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Vor World Pride

Auch Madrid erhält Homo-Ampeln

Die spanische Hauptstadt tauscht rund 300 Fußgängerampeln im Stadtgebiet aus. Statt dem traditionellen Ampelmann leuchten fortan eine Frau sowie homo- und heterosexuelle Paare.


Ampeln mit gleichgeschlechtlichen Pärchen werden in Europa immer mehr zur Normalität (Bild: Nico Kaiser / flickr)

In ganz Madrid wird es künftig Homo-Ampeln geben: Wie die Stadtverwaltung am Montag bekannt gab, werden insgesamt 288 entsprechende Motive an Fußgängerampeln an 72 Übergängen in allen 21 Stadtbezirken installiert werden. Anlass sei der World Pride, der dieses Jahr vom 23. Juni bis 2. Juli in der spanischen Hauptstadt veranstaltet wird. Damit solle die "Gleichbehandlung und ein vielfältiges Bild von Geschlecht und sexueller Orientierung" gefördert werden. Neben händchenhaltenden gleich- und verschiedengeschlechtlichen Paaren sind Schablonen vorgesehen, die eine Frau zeigen – analog zum traditionellen Ampelmann.

Einige Ampeln seien bereits jetzt umgerüstet worden, die anderen würden in den kommenden Tagen installiert werden. Die Ampeln seien permanent, würden also auch nach der CSD-Saison das Stadtbild prägen. Die Stadt bezifferte die Kosten für den Austausch auf 21.800 Euro.

In Spanien gibt es derzeit nur Homo-Ampeln in San Fernando de Henares, einer Vorstadt von Madrid. Die Gemeinde mit 40.000 Einwohnern hatte im Februar anlässlich des Valentinstages Fußgängerampeln mit homo- und heterosexuellen Paaren installiert.

Als erste Stadt weltweit hatte Wien 2015 gleichgeschlechtliche Ampelpärchen installiert. Anlass war damals der Eurovision Song Contest, der nach dem Sieg von Conchita Wurst in der österreichischen Hauptstadt stattfand (queer.de berichtete). Das führte zu weltweiter Berichterstattung, was Wien dazu brachte, die eigentlich zeitlich begrenzte Aktion fortzusetzen. Die Idee wurde seitdem von mehreren Städten in Deutschland, Österreich, Großbritannien und den Niederlanden übernommen – sie verbindet ein Zeichen von Akzeptanz mit vergleichsweise kostengünstiger PR. LGBTI-Aktivisten begrüßten, dass damit die Sichtbarkeit von sexuellen Minderheiten erhöht werde. (dk)



#1 David ACAnonym
  • 06.06.2017, 11:47h
  • Ein schönes Zeichen!

    Hier in Deutschland ist sowas ja immer eine Riesen-Welle und sorgt für viel Aufregung. Da wird dann sinniert, wie verkehrsgefährdend das ist und wie ein deutsches Ampelmännchen auszusehen hat. Aber anderswo macht man einfach und es funktioniert auch...
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#2 JustusAnonym
  • 06.06.2017, 12:08h
  • Naja, ein nettes Zeichen, wenn man weiß, wie es gemeint ist.

    Aber wenn man das nicht weiß, können das auch Kinder sein, die eben vor der Ampel warten oder rüber laufen. (Kleine KInder gehen ja oft Hand in Hand.)

    Es stört mich nicht, aber es gäbe anderes, das mir wichtiger wäre. Und es gibt sicher auch eindeutigere Zeichen, wie z.B. Regenbogenflaggen, mit Kreide aufgemalte Regenbögen, etc., die eindeutiger verständlich sind.
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#3 Patroklos
#4 MarcAnonym
  • 06.06.2017, 19:41h
  • Hört ihr das? Dieses hektische Piepen? Das ist der Herzschrittmacher von Trixie von Storch. Sie hat grade von den Ampeln in Madrid erfahren...
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