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Polyamorie

Kolumbien erkennt Ehe zwischen drei Männern an

Erstmals registrierten die Behörden eine Beziehung zwischen mehr als zwei Partnern. Eigentlich war sogar noch ein vierter vorgesehen, doch der starb zuvor an Krebs.


Kämpfen für die Gleichberechtigung aller Lebensweisen: Manuel, Victor und Alejandro (Bild: privat)

In Kolumbien haben sich die schlimmsten Befürchtungen von Annegret Kramp-Karrenbauer erfüllt: Ein Jahr nach Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare durch das Verfassungsgericht haben die Behörden erstmals eine Ehe aus drei Menschen anerkannt.

Die Beziehung des Journalisten, ehemaligen Stadtrats und LGBTI-Aktivisten Manuel Bermúdez mit dem Schauspieler Victor Prada und dem Sportlehrer Alejandro Rodríguez wurde am 3. Juni in der Stadt Medellín als "régimen patrimonial especial de trieja" (Ehe zu dritt) notariell beglaubigt. Die standesamtliche Eheschließung erfolgt in Kolumbien im Regelfall in einem Notariat. Das Zertifikat posteten die Männer auf Twitter.

Twitter / comunicadorCiud | Die erste Ehe-Urkunde für drei Menschen

Aus zwei Partnern wurden im Jahr 2012 vier

Bermúdez und Rodríguez sind schon seit vielen Jahren ein Paar, bereits 2007 ließen sie sich symbolisch verheiraten. Im Jahr 2012 öffneten sie ihre Beziehung für zwei andere Männer. Der vierte Partner Álex Esneider Zabala wäre ebenfalls gern beim Notar dabeigewesen, er starb vor der Hochzeit jedoch an Magenkrebs. Seiner wurde bei der Zeremonie gedacht.

"Wir leben zusammen, teilen Haus, Bett, alles. Wir leben die Vielliebe", sagte einer der Männer dem Radiosender Caracol. Obwohl Dreier-Beziehungen in Kolumbien keine Seltenheit seien, handele es sich um den ersten offiziell anerkannten Bund dieser Art, erklärte ein Sprecher des kolumbianischen LGBTI-Verbands. "Damit wird anerkannt, dass es noch andere Formen der Familie gibt."

Die rechtlichen Auswirkungen der Urkunde sind allerdings umstritten. Manuel, Victor und Alejandro wollen nun darum kämpfen, dass ihre Beziehung auch von anderen Behörden anerkannt wird – sie berufen sich dabei auf das Diskriminierungsverbot der Verfassung. Mit dieser Begründung hatte der "Corte Constitucional de Colombia" im Frühjahr 2016 auch die Ehe für lesbische und schwule Paare geöffnet (queer.de berichtete). (cw)



#1 Sven100Anonym
#2 JWGrimmAnonym
#3 Patroklos
#4 MariposaAnonym
#5 Paulus46Anonym
#6 Lübbers-WatchAnonym
  • 13.06.2017, 14:43h
  • Antwort auf #5 von Paulus46
  • Egal ob man nun pro oder contra ist, sobald Gerd L. seine Privilegien hat, gilt: "Sobald ich meine Rechte habe, schlage ich mich auf die Seite meiner Gegner. MEINE Privilegien gehören gefälligst MIR und ich bin dagegen, dass andere sie auch haben. Auch wenn ich damit eigentlich genauso argumentiere wie diejenigen, die gegen meine Privilegien sind".
    Beim Thema Egoismus ist Gerd L. immer vorne dabei.
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#7 niccinicciAnonym
  • 13.06.2017, 14:48h
  • spielt nur den gegnern der gleichgeschlechtlichen heirat in die hände. auf so beispiele warten die nur! wie dumm und kurzsichtig!
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#8 AmurPrideProfil
  • 13.06.2017, 15:24hKöln
  • Antwort auf #5 von Paulus46
  • Du forderst doch höchstwahrscheinlich als LGBTTIQ-Aktivist die Ehe für alle.
    Somit forderst Du doch von anderen die Akzeptanz Deiner/meiner/unserer Form der Ehe.
    Mit welchem Recht verwehrst Du denn dann bitte der Eheform Polygamie die Anerkennung?
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#9 AmurPrideProfil
  • 13.06.2017, 15:39hKöln
  • Antwort auf #7 von niccinicci
  • "..Dumm und kurzsichtig.." finde ich leider eher Deinen Standpunkt! :-(
    Dumm, weil wer sich nur konform zu den Wünschen der Gegner der Ehe für alle verhält, wird diese niemals erreichen!
    Kurzsichtig, weil wer sich für einen Neudefinition des Begriffes Ehe für alle stark macht, sollte so viel Weitsicht mitbringen dies nicht nur auf die eigenen Bedürfnisse zu begrenzen. Denn dann wäre er nämlich kein Deut besser als die augenblicklichen Ehe-für-alle-Verweigerer!
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#10 QuakAnonym
  • 13.06.2017, 15:58h
  • Antwort auf #5 von Paulus46
  • "Als LGBT-Aktivist bin ich dagegen, was dieses Thema angeht."

    Wenn sich dein LGBT-Aktivismus nicht weiterhin darauf beschränken soll, vor dreißig Jahren für ein Schwulenreferat Brötchen geholt zu haben, dann solltest du dir wenigstens die Mühe machen, ein Argument vorzukramen.
    So etwas machen Aktivisten nämlich.
    Irgendwas einfach nur diffus scheiße zu finden ist kein Argument, jemandem Rechte zu verweigern.
    Und zu schreien "Ich bin dagegen!" ist noch kein Aktivismus.

    By the way: Wann hast du eigentlich je irgendetwas für das "B" oder das "T" getan?
    Hand aufs Herz!
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