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Indie-Pop

Musik, die aus dem Herzen spricht: Fyfe

In seinem zweiten Album "The Space Between" geht Paul Dixon in die Tiefe, verarbeitet tiefe Trauer und große Freude.


Mit nur 27 Jahren hat Fyfe zwei Alben und eine Single veröffentlicht, er hat über 20 Millionen Streams auf Spotify und eine ausverkaufte Europatour im letzten Jahr gespielt

  • 14. Juni 2017, 07:51h, Noch kein Kommentar

Wir verbringen viel Zeit unseres Lebens damit, über Leben und Tod nachzudenken. Am Rande des Abgrunds sagt uns der gesunde Menschenverstand, dass unsere Existenz von einem Bruchteil von Sekunden abhängt und nur ein kurzer Lichtstrich zwischen zwei Ewigkeiten ist. Aber die meisten Menschen sehen diese kosmische Macht nicht, solange sie nicht an der Tür klopft.

In den letzten zwei Jahren, quasi seit seinem Debütalbum, hatte Paul Dixon (aka Fyfe) mit einigen Verlusten zu kämpfen: Zunächst starben wie aus heiterem Himmel zwei Freunde aus unterschiedlichen Freundeskreisen. Dann starb ein enger Familienfreund, und innerhalb von nur zwölf Monaten auf einmal auch noch seine geliebte Großmutter. Zwischen all diesen Todesfällen und Verlusten, gab es allerdings auch schöne Momente: Paul hatte das Glück, gleich dreimal Onkel zu werden.

Gefangen in einem riesen Gefühlschaos, zwischen Schock, Trauer und Freude, fühlte er sich wie ein führerloser Zug in seiner eigenen Welt. Er fing an, über das Leben in einer Weise nachzudenken, wie es viele nicht einmal in ihren letzten Lebenstagen machen würden.

Als er sich, alleine in seinem Schlafzimmer-Studio in West-London, hinsetzte, um zu schreiben, hatte er nicht geplant, ein richtiges Album entstehen zu lassen. Es schien nicht angemessen zu sein, Musik so privat und intensiv werden zu lassen – es hatte ihn nie persönlich angesprochen, sein tiefes Inneres so raustragen zu müssen. Aber seine Gefühle waren unaufhaltsam und seine Erfahrungen überdeckten alles, was er machte. "Ich hatte keine Ahnung was ich tat!", erklärt Fyfe. "Dann, nachdem ich vier oder fünf Songs geschrieben hatte, erkannte ich, dass es einen Zusammenhang und Sinn ergab. Egal ob ich es mochte oder nicht, ich habe ein Album über all das, was passiert ist, gemacht; ein Album das vom Mutterschutz bis zur Beerdigung reiste. Deshalb habe ich beschlossen, es 'The Space Between' zu nennen – es ist eine Reise zwischen Geburt und Tod."

Gedanken und Gefühle im Kontext


Das neue Album "The Space Between" von Fyfe ist am 9. Juni 2017 erschienen

Trotz der teils bedrückenden Themen ist "The Space Between" kein trauriges Album geworden. Während es die Phasen zwischen Kindheit und Adoleszenz durchlebt, ist der Ton beinahe feierlich. Die vielen schlimmen Erfahrungen haben Fyfe nicht nur über den Tod und Verzweiflung gelehrt, sondern auch, was es bedeutet am Leben zu sein. Sie haben eine Schicht seines Selbstbewusstseins zerrissen und ihn gleichzeitig befreit, um ehrlich schreiben zu können und den Sound frei zu benutzen. Das Album ist komplett selbst geschrieben und produziert.

Das Artwork des Albums hat seine ganz eigene Geschichte: Einige Monate bevor Fyfe das Album anfing, sah er eine Ausstellung des Fotografen Simon Bray. Es waren Porträts von Ansteckblumen von verschiedenen Hochzeiten, mittlerweile getrocknet, aber vor pastellfarbenen Hintergründen fotografiert. Während der Aufnahmen von "The Space Between, schwirrten genau diese Bilder ununterbrochen in Fyfes Kopf umher, sodass er sie als Artwork für die Singles und das Album bestimmte. "Diese Blumen veranschaulichen in meinen Augen die Idee des Albums: Die Vorstellung, dass es immer noch Schönheit gibt, auch bei Krankheit, Verfall und Sterblichkeit – und zwar im neuen Leben. Sie sind tot, aber – aus der richtigen Perspektive gesehen -, sind sie elegant genug, um an der Wand in einer Galerie zu hängen." (cw/pm)

Direktlink | Offizielles Video zu "Belong" von Fyfe feat. Kimbra