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Polizeibericht Berlin

Weil er Frauenkleider trug: 20-Jähriger homophob beleidigt und bespuckt

Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zu Samstag am U-Bahnhof Mehringdamm in Berlin-Kreuzberg – der mutmaßliche Täter hatte Drogen bei sich.


U-Bahnhof Mehringdamm in Berlin: Am Wochenende fahren die Züge auch in der Nacht (Bild: Ingolf / flickr)

Die Berliner Polizei meldete am Samstag erneut eine Straftat mit einem schwulen- oder transfeindlichen Hintergrund. Demnach wurden Beamte in der vergangenen Nacht zum U-Bahnhof Mehringdamm im Stadtteil Kreuzberg gerufen.

"Dort gab der 20-jährige Geschädigte an, aus einer Gruppe heraus von einem 18-Jährigen aufgrund seiner Frauenkleider beleidigt und bespuckt worden zu sein", heißt es wörtlich im Polizeibericht, der das Opfer als männlich identifiziert. Der mutmaßliche Täter wurde von den Polizisten gefasst: "Bei der anschließenden Personalienfeststellung des Tatverdächtigen ließ dieser ein Tütchen mit Drogen fallen, die von den Beamten gesichert wurden."

Nähere Angaben zum 18-Jährigen oder zu den gefallenen Beleidigungen machte die Polizei nicht. Berlin gehört zu den wenigen Städten, die mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in ihren Berichten erwähnen und die Fälle publik machen, auch wenn es "nur" um Beleidigungen geht. (cw)



#1 Patroklos
#2 Sven100Anonym
  • 10.06.2017, 12:47h
  • Antwort auf #1 von Patroklos
  • "Es habe seinen Grund, so Jendro, warum organisierte Banden beispielsweise München meiden und zum Klauen und Dealen lieber in die Hauptstadt kämen."

    In Berlin unternimmt kaum jemand etwas, es sei denn, es handelt sich um ein Kapitalverbrechen.

    Und unter Rot-Rot-Grün wird es sicher nicht besser werden.
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#3 gaysenior
  • 10.06.2017, 13:14h
  • "Berlin gehört zu den wenigen Städten, die mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in ihren Berichten erwähnen und die Fälle publik machen, auch wenn es "nur" um Beleidigungen geht."

    Dass kaum ein Tag vergeht, in dem über homophobe Straftaten aus Berlin berichtet, lässt eine Ahnung davon aufkommen, wie viele solcher Delikte täglich bundesweit passieren und von der Politik ganz bewusst ausgeblendet werden, indem sie in den Richtlinien und gesetzlichen Bestimmungen für die Polizei vorgibt, dass solche Straftaten nicht mit Bezug auf Homophobie registriert werden dürfen. Die Reaktion auf die Silvesternacht in Köln war da bundesweit anders. Aber Frauen sind ja auch wertvolle Menschen, schwule Männer nur Dreck.
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#4 RobinAnonym
  • 10.06.2017, 13:45h
  • Der konservative Rollback beschleunigt sich immer mehr...

    Und die Politik sieht weiter tatenlos zu und stellt irgendwelche partei-taktischen Spielchen über das Wohl der Bürger...

    Wie lange wollen wir uns das noch bieten lassen?!
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#5 quatschAnonym
  • 10.06.2017, 13:53h
  • Antwort auf #1 von Patroklos
  • Berlin Hauptstadt des Verbechens... vielleicht ist in Berlin die Anzeigebereitschaft höher als woanders. Woanders wurde ja auch schon ne Leiche im Anhänger vertuscht.

    Die Bundesregierung tut eigentlich ständig was. Gesetze verschärfen. Ist halt das falsche Mittel. Prävention und Aufklärung bereits in Kindergarten und Schule wäre sinnvoller
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#6 JustusAnonym
  • 10.06.2017, 14:31h
  • Antwort auf #5 von quatsch
  • "Prävention und Aufklärung bereits in Kindergarten und Schule wäre sinnvoller"

    Genau das wäre am sinnvollsten.

    Und auch die Eheöffnung würde (wie die Erfahrung aus anderen Staaten zeigt) die gesellschaftliche Akzeptanz deutlich erhöhen.

    Aber sowohl rechtliche Gleichstellung als auch mehr Aufklärung an Schulen werden ja konsequent blockiert.
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#7 ursus
#8 niccinicciAnonym
  • 10.06.2017, 14:57h
  • abgesehen davon, das hier ein 18jähriger wahrscheinlich noch im angedröhnten zustand mist gemacht hat, was wohl jeder von uns in jungen jahren getan hat, ist tatsächlich berlin mit rot2grün ein anziehungspunkt für jede art von kriminalität. münchen wird gemieden, weil die straftäter genau wissen, das sie dort wesentlich härter verfolgt werden. und da wundern sich die grünen, spd und linken sowieso, das innere sicherheit ihnen niemand zutraut. aber hauptsache es gibt mehr radwege und ganz berlin wird 30-zone. berliner politik ist ein desaster und bestenfalls abschreckendes beispiel, was auf bundesebene nie passieren darf!!!
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#9 seb1983
  • 10.06.2017, 15:17h
  • Antwort auf #4 von Robin
  • soso, beschleunigter "roll back"
    Und das machst du woran fest?

    Wie war das noch mal mit homophoben Straftaten in Berlin 2000 1990, 1980? Hoppla, das wird ja erst seit ein paar Jahren erfasst... Oh man, wohl bei der AfD Statistiken lesen gelernt??
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#10 Pascal GoskerAnonym
  • 10.06.2017, 15:51h
  • Antwort auf #9 von seb1983
  • Das macht man z.B. daran fest, dass Menschen keine Skrupel mehr haben unter ihrem Klarnamen und Foto bei Facebook zu schreiben, dass "Schwule ja früher vergast wurden und Deutschland einen neuen Hitler braucht, der nochmal aufräumt".

    Und daran, dass die schwarz-rote Bundesregierung selbst bei Gewalt "keinen Handlungsbedarf" sieht, etwas zu ändern oder auch nur mal die homophob und transphob motivierten Straftaten deutschlandweit zu erfassen (in Berlin ist das nur Maneo und der Berliner Polizei zu verdanken).

    Und daran, dass ich noch vor 10-15 Jahren in meiner Stadt immer wieder Männerpaare Hand in Hand gesehen habe und jetzt gar nicht mehr. Selbst in Köln immer seltener...

    Etc. etc. etc.
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