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Umsetzung des Koalitionsvertrags

Hessen: Schwarz-Grün stellt LGBTI-Aktionsplan vor

Die Landesregierung möchte mit dem "Hessischen Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt" Diskriminierungen abbauen.


Auch Hessen will mit einem Aktionsplan Homo- und Transphobie bekämpfen und bestehende Diskriminierungen abbauen (Bild: dierk schaefer / flickr)

Staatssekretär Jo Dreiseitel, der grüne Bevollmächtigte der Wiesbadener Landesregierung für Integration und Antidiskriminierung, hat am Dienstag den vom Kabinett gebilligten "Hessischen Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt" vorgestellt. Der Plan war gemeinsam mit LGBTI-Organisationen erarbeitet worden und hat das Ziel, das Leben von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten zu verbessern und bestehende Diskriminierungen abzubauen.

Das Papier ist eine ressortübergreifende Selbstverpflichtung, das Einfluss auf die Arbeit von neun Landesministerien haben wird. Es sieht unter anderem Verbesserungen in Schulen und Hochschulen, bei der Gesundheitsvorsorge, bei der Polizei, in der Arbeitswelt und bei der Migrantenpolitik vor. Ziel sei, dass Vielfalt "ohne Angst vor Diskriminierung und Gewalt" gelebt werden könne und ein "ein offenes, diskriminierungsfreies und wertschätzendes Zusammenleben" ermöglicht werde.

Vielfalt soll selbstverständlich werden

"In ganz Hessen werden wir dazu beitragen, dass Vielfalt zur Selbstverständlichkeit wird", erklärte Kai Klose, der grüne Sprecher für Lesben- und Schwulenpolitik, anlässlich der Veröffentlichung des knapp 50-seitigen Papiers. Er umriss einige Schwerpunkte: "Wir (stellen) Informationsmaterial für Multiplikatoren zur Verfügung, werben für Diversity in den Unternehmen, achten in der Altenpflegeausbildung auf entsprechende Fortbildungen, sensibilisieren in Schulen und der freien Jugendarbeit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, indem zum Beispiel Lehrkräfte im Umgang mit Belangen von LSBT*IQ-Menschen beraten werden, und haben mit der Antidiskriminierungsstelle auf Landesebene eine Institution geschaffen, um weiter gegen Diskriminierung und Ausgrenzung in Alltag und Berufswelt zu arbeiten."

Mit dem Aktionsplan setzt die Landesregierung eine Vereinbarung des Koalitionsvertrags von CDU und Grünen aus dem Jahr 2013 um (queer.de berichtete). Für Projektförderungen stehen seit diesem Jahr im Haushalt jährlich 500.000 Euro bereit (queer.de berichtete). Das Geld solle dafür eingesetzt werden, Kommunen und zivilgesellschaftliche Initiativen in ihrer Arbeit zu Akzeptanz und Vielfalt zu unterstützen.

Als erstes Bundesland hatte die rot-rote-Regierung in Berlin 2009 einen Aktionsplan gegen Homophobie beschlossen, seither gibt es in fast allen Bundesländern ähnliche Initiativen. Lediglich die Landesregierung von Bayern hat ausdrücklich erklärt, dass es für eine solche Maßnahme im Freistaat "keine Notwendigkeit" gebe (queer.de berichtete). (dk)



#1 AFD-WatchAnonym
  • 06.06.2017, 18:59h
  • "Als erstes Bundesland hatte die rot-rote-Regierung in Berlin 2009 einen Aktionsplan gegen Homophobie beschlossen, seither gibt es in fast allen Bundesländern ähnliche Initiativen. Lediglich die Landesregierung von Bayern hat ausdrücklich erklärt, dass es für eine solche Maßnahme im Freistaat "keine Notwendigkeit" gebe"
    (Nicht zu vergessen, die AFD, die dies dauernd postuliert.)

    Natüüüüürlich gibt es keine Notwendigkeit, da ja in Bayern alles Paletti und die CSU sooooo super ist, wie die Fans der CSU es zur Gründung der Bayern-LSU die letzten Tage behaupten.
    Vielleicht mögen die CSU-Fans ja mal erläutern, warum das so ist (wäre da nicht auch die Gründung der Bayern-LSU überflüssig?).
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#2 Patroklos
#3 JustusAnonym
  • 07.06.2017, 09:24h
  • Antwort auf #2 von Patroklos
  • Wer lesen kann, sieht dass es im Artikel auch um Bayern geht und dass sich der erste Kommentar auf dieses Zitat bezieht.

    Wer aber nur Überschriften liest, merkt natürlich nicht, dass es eben auch um Bayern geht.
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#4 AFD-WatchAnonym
#5 SanottheProfil
  • 07.06.2017, 10:15hRhüffel-Ostend
  • Die Haltung Bayerns erinnert mich ein wenig an gewisse Aussagen tschetschenischer Politiker.

    Es gibt halt "besonders glückliche" Landstriche auf unserem Planeten, in denen gewisse Menschen bzw. gewisse Problematiken nicht existent zu sein scheinen.

    Totschweigen ist immer noch eine der effektivsten Optionen, Menschen zu unterdrücken.
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#6 easykeyProfil
  • 07.06.2017, 20:54hLudwigsburg
  • Dieser Plan gehört sofort umgesetzt!

    Vorschlag zur ersten Aktion: "Demo für alle" in WIesbaden wird nicht genehmigt!

    DAS wäre mal ein Zeichen!
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#7 Patroklos