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Einzelkommentar zu:
Offener Brief einer HIV-positiven Transfrau an ihre Internet-Trolle


#5 PositivAnonym
  • 15.06.2017, 12:25h
  • Das ist ein starkes Statement und das darf gerne auch mal an diejenigen gerichtet sein, die sich mit ihrem «shitstorm» im Internet angeblich so sicher fühlen. Sie sehen die Person nicht, die sie angreifen, sie haben keinen Auge-zu-Auge Kontakt und das scheint denen angeblich Macht zu verleihen und all ihren eigenen Frust auf eine Person zu richten, die zum Beispiel ein Facebook-Profil hat. Und wenn sie dann zusätzlich noch Eigenschaften besitzt, die von vielen immer noch nicht akzeptiert werden können, dann wird sie erst recht von solchen «shitstorms» regelrecht überfallen.

    Das ist wirklich etwas, wo man sich kräftig dagegen stellen muss, deshalb finde ich den Text ihres Briefes eine gute und wichtige Antwort.
    Ich denke, ignorieren wäre in diesem Fall wie es die Frau im Artikel erlebte, nicht richtig. Denn sie erlebte einen Angriff, der ihre Grenzen überschritten hat. Und wenn Grenzen überschritten werden, muss deutlich gesprochen werden.
    Somit ist ihr Brief an die Angreifer die passende Antwort.
    Man darf sich nicht alles gefallen lassen und jeder muss überlegen, an welchem Punkt die Grenzen überschritten sind und wann die Würde des Menschen angegriffen ist.

    Bei der Frau im Artikel wurde ihre Würde massiv angegriffen, also kam ihre Antwort per Brief.
    Das ist ein Zeichen von Stärke und gleichzeitig macht es diejenigen schuldig, die angegriffen haben - und das ist lobenswert. Wer angreift, macht sich schuldig!

    Das erinnert mich an manche Artikel hier, wo sich entweder Kommentatoren gegenseitig angriffen, oder wo die Person angegriffen wurde, um die es im Artikel ging!
    Eine Politikerin, die sich für uns einsetzte, wurde angegriffen - um sie ging es im Artikel.
    Eine Prälatin wurde mit viel Kritik überhäuft, die sich ebenso für uns einsetzt, und zusätzlich wurde die Kommentatorin kritisiert, weil sie verstanden hatte, dass sich die Prälatin gegen Diskriminierung stellt.
    Dann wurden zwei Kommentatorinnen wiederholt in ihrer Würde angegriffen.
    Die eine behielt ihren Nicknamen, die andere meldete sich ab und schreibt nun anonym.

    Ich denke, auch hier, müssen die primitiven Kommentare aufhören. Die Beleidigungen, die Erniedrigungen, die derbe Sprache, das fast mundtot machen, weil jemand anders denkt, oder eine andere Sichtweise zu einem Thema hat.

    Worte wie «angepisst, Schaum vor dem Mund, shit, ihr seit rechts, ihr seit links, du bist faschistisch, kacke, du bist dumm, ihr Weiße, Mädchen, Mädel, Weiber, ....etc., das ist keine Nettiquette.

    Und die Angriffe gegenüber Frauen, das Fernhalten von Informationen für Frauen, das Bevorzugen von Männerthemen, das bevorzugte Zeigen von Bildern mit Männern, stellt eine Benachteiligung und eine Diskriminierung gegenüber Frauen dar.

    Übrigens gibt es zu wenig Artikel für Transsexuelle, Transgender, Bisexuelle, etc.

    Es wäre schön, mehr Vielfalt zu zeigen, im ausgeglichenen Maß, ohne dass jemand zu kurz kommt!
    Als Beispiel: wenn es einen Artikel über Penisse gibt, dann darf es auch einen Artikel über Brüste geben.
    Wenn es einen Artikel über das Thema schwul sein gibt, dann darf es auch einen Artikel über lesbisch sein geben.
    Gibt es einen Artikel über Bisexuelle, dann darf es auch einen Artikel über Transsexuelle geben.

    Alles andere wäre sonst nur einseitig und wäre nicht mehr der LSBTTIQ Lobby entsprechend.
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