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Staatsschutz ermittelt

Brandanschlag nach Aufführung von LGBTI-Filmen

Das Anklamer Jugendzentrum Demokratiebahnhof wurde in der Nacht zu Samstag u.a. mit Molotowcocktails attackiert – am Abend war dort das QueerFilmFest Rostock zu Gast.


Zum Glück wurde bei dem Anschlag mit Farbbeuteln und Brandsätzen niemand verletzt – in dem Gebäude hatten Jugendliche übernachtet (Bild: Demokratiebahnhof)

In der Hansestadt Anklam in Mecklenburg-Vorpommern haben Unbekannte in der Nacht zu Samstag einen Brandanschlag auf das Jugendzentrum Demokratiebahnhof verübt. Kurz vor drei Uhr nachts warfen die Angreifer zwei Brandsätze in die Eingangshalle, in der leicht entflammbare Papphocker standen. Außerdem wurde die denkmalgeschützte Fassade mit sieben Beuteln weißer Farbe beworfen.

Bei dem Anschlag wurde niemand verletzt. "Ein Ausbreiten der Flammen konnte mit Glück, einem beherzten Einsatz und schnellem Reagieren verhindert werden", teilte das 2014 gegründete Jugendzentrum mit. Zu dem Zeitpunkt hatten mehrere Jugendliche im Gebäude übernachtet. Sie waren durch die Geräusche und Stimmen der Angreifer wach geworden.

Das QueerFilmFest Rostock zeigte Kurzfilme

Am Freitagabend um 20 Uhr fand im Demokratiebahnhof eine Veranstaltung im Rahmen der Aktionswochen gegen Homophobie, Inter*phobie und Trans*phobie statt. Das QueerFilmFest Rostock zeigte eine Auswahl von LGBTI-Kurzfilmen und -Musikvideos. Am Gebäude wurde auch eine Regenbogenfahne aufgehangen.

Ob sich der Anschlag gezielt gegen Lesben und Schwule richtete, ist unklar. Ein Bekennerschreiben gibt es bislang nicht. Der Staatsschutz ermittele in alle Richtungen, teilte die Anklamer Polizei am Samstag mit.

Der Demokratiebahnhof selbst bezeichnete den Brandanschlag in einer Stellungnahme auf der Homepage als "traurigen Höhepunkt organisierter rechter Gewalt gegen demokratisches Engagement in der Hansestadt Anklam". (cw)



#1 AnnoymAnonym
  • 10.06.2017, 20:01h
  • Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

    wir bitten Sie endlich klare Zeichen für Toleranz, Achtung und Respekt gegenüber den LGBTI Bereichen, zu setzen.

    Unterstützen, nach diesem Vorfall in Ihrem Wahlbezirk - die aktuell im Deutschen Bundestag befindlichen Gesetzentwürfe, und setzen Sie ein klares Zeichen als Bundeskanzlerin für Gleichbehandlung.
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#2 SebiAnonym
  • 10.06.2017, 20:32h
  • Jetzt gibt es schon Brandanschläge, nur wenn man Filme zeigt...

    Glauben die üblichen Verharmloser (auch hier im Forum) immer noch, es würde nicht schlimmer?
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#3 BockAnonym
  • 10.06.2017, 20:34h
  • Es gibt kein Bekennerschreiben und die rechtsextreme Szene verübt die meisten Terroranschläge in Mecklenburg-Vorpommern, somit dürfte klar sein in welcher Szene die Täter zu verorten sind.
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#4 TeAMAnonym
#5 GüntherkeksAnonym
  • 10.06.2017, 21:18h
  • Die Absicht war eindeutig. Es befanden sich Menschen im Gebäude. Das ist versuchter Mord.
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#6 Patroklos
  • 10.06.2017, 23:13h
  • In Mecklenburg-Vorpommern gibt es Landstriche, in denen viele Menschen rechte Parteien wie AfD und NPD wählen und aus dieser Ecke dürften auch die Täter kommen.
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#7 Markusbln11Anonym
  • 11.06.2017, 08:56h
  • Und ich dachte, das gibt es nur in polen, bulgarien, ungarn oder der ukraine. Deutschland mittendrin. In einem unrühmlichem klub.
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#8 Homonklin44Profil
  • 11.06.2017, 11:46hTauroa Point
  • Weil es in Deutschland gestattet ist, Menschen aufgrund ihrer natürlichen Eigenschaften und Anlagen zu diskriminieren und zu verachten, kommt es offenbar dazu, dass die Stellvertreter des Hasses immer mutiger werden.

    Wenn dabei Leben in einem Gebäude bedroht stehen, in Flammen aufzugehen, ist das jedenfalls kein dummer Jugend-Streich mehr.

    Wie groß wäre das Geschrei, wenn welche den Treffpunkt der "Glatzen" zu befackeln versuchte?
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#9 queeerAnonym
  • 11.06.2017, 14:38h
  • Ich erinnere mich, ein Interview mit einer der Gründer_innen gelesen zu haben. Dieses Projekt ist schon öfter Zielscheibe von (Nazi-)Angriffen geworden, vor ein paar Jahrem v.a. wegen des Engagements für Geflüchtete.
    Wäre interessant gewesen, diesen Kontext in die Berichterstattung mit aufzunehmen.
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#10 GerritAnonym
  • 11.06.2017, 14:55h
  • Da man (leider) noch nichts über den oder die Täter weiß, sollte man sich mit Vermutungen auch zurückhalten...
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