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Kinostart

Die Frau, die mit einem Schwanz aufwacht

Die französische Komödie "Mein neues bestes Stück" hinterfragt Geschlechterklischees mit intelligentem Humor – ab Donnerstag im Kino.


Jeanne wacht eines Morgens mit einem Penis auf – und freundet sich allmählich mit ihm an (Bild: Concorde Filmverleih)

Aus, Schluss, vorbei! Nach einem erbitterten Rosenkrieg mit ihrem Ex-Mann und dem Verlust des alleinigen Sorgerechts für ihre zwei kleinen Kinder platzt der sonst so aufopferungsvollen Jeanne endgültig der Kragen. Frustriert und abgekämpft beschließt die überforderte Mittdreißigerin, das andere Geschlecht ab sofort links liegen zu lassen und allen Männern abzuschwören.

Doch als sie am nächsten Morgen gerädert aufwacht, ist nichts mehr wie es war. Auf dem Weg ins Bad merkt Jeanne, dass sie zwischen den Beinen irgendetwas mit sich herumschleppt, das sich an dieser bestimmten Stelle vorher ganz sicher noch nicht befunden hat: einen ausgewachsenen Penis!

Während ihr Gynäkologe von der neuen Situation noch überforderter scheint als sie selbst, schwankt Jeanne zwischen "Abschneiden" in Bangkok und dem Ausprobieren ihres neuen Organs.

Die vermeintliche Macht des Penis


Poster zum Film: Kinostart von "Mein neues bestes Stück" ist am 8. Juni 2017

Zugegeben, bei dieser Storyline haben wir Schlimmstes befürchtet, eine Aneinanderreihung transphober Klischees mit zotigen Gags auf Kosten queerer Menschen. Doch die französische Komödie "Mein neues bestes Stück" überrascht mit durchaus intelligentem Humor und tappt in kein einziges Fettnäpfchen. Und das liegt vor allem an der feministischen Regisseurin und Hauptdarstellerin Audrey Dana.

In ihrem Film setzt sie – natürlich – auf die Komik der absurden Situation. Doch darüberhinaus jongliert sie gekonnt mit Geschlechterklischees und stellt dabei Fragen zur sexuellen und geschlechtlichen Identität, die sich auch viele LGBTI-Menschen stellen: Wie macht Jeanne einer guten Freundin klar, dass sie sich plötzlich zu ihr hingezogen fühlt? Oder wie erklärt sie bloß dem Hetero, der sie begehrt, dass sie einen Schwanz in der Hose hat? Muss sie das Geschlechtsorgan akzeptieren, das sie gar nicht haben will?

Die einmalige Position zwischen den Geschlechtern

"In meinem Film geht es darum, dass die Distanz zwischen weiblich und männlich in Wahrheit sehr klein ist", beschreibt Audrey Dana die Komödie. Ihre Hauptfigur Jeanne gewöhnt sich allmählich an ihre einmalige Position zwischen den Geschlechtern – auch dank der vermeintlichen Macht des Schwanzes. Sie flirtet offen mit Männern und Frauen, gewinnt täglich an Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen hinzu.

"Ich bin überzeugt, dass jeder Mensch Merkmale des anderen Geschlechts in sich trägt, und dass es die starren gesellschaftlichen Regeln sind, die uns aufs reine Frau- oder Mannsein reduzieren", meint die Regisseurin. Wenn die Macht gerechter zwischen den Geschlechtern aufgeteilt wäre, hätte das Patriarchat keine Chance mehr.

"Denn es basiert ja nun wirklich darauf, dass es zwischen Männern und Frauen angeblich diese gewaltige Kluft gibt", so Dana. "Die Ablehnung von Transgender-Menschen hängt für mich unmittelbar damit zusammen, denn sie rütteln natürlich an diesen Fundamenten."

Direktlink | Deutscher Trailer zum Film

Infos zum Film

Mein neues bestes Stück. Originaltitel: Si j´étais un homme. Komödie. Frankreich 2017. Regie: Audrey Dana. Darsteller: Audrey Dana, Christian Clavier, Éric Elmosnino, Alice Belaïdi, Antoine Gouy. Laufzeit: 99 Minuten. Sprache: deutsche Synchronfassung. FSK 12. Verleih: Concorde. Kinostart: 8. Juni 2017


#1 HantewiProfil
  • 07.06.2017, 16:18hSan Francisco, Ca.
  • Hell yeah...hahahahaha...*bursting out in laughter*...:-D:-D:-D

    ...I knew, that I possibly made a mistake *kidding*...I don't care...it was just time to pee in a different way for the sake of variety...*laugh*

    Sorry - not sorry...I'm complete different from all the others...I never get what the f*** "Gender Dysphoria" is or how it feels...they and me have nothing common! *laugh*

    THIS MADE MY DAY!

    cheery!
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#2 jana mariaAnonym
  • 07.06.2017, 19:41h
  • "Zugegeben, bei dieser Storyline haben wir Schlimmstes befürchtet, eine Aneinanderreihung transphober Klischees mit zotigen Gags auf Kosten queerer Menschen. Doch die französische Komödie "Mein neues bestes Stück" überrascht mit durchaus intelligentem Humor und tappt in kein einziges Fettnäpfchen."

    Ernsthaft, Queer.de? Das ist eure Meinung zu dem Film?

    Ich habe mir jetzt mehrere Trailer und Ausschnitte angeschaut und kann nur sagen, dass alleine darin schon mehrfach trans*abwertende, trans*feindliche (Bild)Sprache benutzt wird.
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#3 2qrwfesdvxAnonym
  • 07.06.2017, 22:16h
  • Der Film ist Schrott, weil es nicht möglich ist, dass einer biologischen Frau über nacht ein Schwanz wächst.

    Der Film ist ein Schlag ins Gesicht aller Hermaphroditen und transidenten Menschen.
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#4 GähnAnonym
  • 07.06.2017, 22:50h
  • Super Kommentare hier. Film nicht gesehen, aber Hauptsache schon mal queer.de-Rezensenten bashen und prophylaktisch über Transphobie aufregen. Die Masche wird langsam alt.
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#5 Patroklos
  • 07.06.2017, 22:51h
  • Die Handlung des Films erinnert irgendwie an den mit dem Titel "Switch - die Frau im Manne", in dem Ellen Barkin die Hauptrolle spielt!
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#6 Janana
  • 07.06.2017, 23:06h
  • Antwort auf #3 von 2qrwfesdvx
  • Hallo "2qrwfesdvx",

    "Der Film ist Schrott, weil es nicht möglich ist, dass einer biologischen Frau über nacht ein Schwanz wächst."

    Huch? Dann sind aber gefühlte 80% aller Blockbuster Schrott. Und Tatort und was noch. Und Star Wars und Herr der Ringe... (?)

    Ist doch ein fiktiver Film und keine Dokumentation.

    "Der Film ist ein Schlag ins Gesicht aller Hermaphroditen und transidenten Menschen."

    Ok... das ist jetzt interessant. Darf ich fragen wieso?

    Ich fand die Ausschnitte aus dem Trailer zum Totlachen, ohne jetzt irgendwo ein Problem zu sehen?
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#7 Janana
  • 07.06.2017, 23:09h
  • Antwort auf #4 von Gähn
  • Hallo "Gähn",

    also hier wurden Wetten abgeschlossen, wie die Kommentare zu dem Film aussehen würden. Haben auf den ersten Kommentar gewartet. Meine Mitbewohnerin hat die Wette gewonnen, haushoch.

    Man kann zwar über das Buch mit den Beißreflexen von Patsy L'Amour schimpfen wie man mag, auch gerne zurecht - aber ich denke, dass das hier auch Beißreflexe sind - und ich muss leider zustimmen das Buch hat in diesem Falle recht.
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#8 daVinci6667
  • 07.06.2017, 23:18h
  • Schwänze können nicht über Nacht wachsen. Sonst hätten viele Männer, (auch Heten!) gleich mehrere davon. Das wäre eigentlich auch mal ein Film wert.

    Wenn das Anliegen des Films tatsächlich sein sollte Vorurteile abzubauen freue ich mich darüber. Trotzdem fühle ich mich irgendwie peinlich berührt weil Frau und Schwanz.... Das ist mir auch zu hetero, damit will ich nichts zu tun haben. Werde ich mir nicht anschauen.
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#9 HantewiProfil
  • 07.06.2017, 23:24hSan Francisco, Ca.
  • Antwort auf #3 von 2qrwfesdvx
  • "...Der Film ist ein Schlag ins Gesicht aller Hermaphroditen und transidenten Menschen."

    Das ist eine Verleumdung. Du redest von mir und anderen und was Du sagst, ist gelogen.

    Es wird nur von Menschen als Provokation verstanden, die ein Problem mit sich selber haben. Trans ist kein "Problem". Hermaphroditismus auch nicht.

    Aber es gibt nun mal Menschen, die nicht damit klar kommen, was sie sind und sich selber ablehnen.

    Das mag auf Dich zutreffen - aber schließe von Dir und anderen nicht auf eine ganze Menschengruppe und nehme sie nicht in Haftung für Deine Befindlichkeiten.

    ...unreflektierte Beißreflexe. Sonst nichts.
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#10 LumiereAnonym