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Expansion

lulu.fm bald in fünf deutschen Metropolen auf DAB+

Immer mehr Menschen können das schwul-lesbische Metropolenradio via Antenne hören. In wenigen Monaten soll ein Viertel der deutschen Bevölkerung im Empfangsgebiet liegen.


Rund ein Viertel der deutschen Bevölkerung kann lulu.fm in Kürze via Antenne empfangen (Bild: Alan Levine / flickr)

Der Gay-Radiosender lulu.fm erweitert erneut sein DAB+-Sendegebiet: Ab Sommer will lulu.fm seinen Sendebetrieb auch im Rhein-Neckar-Gebiet aufnehmen, ab Herbst soll das Programm auch in der mitteldeutschen Metropole Leipzig-Halle über Antenne via DAB+ zu hören sein. Das teilte die Geschäftsführung der lulu Media GmbH in Köln am Montag mit.

Damit erhöht sich die technische Reichweite via Antenne auf 18 Millionen Menschen, rund ein Viertel der deutschen Bevölkerung. Bereits jetzt ist der Sender in Hamburg, Berlin-Brandenburg und im Rhein-Main-Gebiet zu empfangen (queer.de berichtete). DAB+ ist der neue terrestrische Übertragungsstandard, der in ein paar Jahren die in die Tage gekommene Ultrakurzwelle (UKW) ablösen soll. Um das Programm empfangen zu können, ist ein Digitalradio notwendig.


In diesem Regionen kann man lulu.fm in Kürze empfangen

Der Medienrat der SLM, der Sächsischen Landesanstalt für Medien, hatte lulu.fm in einer Sondersitzung am 3. Juni die Lizenz und Übertragungskapazitäten für eine Verbreitung über DAB+ in der Region Leipzig erteilt. Der Zuteilung war eine Ausschreibung vorangegangen.

Das Sendegebiet Rhein-Neckar war schon seit einiger Zeit geplant und wird laut lulu.fm "sehr wahrscheinlich im späten Sommer 2017" on Air gehen. Mit dem neuen Sender im Odenwald wird die Station zirka drei Millionen Einwohner und viele Pendler im Südwesten erreichen, darunter auch in den badischen Städten Mannheim, Heidelberg und Karlsruhe.

Bereits seit 2015 verbreitet lulu.fm sein Programm im Internet und über eigene Apps. Im Juni 2016 erhielt der Sender eine bundesweite Lizenz von der Landesanstalt für Medien NRW.

lulu.fm bezeichnet sich als " Radio mit eingebauter Disco-Kugel", das 24 Stunden für die schwul-lesbische Community sendet. (pm/cw)



#1 RobinAnonym
  • 12.06.2017, 17:26h
  • Ich halte die Chancen für ein LGBTI-Radioprogramm für viel höher als für ein Fernsehprogramm wie das damals leider gescheiterte TIMM.

    Erstens ist die Produktion und Distribution eines Radioprogramms viel einfacher und damit auch preiswerter als eines Fernsehprogramms. Man braucht keine Kamera, keine Deko, keine Maske, keine Beleuchtung, etc. Nur ein Radiostudio (was heute nicht mehr teuer sein muss) und einen Sprecher, der da auch in Bermudas und Badelatschen sitzen kann. (Übertrieben gesagt, natürlich braucht man auch noch Redaktion, Techniker, etc.)

    Und auch die Lizenzen für gespielte Musik sind natürlich viel preiswerter als Lizenzen für Filme, Serien, Dokus, etc.

    Und zweitens ist es natürlich auch viel einfacher, das Programm zu füllen. Im Notfall spielt man halt einfach Musikschleife. (Aber man sollte natürlich auch andere Inhalte haben: Nachrichten, Features, Reportagen, Interviews, etc.; natürlich alles mit LGBTI-Bezug. Und auch Veranstaltungstipps, Musiktipps, Kinotipps, etc.)
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#2 JustusAnonym
  • 12.06.2017, 17:35h
  • Ich hoffe, dass lulu.fm bald auch in Nordrhein-Westfalen über DAB+ empfangbar ist.

    Zuerst ist sicher eine Versorgung der Großräume Köln, Düsseldorf und dem Ruhrgebiet wichtig. Aber danach sollten dann als nächster Schritt auch Aachen, Bonn, Brühl, Düren, Münster, Olpe, etc. dazukommen.
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#3 seb1983
  • 12.06.2017, 18:11h
  • Antwort auf #1 von Robin
  • Schwierig wird es nach wie vor mit der Zielgruppe:
    Anspruchsvolle Diskussionen zum Thema Schwulenrechte in Burkina Faso?
    Oder doch lieber Tratsch und Klatsch aus der Pornobranche?
    Lieber Techno und House?
    Oder doch Abba und Petshop Boys?
    Oder alles zusammen?

    Schwul heißt halt erstmal nur dass ich auf Männer stehe, und selbst da wird es wenig Gemeinsamkeiten geben im Geschmack ;)
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#4 RobinAnonym
  • 12.06.2017, 18:42h
  • Antwort auf #3 von seb1983
  • Also ich kenne das Programm von blu.fm nicht.

    Aber auch wenn man nicht generell von einem "schwulen Musikgeschmack" reden kann (nicht alle Schwulen mögen Madonna, Cher, Lady Gaga, Bette Midler & Co und nicht alles Lesben Melissa Etheridge) und man ja auch andere Musikgeschmäcke bedienen will.

    Aber man kann ja unterschiedliche Sendungen haben. Je nach Wochentag und Tageszeit. Größtenteils wird man sicher mit dem üblichen "Die Klassiker von früher und das Beste von heute" ganz gut fahren. Und dann aber auch Sendungen zu bestimmten Genres (wieso nicht auch eine wöchentliche Jazz-/Swing-Sendung oder eine wöchentliche Latin-/Salsa-Sendung) und Sendungen zu bestimmten Zeiten (z.B. die größten Hits der 70er).

    Ich hoffe nur, dass man da nicht so sinnfreie Moderationen bekommt wie bei den Mainstream-Sendern (dann lieber gar keine Moderation zwischen den Stücken), sondern wirklich Infos zur gespielten Musik, den Künstlern, etc.

    Und was die Info-Schiene betrifft:
    man sieht doch an queer.de, dass auch seriöse Nachrichten ihre Zielgruppe finden. Und es kommt auch immer auf die Dosis an. Wenn da z.B. eine Stunde über "Schwulenrechte in Burkina Faso" (um mal bei Deinem Beispiel zu bleiben) geredet würde, würde man sicher viele Hörer verlieren. Aber wenn es mal ein Feature von 3-4 Minuten zu so einem Thema gibt, hören die Leute sich auch das an. Und es gibt ja auch politische Themen, die uns näher sind, z.B. aktuelle Politik in Deutschland und Europa. Oder wenn z.B. in Australien die Ehe geöffnet würde (was ja aktuell diskutiert wird, könnte man auch darüber ein kurzes Feature machen.

    Und neben solchen Features, Reportagen, Interviews von 3-4 Minuten zu einem einzelnen Thema dann natürlich auch eine stündliche Nachrichtensendung (ca. 5 Minuten) mit verschiedenen wichtigen Themen des Tages. Diese Nachrichtensendung gerne stündlich (kann man einmal aufzeichnen und dann den ganzen Tag die Aufzeichnung senden) und die Features zu festen Zeiten.

    Natürlich darf es auch gerne "bunte" Meldungen aus der Welt der Promis geben.

    Ich glaube, dass eine richtige Mischung aus Musik und Information wirklich erfolgreich sein kann.
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#5 Patroklos
#6 seb1983
  • 12.06.2017, 22:32h
  • Antwort auf #4 von Robin
  • Ob es klappt wird sich zeigen, und ob es dann einen "schwulen" Mehrwert gibt.
    Hier haben wir allerdings eher Spartenradios.
    SWR Gruppe eher regional, 1 Pop Klassik, 2 Kultur, 3 Pop Modern, 4 Schlager, dazu Das Ding und Big FM mit Pop und primitiv dümmlicher Moderation und Null Information, Rockland, und natürlich DLF.

    Schaden wird mehr Auswahl sicherlich nicht.
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#7 FredinbkkProfil
  • 13.06.2017, 02:34hBangkok
  • Ich finde das sehr gut, zumal ich es bestens uebers Internet empfangen kann...

    Vielen Dank fuer diese Moeglichkeit...

    die meisten Thai-TV und Radiobeitraege sind durch die penetrante Werbung und Millionen von sinnlosen "Fuellungen" mit Ka-Ka-Ka und Krap-Krap-Krap nur nervig.Fuehle mich wie auf nem Huehnerhof....

    und letztlich haben wir auch noch Medienzensur....

    Darauf kann ich gerne verzichten....
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#8 andreAnonym
  • 13.06.2017, 18:25h
  • Antwort auf #7 von Fredinbkk
  • Stimmt. Bei Thai Pop wird man wahnsinnig. Ich meine nicht die kopierten Boy.-und Girl Bands. Sondern das superschnelle Gehämmere und die hüpfen danach. Sieht lustig aus. Aber so ist eben die Mentalität.
    Habe jetzt mal in lilu.fm reingehört. Ja doch, ganz normale Popmusik. recht flott und hörbar. Village People waren, glücklicherweise, nicht dabei. Was Spezielles (Gay) konnte ich nicht feststellen. Auch wenn man auf Programm oder Empfang klickt, öffnet sich.....nichts. Und das ohne AdOn Blocker. Man kann nur einschalten oder aus.
    Insgesamt sehr hörbar. Vielleicht fürs Sportstudio, per Handy und Kopfhörer via Internet.
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#9 RXD12Anonym
  • 13.06.2017, 21:12h
  • Also ich hatte lulu.fm mit einem DAB+ Taschenradio mal auf einer Baustelle in Berlin angehabt. Das hatte dann zur Folge, daß die Azubis von der Firma sich in der Nähe platzieren, um etwas unverbindlich mitzubekommen, aber nix gesagt hatten...
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