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Einzelkommentar zu:
Offener Brief einer HIV-positiven Transfrau an ihre Internet-Trolle


#7 AmurPrideProfil
  • 15.06.2017, 15:13hKöln
  • Antwort auf #2 von Kottirotti
  • Hallo Kottirotti.

    Ich bin mir nicht sicher ob Robin in seiner Forderung nach Bestrafung in erster Linie an Kinder gedacht hat. Ich vermute eher er bezog sich auf die im Artikel angesprochenen Trolle, die höchstwahrscheinlich ja größtenteils erwachsen sein dürften.

    Aber mal davon völlig abgesehen davon:
    Ich finde sehr wohl, das auch das mobbing von Jugendlichen bestraft werden sollte!
    Denn wer als Jugendlicher für das mobbing keine Sanktionen erfährt, wird als Erwachsener dann erst recht nicht davon ablassen wollen, oder?

    Und als 16 jähriger offen schwul lebender Emo erlebe ich genau das, was Du so zutreffend beschreibst, fast täglich. Zwar nicht nur in der Schule, aber besonders dort. Und mobbing in der Schule empfinde ich als besonders schlimm! Denn ich muss jeden verdammten Tag wieder hin und mich meinen Peinigern aus's neue stellen.
    An "guten" Tagen gelingt es mir meine Peiniger mit meiner Mischung aus verbaler Schlagfertigkeit und Humor ins Abseits zu stellen und so die "neutralen" Mitschüler auf meine Seite zu ziehen.
    An "schlechten" Tagen geht meine ganze Kraft dafür drauf meine Peiniger nicht merken zu lassen wie sehr mich ihr Hass und ihre Hetze verletzen.

    Und ich bin echt dankbar dafür, das ich inzwischen in meiner Klasse voll akzeptiert und integriert bin. Wer weiß schon, ob sich die Lehrer ohne mein outing jemals dazu aufgerafft hätten sich ernsthaft mit dem Thema mobbing und sexuelle Orientierung zu beschäftigen. Aber durch ihre und durch die Hilfe von SCHLAU.de habe ich inzwischen an meiner Schule eine ganze Menge an Sympathisanten und Unterstützern gefunden, die mich an meinen "schlechten" Tagen verteidigen und auffangen.

    Ganz genauso wie die Autorin Juno Roche empfinde ich mich als richtig, genau so wie ich bin! Ich habe das gleiche Recht hier zu sein, wie alle anderen. Und wer mit mir nicht klar kommt, der hat eben Pech gehabt. Sein Problem und sein Verlust! Soll er doch weggehen, denn ich werde bleiben!

    Trotz aller Gefahren, Verletzungen und Hass bin ich zutiefst davon überzeugt, dass ich, wenn ich schwul, authentisch und glücklich leben will, mich nicht verstecken darf! Daher war Wegducken, Verstecken oder gar hetero-normativen Erwartungshaltungen zu entsprechen, sehr schnell keine ernsthafte Option für mich! Mobbing hin oder her!
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