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  • 02. Juni 2005, noch kein Kommentar

Wie fing es eigentlich mit Carrie, Samantha & Co. an? Die schlagfertige Antwort liefert "Talk In The City", ein neues Hörspiel auf CD.

Von Jan Gebauer

"Star Wars" und Regisseur George Lucas machten es vor: Erzähle die Geschichte vor der Geschichte und sahne so richtig ab. Warum also nicht die Erfolgsserie "Sex & The City" zur Brust nehmen, um deren Background vor dem Start 1998 zu ergründen. Wie haben sich Carrie, Samantha, Charlotte und Miranda eigentlich kennen gelernt? Wie ist Carrie überhaupt nach Manhattan gekommen? War Samantha schon immer reich und verdorben? Fragen über Fragen, die mit "Talk In The City – Wie alles begann, Volume 1", einem Hörspiel mit den deutschen Originalstimmen unserer vier Lieblinge, gelöst werden. Insgesamt drei Folgen sollen nach und nach erscheinen – noch dieses Jahr folgen Teil zwei und drei.

Dabei hat auch das Hörspiel an sich eine Vorgeschichte: Millionen von Radiohörern freuen sich jede Woche auf eine einzigartige Serie: Die deutschen Synchronstimmen plaudern lasziv, frivol und frech unter der dem Titel "Talk In The City" über das aktuelle Wochengeschehen (unter anderem auf Antenne Bayern, RTL Radio und radio ffn). Dabei gilt der beißende Spott gestrauchelten Hollywood-Helden ebenso wie den Eskapaden zickiger Laufsteg-Grazien. Irina von Bentheim (Carrie), Katarina Tomaschewsky (Samantha), Marina Krogull (Miranda) und Gundi Eberhard (Charlotte) als Sprecherinnen der TV-Serienstars versetzen die Hörerschaft durch ihren Sprachwitz jede Woche aufs Neue direkt in ein Café inmitten des Big Apple. Warum also nicht diesen Radio-Ausflug und die Beliebtheit der Stimmen nutzen, um die Vorgeschichte zu erzählen.

"Wie alles begann, Volume 1" beschreibt in knapp 50 Minuten Laufzeit das erste Kapitel des Kennenlernens der Protagonistinnen. Selbstverständlich ist jenes, wie alles in der Serie, nicht frei von peinlichen Pleiten und ernüchternden Eroberungen – Superstars wie Robert Redford und deren deutschen Stimmen eingeschlossen. Leider sind die Passagen in denen Carrie aus dem Off plappert reichlich lang geworden, so dass die Geschwätzigkeit Überhand nimmt. Außerdem wollen die "neuen" Stimmen von Charakteren wie "Gerald" und "Robert" nicht so recht zünden und wirken eher gestelzt als natürlich. Als Trostpflaster zum Serienende mag die CD ganz possierlich sein, auch die Stimmen unserer Mädchen sind nach wie vor toll, aber große Begeisterungsstürme löst "Talk In The City" gewiss nicht aus.

3. Juni 2005