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"Geschlechtsverwirrung"

Malaysias Regierung startet Jugend-Videowettbewerb gegen Homosexualität

In ihren Clips sollen die Teilnehmer erklären, wie gleichgeschlechtliche Liebe "verhindert" oder "kontrolliert" werden kann – es winken Geldpreise.


Bloß nicht kuscheln: junge Frauen in Malaysia (Bild: Azlan DuPree / flickr)

Nach Indonesien erhöht sich nun auch in Malaysia der Druck auf LGBTI. Am 1. Juni hat die Regierung eine Kampagne zur Warnung vor Homosexualität gestartet. So ruft das Gesundheitsministerium auf seiner Homepage Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 13 und 24 Jahren dazu auf, sich an einem Videowettbewerb zur sexuellen Gesundheit zu beteiligen.

In den Clips sollen die Teilnehmer in der Kategorie "Geschlechtsverwirrung" erklären, wie Homosexualität "verhindert" oder "kontrolliert" werden kann. Die Teilnahme ist noch bis zum 31. August möglich. Den Gewinnern winken Preise von bis zu 4.000 Ringgit (umgerechnet ca. 830 Euro).

LGBTI-Aktivisten kritisierten den Wettbewerb. Die Regierung schüre Hass und diskriminiere die Betroffenen, erklärte etwa die Bürgerrechtlerin Nisha Ayub nach Angaben von Nachrichtenagenturen.

Zwanzig Jahre Haft und Peitschenhiebe für Homosexualität

In Malaysia ist der Islam offiziell Staatsreligion und wird von der Regierung gefördert. Insgesamt sind aber nur 60 Prozent der Bevölkerung Muslime, jeder Fünfte ist Buddhist. Zudem gibt es christliche und hinduistische Bevölkerungsminderheiten. Auch Gesundheitsminister Subramaniam Sathasivam ist Hindu.

Auf gleichgeschlechtlichen Sex stehen offiziell bis zu 20 Jahre Gefängnis und Auspeitschung – egal, ob einvernehmlicher Geschlechtsverkehr oder eine Vergewaltigung vorliegt. Wegen einvernehmlicher Homosexualität kommt es jedoch nur selten zu Verurteilungen. In der relativ liberalen Hauptstadt Kuala Lumpur ist sogar eine lebendige schwule Szene ansässig.

Gesichert sind diese Freiheiten jedoch nicht. Premierminister Najib Razak erklärte bereits vor zwei Jahren, dass Lesben und Schwule keine Menschenrechte verdienten (queer.de berichtete). Und erst im Februar hatte eine Regierungsbehörde offen für die "Heilung" von Homosexualität durch sogenannte Konversionstherapien geworben (queer.de berichtete). (cw)



#1 PeerAnonym
  • 03.06.2017, 13:38h
  • Und es gibt immer noch Leute, die Urlaub in Malaysia machen...

    In diesen Barbarenstaat sollte kein zivilisierter Mensch mehr reisen...
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#2 AbartigAnonym
  • 03.06.2017, 14:12h
  • Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass Homophobie eines Tages geheilt werden kann.
    Homophobe Äußerungen werden mit hohen Geldsummen belohnt - das ist pervers (sorry für das Wort, es muss sein.)
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#3 AchilleusProfil
  • 03.06.2017, 14:13hDuisburg
  • Und es gibt immer noch Leute, die im homophob regierten Deutschland leben...

    In diesem Barbarenstaat sollte kein zivilisierter Mensch leben müssen...
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#4 JadugharProfil
  • 03.06.2017, 15:21hHamburg
  • Antwort auf #2 von Abartig
  • Gäbe es auf Homophobie die Todesstrafe in Form von Steinigungen oder Totpeitschen, dann würde sie sofort verschwinden! Man könnte diese Strafe noch nicht einmal mehr umsetzen! Man kann sich diese Unsitte abgewöhnen, jedoch keine sexuelle Orientierung.
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#5 AchilleusProfil
  • 03.06.2017, 15:31hDuisburg
  • Gute Idee. Führen wir Steinigungen und Totpeitschen in Deutschland doch einfach wieder ein, Da diese Strafen so abschreckend sind, wird sich logischerweise niemand mehr homophob betätigen und wir würden in der besten aller Welten leben..

    ..und mit Homerausgaben über Alleen wandeln, in Lustgrotten Gedichtreziationen lauschen, in Ziergärten Lustspiele verfolgen.
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#6 AbartigAnonym
  • 03.06.2017, 16:18h
  • Antwort auf #5 von Achilleus
  • Träume weiter.
    Und du bist so naiv, dass du glaubst, die gepeinigten Heteros, die in der Mehrzahl sind, würden sich nicht rächen auf irgendeine Art und Weise?
    Von der Justiz ganz zu schweigen!
    Aber du kannst ja als Vorbild(?) voran gehen und uns allen beweisen, wie straflos sich das Auspeitschen von Homophoben iniumsetzen unserem Land umsetzen lässt!

    In Indonesien wurden drei Menschen ausgepeitscht: zwei schwule Männer und eine Frau! Bei dem damaligen Artikel protestiertet ihr zu Recht, aber wenn es um das eigene Land geht, da fühlt ihr euch so überheblich und wollt plötzlich in die Rolle der Täter schlüpfen??
    Eine falsche Doppelmoral hast du, und primitiv noch dazu!

    Ich verabscheue das Auspeitschen weltweit, und Gewalt grundsätzlich. Stattdessen sollten die Bürger in unserem Land endlich verstehen, dass sich nur durch einen Regierungswechsel etwas zu unserem Wohl verbessern wird!

    Solange du so schäbig träumst, auf Kosten der Heterosexuellen, schürst du nur ihre Abneigung gegen uns LSBTTIQ!
    Was glaubst du wie Heteros über uns denken, wenn sie von einem Schwulen so viel Abartiges hören?
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#7 seb1983
#8 AchilleusProfil
  • 03.06.2017, 17:08hDuisburg
  • «Der Held Achilles, den die Meinung krönt
    Als Nerv und rechte Hand des ganzen Heers
    Das Ohr gefüllt mit seinem luft'gen Ruhm,
    Wird frech und launenhaft und ruht im Zelt,
    Verspottend unser Tun. Mit ihm Patroklus,
    Auf einem Lotterbett, treibt freche Possen
    Den lieben langen Tag»

    William Shakespeare: Troilus und Cressida, Erster Aufzug, Zweite Szene.

    Die vorliegende Übersetzung stammt von Wolf Graf Baudissin. Erstdruck in: Shakspeare's dramatische Werke. Übersetzt von August Wilhelm Schlegel. Ergänzt und erläutert von Ludwig Tieck, Bd. 7, Berlin (Georg Andreas Reimer) 1832.
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#9 AbartigAnonym
#10 KackwurstAnonym
  • 03.06.2017, 17:51h
  • Antwort auf #9 von Abartig
  • Daddy, da haste dich aber grade wieder mal so richtig vertan. Passiert eben schonmal im Eifer des Gefechts. Google bleibt dein Freund und Helfer.
    Du darfst aber auch gerne eine Übersetzung von Johann Heinrich Voss nehmen. Wenn es schon auf Teufel komm raus partout ein deutscher Heinrich sein soll, der dir endlich die Lustbarkeiten der griechischen Helden näherbringt.

    Aber schon interessant, wie wir plötzlich von den hübschen Gesichtern der Mädchen Malaysias direkt zurück in die Stammbäume alter deutscher Mannsbilder geraten sind, oder?
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