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Kontroverse in North Carolina

CSD-Veranstalter untersagen "Gays for Trump"-Paradewagen

Der CSD in Charlotte hat den Zorn von Trump-Anhängern auf sich gezogen, weil die Veranstalter eine Fan-Gruppe für den Präsidenten die Teilnahme mit einen Paradewagen verboten haben.


Die "Gays for Trump" sehen sich als Opfer böser LGBTI-Aktivisten

Konservative US-Republikaner laufen in sozialen Netzwerken und in rechten Portalen wie "Breitbart News" Sturm gegen eine Entscheidung der CSD-Veranstalter in Charlotte, der größten Stadt des Südstaates North Carolina, dass ein Wagen der Gruppe "Gays for Trump" an der Pride-Parade nicht teilnehmen darf. Ein entsprechender Antrag wurde daher abgelehnt, wie die Gruppe diese Woche mitteilte. Der CSD findet Ende August statt.


Der Lokalsender FOX46 veröffentlichte die Absage-Mail der CSD-Veranstalter

Der CSD-Vorstand begründete diesen Schritt damit, dass nur Wagen von Gruppen erlaubt seien, die sich für die Gleichbehandlung von LGBTI einsetzten: "Charlotte Pride behält sich das Recht vor, die Teilnahme an unseren Veranstaltungen abzulehnen, wenn Gruppen oder Organisationen nicht die Zielsetzung, Vision und die Werte unserer Organisation teilen", so der Vorstand in einer Pressemitteilung vom Mittwoch.

Trump-Fans: CSD-Veranstalter sind "intolerant"

Trump-Fans sehen sich daher als Opfer von "intoleranten" Homosexuellen. So erklärte etwa Todd Starnes, ein Kommentator im Trump-treuen "Fox News Channel": "Diejenigen, die Toleranz und Gleichbehandlung predigen, sind normalerweise am wenigen tolerant." Das Verbot bezeichnete er als "engstirnigen politischen Fanatismus": "Charlotte Pride sollte Vielfalt zelebrieren. Stattdessen scheinen die Veranstalter schwule Republikaner zurück in die Unsichtbarkeit zu drängen."

Auch die "Gays for Trump" zelebrieren ihre Opferrolle: "Wir wollten den Amerikanern zeigen, dass wir unser Land und unseren Präsidenten lieben", so Gruppensprecher Brian Talbert gegenüber FOX46. "Wenn sie [die CSD-Veranstalter] sagen, dass sie sich für Toleranz und Akzeptanz für alle einsetzen, dann aber auf meinem Recht als Amerikaner herumtrampeln, einen Anführer meiner Wahl zu unterstützen, dann ist das heuchlerisch."

LGBTI-Aktivisten haben Trump wiederholt vorgeworfen, LGBTI-Rechte schwächen zu wollen (queer.de berichtete). Zuletzt wurde vergangene Woche kritisiert, dass Trump erstmals seit 2008 keinen "LGBT Pride Month" ausgerufen hat (queer.de berichtete).

Trump trat am Donnerstag erneut vor Homo-Hassern auf

Kritik erntet Trump auch wegen seiner Nähe zu LGBTI-feindlichen christlichen Fundamentalisten: Erst am Donnerstag trat Trump etwa bei einer Veranstaltung der konservativ-christlichen "Faith & Freedom Coalition" in Washington auf. Die Organisation spricht sich seit Jahren gegen die Gleichbehandlung von LGBTI aus.

Auf der Veranstaltung ging Trump nicht direkt auf LGBTI-Rechte ein, erklärte aber unter anderem: "Wir werden die Diskriminierung gegen Gläubige beenden. Unsere Regierung wir wieder den Schutz der Religionsfreiheit durchsetzen." Unter Religionsfreiheit verstehen konservative Christen in den USA unter anderem das Recht, aus religiösen Gründen Schwule und Lesben diskriminieren zu dürfen. Am Samstag soll bei der Veranstaltung auch Vizepräsident Mike Pence auftreten.


Trump hat am Donnerstag zum wiederholten Mal bei einer Veranstaltung von Homo-Hassern teilgenommen.

Auch in Deutschland gab es in der Vergangenheit Streit über den Teilnahme-Wunsch von Organisationen, die als LGBTI-feindlich angesehen werden: 2013 wollte etwa die rechtsextreme Wählervereinigung "Pro Köln" beim Cologne Pride mitmarschieren. Nur durch einen Trick konnten die Veranstalter damals die Teilnahme verhindern (queer.de berichtete). (dk)



#1 JadugharProfil
  • 09.06.2017, 12:31hHamburg
  • Ein ähnliches Szenario kann ich auch in Zusammenhängen mit homophoben religiösen Gruppen vorstellen, die beim CSD auftreten wollen und für die Kirchenoberhäupter zu demonstrieren, damit sie einen Segen bekommen. Im Wortlaut:: "Schwule für den Papst Benedikt etc.". Damit setzt man nur sich Läuse in den Schafspelz. Es besteht keine Pflicht, Leute, die dem CSD kontrapoduktiv entgegenwirken, auf dem CSD auch noch einzuladen um ihnen die Füße zu küssen.
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#2 Markusbln11Anonym
  • 09.06.2017, 13:27h
  • Der wunsch von rechtsaussen zur teinahme an csd zeugt von einem. Der gesellschaftlichen relevanz, die csd heute haben, und ihrer meinungsbildenden funktion. Die teilnahme erhöht die sypathiewerte.

    Zwei trittbrettfahrende gruppen wollen davon profitieren.

    A) wink-und grinsgranden, die sonst nichts für lgbt tun, aber am csd in eine kamera lächeln wollen. Eindach gesehen werden.

    B) rechtslastige gruppen, die andernorts dezidiert gegen lgbt agieren. Heute auf dem csd, morgen für schwulenheilung.

    Die gruppe (A) heisse ich willkommen. Dir gruppe (B) sollte verstehen, dass das proud to be gay eines csd nicht zur schwulenheilung und lehrverboten an schulen passt. Bleibt bei eurer kelle.
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#3 OutAndProud
  • 09.06.2017, 14:46h
  • Was Bürgerrechte angeht kann man nur sagen: von den USA lernen heißt siegen lernen.
    Die Gay Bewegung hat seit Stonewall und Milk (zu einer Zeit in der wir hier noch ängstlich im Schrank gesessen haben) gegen viel größere gesellschaftlichen Widerstände die "Ehe für alle" erkämpft.

    Weil die Bewegung dort radikaler und kompromissloser war und ist.

    Bei uns denken einige wir könnten mehr erreichen wenn wir Prälatinen zu Schirmherrinen machen.

    Bei uns leiden offenbar viele Gays unter dem Stockholm Syndrom, eine andere Erklärung habe ich langsam nicht mehr.
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#4 Flieder07Anonym
  • 09.06.2017, 17:09h
  • Flächendeckend sollten alle Veranstalter die in Deutschland einen CSD ausrichten allen Parteien vom CSD ausschließen insbesondere CDU, CSU, SPD, Linke, AFD und die Grünen. Im übrigen hat auch ein Pascha in Köln absolut nichts auf einen CSD zu suchen.
    Plakativ sollte dieses auch am jeweiligen CSD Tag begründet werden und zwar so groß das es auch die hintersten reihen lesen können. LGBTI sollte alle Parteien damit richtig abstrafen und dieses öffentlich kunttun. Udo
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#5 Paulus46Anonym
  • 09.06.2017, 17:31h
  • Auch wenn ich von Trump sehr wenig halte, aber ein Verbot von Fans von Trump geht natürlich bei CSDs nicht; solange Trump die Ehe für alle nicht attackiert, und das macht er nicht, habe ich nichts gegen Trumpfans auf CSDs einzuwenden, auch wenn ich Ihre Meinung nicht teile.
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#6 OutAndProud
  • 09.06.2017, 17:33h
  • Antwort auf #4 von Flieder07
  • Das ist doch Schwachsinn. Wir brauchen die Parteien zur Umsetzung unserer Rechte, oder wie willst du das sonst hin bekommen ?

    Es fällt mir schwer zu deinem Kommentar noch eine Inhaltliche Frage zu stellen, but TGIF........

    Sag mir bitte, das du die FDP zu recht einfach nur vergessen hast ?
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#7 OutAndProud
#8 OutAndProud
#9 Flieder07Anonym
  • 09.06.2017, 18:04h
  • Antwort auf #6 von OutAndProud
  • Jeder hat hier das Recht sich zu äußern.
    Aber es wird auch langsam mal Zeit das alle LGBTI und Freunde Flagge zeigen und endlich aufhören ständig Bitsteller zu spielen. Der CSD ist doch nur noch eine Partyveranstaltung unter den Decknamen Demonstration. Dieser eine Tag wäre aber mal eine schöne Möglichkeit zu zeigen , das wir nicht nur Weichspüler sind sondern Schwule Männer und Lesbische Frauen, Bi und Trans wir die gleichen Rechte haben wollen, nicht diskriminiert werden, nicht geschlagen und nicht gefoltert werden wollen nur weil wir Homosexuell sind. Und ja die FDP habe ich vergessen.
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#10 OutAndProud
  • 09.06.2017, 18:24h
  • Antwort auf #9 von Flieder07
  • "Jeder hat hier das Recht sich zu äußern."
    An welcher Stelle habe ich dir das Recht abgesprochen? Widerspruch bitte nicht mit "Maulkorb" verwechseln.

    Zum zweiten Teil deines Kommentars: Ich vermute mal das wir da ähnlich "ticken", siehe #3, oder?
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