnt in den USA traditionell mit dem "LGBT Pride Month" die CSD-Saison – in diesem Jahr hat das Weiße Haus aber erstmals seit 2008 keine offizielle "Proclamation" herausgeben. Präsident Donald Trump hat bislang auf Presseanfragen nicht geantwortet, warum er die Verkündigung in diesem Jahr ausfallen lässt.

Dabei ist das Weiße Haus nicht generell gegen derartige Feier-Monate eingestellt. So veröffentlichte die US-Regierung diese Woche mehrere Gründe, in diesem Monat zu feiern: Der Juni wurde etwa vom Präsidenten zum nationalen Monat des Wohneigentums und der afro-amerikanischen Musik erklärt. Außerdem ist der Juni der Monat des Ozeans und der Natur, was allerdings nach dem von Trump am Donnerstag angekündigten Austritt der USA aus dem Übereinkommen von Paris, das die internationalen Klimaschutzziele festlegt, eher als Satire-Proklamation betrachtet werden kann.

Bill Clinton proklamierte "Pride Month" erstmals 1999

Als erster Präsident hatte Bill Clinton 1999 den "Pride Month" ausgerufen. Damals erklärte der Präsident: "Die Vielfalt Amerikas ist unsere größte Stärke. Wir sind zwar schon weit gekommen, wenn es um Toleranz, Verständnis und gegenseitigen Respekt geht, aber wir haben noch einen langen Weg vor uns, bis Diskriminierung Geschichte ist." Clinton verkündete im Jahr 2000 erneut den Pride-Monat.

Danach gab es unter George W. Bush, der während seiner Amtszeit das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben in der US-Verfassung verankern wollte, acht Jahre lang keinen Pride-Monat mehr. Erst der neu gewählte Präsident Barack Obama läutete seit 2009 wieder alljährlich die CSD-Saison ein (queer.de berichtete).

Als einziges Mitglied des Trump-Zirkels veröffentlichte Präsidenten-Beraterin und -Tochter Ivanka Trump am Freitagmorgen ein paar Grüße an die LGBTI-Community – in Trump-Tradition geschah dies auf Twitter. Im sozialen Netzwerk schrieb sie: "Ich logge mich wieder ein nach [dem jüdischen Fest] Schawuot, ich wünsche jedem einen schönen #Pride2017. Diesen Monat feiern und ehren wir die LGBTQ-Community." In einem eine Minute später veröffentlichten Tweet fügte sie an: "Ich bin stolz, meine LGBTQ-Freunde und LGBTQ-Amerikaner, die immense Leistungen für unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft erbracht haben, zu unterstützen."

Twitter / IvankaTrump

Twitter / IvankaTrump

Vielen Twitter-Nutzern aus der Community ging diese symbolische Mini-Geste der Trump-Regierung allerdings nicht weit genug, was sie in sozialen Netzwerk deutlich machten.

Unterdessen veröffentlichte die Human Rights Campaign, die größte LGBTI-Organisation der Vereinigten Staaten, ihre eigene Proklamation zum Pride-Monat. Darin wird zum Widerstand gegen Versuche der Trump-Regierung aufgerufen, die Uhr bei LGBTI-Rechten wieder zurückzudrehen.

Twitter / HRC



#1 Joseph GirouxAnonym
  • 02.06.2017, 13:28h
  • Ach ja...

    Was passiert momentan eigentlich LGBT-technisch in Frankreich oder im Libanon? Oder in Portugal oder in Chile? In Dänemark oder in Mailand? Also in den Hotspots dieser Erde?

    Aber falls einem doch noch "Gaynews aus USA" interessieren sollten... Google is jetzt auch schwul:

    www.google.de/search?q=schwul

    Und Facebook und Android und Apple vermutlich auch, solange es die Unternehmen nichts kostet und trendy ist.

    Falls man bei Google ist: Gleich mal Cookies löschen, Verlauf (Browser und Google selber) löschen und ausloggen forever. Oder willst Du, dass Dein Partner irgendwann mal weiss, auf welcher Pornsite Du gestern Nacht um Drei warst?
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#2 Abdullah HakimiAnonym
#3 ursus
  • 02.06.2017, 13:55h
  • es wäre ja wohl auch an zynismus nicht überbietbar gewesen, wenn sich die menschenverachtende trump-camorra noch mit der regenbogenfahne schmücken würde. auf solche heuchelei können wir selbstbewusst scheißen.
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#4 Patroklos
#5 SchachMattAnonym
#6 daVinci6667
  • 02.06.2017, 15:29h
  • Antwort auf #1 von Joseph Giroux
  • "Oder willst Du, dass Dein Partner irgendwann mal weiss, auf welcher Pornsite Du gestern Nacht um Drei warst?"

    Mich stört die Datensammerei von Google&Co enorm. Ich fürchte mich nicht davor dass mein Mann rausfindet wozu ich mir ab und zu mal einen schüttle, das tut ja jeder Mann, sondern dass dies irgendwann irgendwie gegen mich verwendet werden könnte, z.B, auf der Jobsuchende, Wohnungssuche etc.
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#7 Tommy0607Profil
  • 02.06.2017, 17:05hEtzbach
  • Dieser Diktator spinnt ja total . Von Menschlichkeit und Toleranz keine Spur !
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#8 RobinAnonym
  • 02.06.2017, 17:28h
  • Das wundert ja niemandenmehr und das ist nur eine von vielen Nachrichten (und nicht mal die schlimmste) die uns noch aus dem Weißen Haus erreichen werden...
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#9 Du hattest Cam nicht abgedecktAnonym
  • 02.06.2017, 18:11h
  • Antwort auf #1 von Joseph Giroux
  • "Gleich mal Cookies löschen, Verlauf (Browser und Google selber) löschen und ausloggen forever. Oder willst Du, dass Dein Partner irgendwann mal weiss, auf welcher Pornsite Du gestern Nacht um Drei warst?"

    Joseph, du musst jetzt ganz stark sein. Nicht nur werden deine Suchanfragen bei Google werden getrackt, sondern die Cam geht beim Aufrufen einer Pornosite automatisch an. Das Gesicht wird dabei nicht gefilmt, jedoch die fleissige Handarbeit...
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