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Offizielle Liste der Polizei

Der Regenbogenkiez gehört zu den zehn gefährlichsten Orten Berlins

Das Viertel am Nollendorfplatz wurde von der Polizei als "kriminalitätsbelasteter Ort" eingestuft – Personen dürfen dort ohne Anlass kontrolliert werden.


Regenbogenfahne am U-Bahnhof Nollendorfplatz in Berlin (Bild: Oh-Berlin.com / flickr)

Auf Anordnung des rot-rot-grünen Senats hat die Berliner Polizei ihre bislang geheime Liste der kriminalitätsbelasteten Orte (kbO) veröffentlicht. Zu den zehn besonders gefährlichen Gegenden der Hauptstadt gehören demnach auch "Schöneberg-Nord im Bereich Nollendorfplatz und Teile des so genannten 'Regenbogenkiezes'".

Die Einstufung als kbO setzt nach Angaben der Polizei voraus, "dass dort Straftaten von erheblicher Bedeutung begangen werden". So wurden im Nollendorfkiez laut einem Bericht der "Berliner Morgenpost" im Zeitraum zwischen Mai 2016 und März 2017 insgesamt zwölf Fälle schwerer homophober Hasskriminalität angezeigt – im vergleichbaren Zeitraum ein Jahr zuvor war es nur ein Fall. Außerdem kam es zu 2.276 Diebstählen, 167 Sachbeschädigungen, 113 Beleidigungen, 70 Raubtaten und 38 Bedrohungen.

Für viele Diebstahlsdelikte waren sogenannte Antänzer verantwortlich – erst am vergangenen Wochenende wurden etwa zwei Jugendliche im Viertel geschnappt (queer.de berichtete).

Auch Kleiner Tiergarten und Kottbusser Tor auf der Liste

Auf der Liste der zehn kriminalitätsbelasteten Orte stehen mit dem Kleinen Tiergarten (Cruising) und dem Kottbusser Tor (Szenebars "Möbel Olfe" und "Südblock") zwei weitere Gegenden, die für die queere Community in Berlin eine Rolle spielen. Während der Kleine Tiergarten vor allem als Drogen-Umschlagplatz bekannt ist, wurden am "Kotti" mehr Rohheits- und Diebstahlsdelikte festgestellt.

Als ebenfalls gefährlich gelten der Alexanderplatz in Mitte sowie der Hermannplatz in Neukölln, wo in den vergangenen Monaten auch homophobe Straftaten angezeigt wurden (queer.de berichtete).

Die Einstufung bestimmter Gegenden als kbO soll der Prävention dienen. Nach dem Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetz dürfen Polizisten dort Personen durchsuchen und ihre Identität feststellen, ohne dass es einen konkreten Anlass gibt.

Die Liste der kriminalitätsbelasteten Orte wird nach Angaben der Polizei regelmäßig überprüft. Sobald die Zahl der erfassten Straftaten zurückgehe und sich die Sicherheitslage in diesem Bereich nachhaltig verbessere, werde der kbO-Status wieder aufgehoben. (cw)



#1 RobinAnonym
  • 09.06.2017, 09:17h
  • Ist das kein Armutszeugnis für Deutschland?

    Und statt nach jahrzehntelanger Untätigkeit endlich aktiv zu werden, gibt es von der Politik nur ein "Weiter so".
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#2 ooooAnonym
#3 JustusAnonym
  • 09.06.2017, 10:55h
  • Antwort auf #1 von Robin
  • Ja, es muss sich endlich einiges grundlegend ändern.

    1. Wir brauchen endlich mehr Aufklärung an Schulen, damit sich Hass gar nicht erst entwickeln kann.

    2. Wir brauchen endlich volle rechtliche Gleichstellung. In allen Staaten, wo die Ehe geöffnet wurde, hat dies auch die gesellschaftliche Akzeptanz massiv erhöht.

    3. Wir brauchen endlich einen besseren Diskriminierungsschutz. Solange es dort noch Ausnahmen gibt (z.B. für Religionen) werden sie auch genutzt. Und wenn in einem Bereich Ausnahmen gelten, wollen andere das auch für sich. Es entsteht ein gesellschaftliches Klima, dass Diskriminierung eben doch okay ist.

    4. Es muss endlich ein Verbot dieser "Homo-Heilungs"-Therapien geben. Diese Gehirnwäsche hinterlässt schwerste psychische Schäden bis hin zum Suizid und es signalisiert, dass Homosexualität ein Makel sei, den man beseitigen müsse. Auch dies hat natürlich, neben dem individuellen Schicksal des Betroffenen, auch direkte und indirekte Auswirkungen auf die gesellschaftliche Stimmung.

    Natürlich kann man noch einiges mehr tun, aber das wären die ersten notwendigen Schritte, ohne die alle anderen Schritte sinnlos sind. Das wäre die Grundlage, auf der man dann mit weiteren Maßnahmen aufbauen könnte.
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#4 Paulus46Anonym
  • 09.06.2017, 11:40h
  • Antwort auf #3 von Justus
  • @Justus
    Ja, es muss sich endlich einiges grundlegend ändern.

    1. Wir brauchen endlich mehr Aufklärung an Schulen, damit sich Hass gar nicht erst entwickeln kann.

    --> Ja das ist generell richtig.

    2. Wir brauchen endlich volle rechtliche Gleichstellung. In allen Staaten, wo die Ehe geöffnet wurde, hat dies auch die gesellschaftliche Akzeptanz massiv erhöht.

    --> Ja das ist auch richtig.

    3. Wir brauchen endlich einen besseren Diskriminierungsschutz. Solange es dort noch Ausnahmen gibt (z.B. für Religionen) werden sie auch genutzt. Und wenn in einem Bereich Ausnahmen gelten, wollen andere das auch für sich. Es entsteht ein gesellschaftliches Klima, dass Diskriminierung eben doch okay ist.

    --> Ja das ist richtig, aber hat kaum mit dem Thema "Straftaten in Großstädten" zu schaffen.

    4. Es muss endlich ein Verbot dieser "Homo-Heilungs"-Therapien geben. Diese Gehirnwäsche hinterlässt schwerste psychische Schäden bis hin zum Suizid und es signalisiert, dass Homosexualität ein Makel sei, den man beseitigen müsse. Auch dies hat natürlich, neben dem individuellen Schicksal des Betroffenen, auch direkte und indirekte Auswirkungen auf die gesellschaftliche Stimmung.

    --> Ja das ist auch richtig, hat aber auch kaum mit dem Thema "Straftaten in Großstädten zu schaffen".

    All Ihre Forderungen, Justust, sind nicht falsch und finde ich richtig, haben aber weniger stark mit dem Thema zu schaffen, wenn am KottbusserTor, usw. Straftaten geschehen.

    ------------------

    Viel wichtiger ist beim Thema "Kriminalitätsbekämpfung":

    1. Mehr Polizisten vor Ort auf Streife:

    Es müssen mehr Polizisten eingestellt werden und die müssen auch besser bezahlt werden.

    2. Stop der unkontrollierten Zuwanderung:

    Es muss an den Aussengrenzen der EU SOFORT geklärt werden, wer die ankommenden Menschen aus Zentralasien/Nordafrika/Naher Osten sind, die Identitätsfestellung muss dort erfolgen und erst dann dürfen die Menschen nach Identitätsfestellung quer über das Land verteilt werden. Wolfgang Bosbach forderte zuRecht aktuell, dass die Passvernichtung und Verschleierung der Identität so nicht weitergehen kann und das an den Aussengrenzen nur Menschen nach Europa hinein dürfen, deren Identität vorab geklärt wird.

    3. Keine Verteilung von Menschen über das Land, die kein Bleiberecht haben

    Solange kein dauerhaftes Bleiberecht von Menschen besteht, sollten diese auch nicht quer über das Land verteilt werden; bei den Abschiebungen kommt es dann immer zu Aggressionen in der Bevölkerung. Dies ließe sich vermeiden, wenn diejenigen Menschen ohne Bleiberecht zentral in einigen wenigen Unterkünften verbleiben. Denn es ist leider so, dass überproportional Strafaten von Menschen begangen werden, die kein Bleiberecht haben. Sie wissen, dass Ihnen eine Abschiebung droht, und daher ist es Ihnen auch relativ egal, was Sie hier für einen Mist in Deutschland noch bis zur Ihrer Abschiebung anstellen. Teilweise wird gerade in dieser Gruppe auf Deutschland "geschissen", um es einmal drastisch auszudrücken. So fallen vermehrt Nordafrikaner auf, wenn es um das Thema Ausländerkriminalität geht, denn diese haben oftmals kein Bleiberecht und sind nur vorläufig geduldet.

    4. Mehr Videoüberwachung
    An allen S-Bahnhöfen, U-Bahnhöfen und Bahnhöfen bedarf es einer konsequenten Videoüberwachung und auch an Orten mit erhöhter Straftatbegehung wie dem Nollendorfplatz oder dem Kottbusserplatz. Das finde ich sinnvoll, damit später vor den Gerichten die Beweisführung für die begangenen Straftaten besser belegt werden kann und damit Straftäter überführt werden können.

    5. Offener gesellschaftlicher Diskussionsumgang mit Straftaten durch Ausländer
    Gerade links-grüne Medienvertreter und Aktivisten können es nicht ertragen, wenn man auf das Thema "Ausländerkriminalität" zu sprechen kommt; sie arbeiten dann sofort mit der Diffamierung derjenigen Personen, die dies Thema aufgreifen und versuchen diese in die rechtsradikale Ecke zu schieben. Der hessische Justizminister erwähnte erst vor kurzem, dass in den hessischen Gefängnissen kaum noch Deutsch gesprochen werde: dafür erhielt er massive Beschimpfungen und dabei sprach er nur eine Tatsache aus, dass die deutschen Gefängnisse massiv von Menschen angefüllt sind, die aus dem Ausland stammen. Nur wer die Ursachen von Kriminalität nennt und auch die Fakten nennt, kann Kriminalität bekämpfen. Wer diese Fakten und Ursachen bewusst wegen Ideologie verschweigt (offene Grenzen, Refugee welcome), der verhindert die Bekämpfung von Kriminalität, und arbeitet dann letztlich dann den Rechten zu, weil diese durch die Zunahme von Kriminalität durch Stimmenzuwächse profitieren.

    Fazit: Weil gerade bei den von mir genannten Punkten, die Grünen/die Linkspartei und auch die SPD versagen (siehe NRW und dortiges Verbot der verdachtsunabhängigen Schleierfahndung), verlieren die Parteien links der Mitte derzeit bei den Landtagswahlen und werden auch im September verlieren. Grüne, Linkspartei und SPD werden von der Allgemeinbevölkerung mitunter als ein Sicherheitsrisiko für ihre eigene Sicherheit im Alltag angesehen und das gilt insbesondere am Abend/in der Nacht in den Großstädten und daher werden dann CDU und leider auch die AfD gewählt.
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#5 Thomas FruehAnonym
  • 09.06.2017, 12:38h
  • Schade, dass sich schwule Läden selten in der Villengegend niederlassen, in der Zahnarztkinder Parties feiern.

    Wieso eigentlich? Wo gehen denn die lesbischen und schwulen Zahnarztkinder hin?

    Auch zu einem Billigladen mit gehobenen Preisen neben einem Stricherlokal am Bahnhof? Irgendwie ja wohl nicht...
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#6 seb1983
  • 09.06.2017, 12:39h
  • Antwort auf #3 von Justus
  • Der weitaus größte Teil der Verbrechen dort hat allerdings keinen schwulenspezifischen Hintergrund.
    Berlin hat noch mehr als andere Städte Probleme ignoriert, Parallelgesellschaften geduldet, Polizei abgebaut, Präventionsarbeit gestrichen usw...
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#7 Homonklin44Profil
  • 09.06.2017, 12:59hTauroa Point
  • Na ja mit der Auszeichnung als kbO wird es hoffentlich nicht getan sein. Mehr Polizeipräsenz nützt auch nur bedingt, soweit ihre Möglichkeiten reichen. Der Frustrationslevel aufgrund mangelnder Ahndung ist in unserer Zeit hoch. Wenn festgestellte Personalien irgendwo eingetragen werden, fährt sofort die Menschenrechtsliga dagegen an. Was Ideen über ein bestimmtes Profilerstellen angeht, auch zu Recht. Abgesehen davon, dass LGBTIQ-Infos eine heikle Sache darstellen, nicht jeder will Details über seine Identität irgendwo verbucht haben.

    Ansonsten könnte man über mehr Kontrollen dankbar sein. Bei uns in Kiel ist alles kleiner, aber über die gelegentlichen Nachtstreifen im Park freue ich mich. Die kommen zwar eher wegen hängengebliebenen Grill-Gästen, aber es hat einen positiven Nebeneffekt. Das "Gesockse" scheint in Relation doch abgenommen zu haben.

    Einige der genannten Berliner Zahlen sind doch erheblich heftig. :o(

    Video-Überwachung mit vernünftiger Technik könnte helfen. Wenigstens bei der Aufklärung.
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#8 Burrell de BrisayAnonym
#9 Julia PfefferAnonym
  • 09.06.2017, 14:59h
  • Antwort auf #5 von Thomas Frueh
  • Tja, was denkst Du denn? Die Kinder wollen da natürlich auch mal hin, und dann muss ich die mit dem BMW dort hin fahren. Zu irgendeiner Stricherkneipe.

    Als ich 2016 Die Linke / Kommunistische Plattform fürs Abgeordnetenhaus gewählt habe war mir das nicht klar, dass das mit der Kriminalität dann solche Auswüchse annimmt.

    Für uns ist das aber nicht so schlimm, wir organisieren dann eine "schwule Party" mit Luftballons und Limonade bei uns in der Villa oder beim Pool im Garten. Dann kann er ein paar seiner "schwulen Freunde" einladen.

    Eigentlich ganz in Ordnung, sein Vater und seine Geschwister freuen sich auch wenn er wieder mehr Zeit daheim verbringt.
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#10 andreAnonym