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Zürich Mit einer klaren Mehrheit haben die Schweizer am Wochenende in einem Referendum ein Gesetz über die eingetragene Partnerschaft lesbischer und schwuler Paare angenommen. 58 Prozent stimmten für das Partnerschaftsgesetz, 42 Prozent lehnten es ab. Die Schweiz ist damit das erste Land der Welt, das die "Homo-Ehe" per Referendum anerkennt. Am deutlichsten war die Zustimmung in den Kantonen Basel-Stadt (68,6%) und Basel-Landschaft (65,9%). Dahinter folgte Zürich (64,3%), wo sich homosexuelle Paare nach kantonalem Recht bereits registrieren lassen können. Widerstand regte sich den ländlichen und katholischen Kantonen der Deutschschweiz. Am stärksten abgelehnt wurde das Partnerschaftsgesetz in Appenzell Innerrhoden (58,4% Nein-Stimmen), im Wallis (55,2%) sowie in den Kantonen Tessin (53,2%), Thurgau (52,3%) und Uri (51,8%). Das neue Gesetz ermöglicht es Schwulen und Lesben, ihre Partnerschaft auf dem Zivilstandsamt registrieren zu lassen. Für die eingetragenen Paare gelten weitgehend die gleichen Rechte und Pflichten wie für Hetero-Ehepaare, namentlich betreffend Vorsorge, Erbrecht und Steuern. Keinen Zugang haben sie zur Adoption und zu Methoden der künstlichen Fortpflanzung. Mit seinem Entscheid folgten die Schweizer Bürger dem Bundesrat, dem Parlament und dem Großteil der Parteien und Organisationen. (pm)



41 Kommentare

#1 luci van orgAnonym
  • 05.06.2005, 17:39h
  • hm, was sagt uns dieses wahlergebnis?

    folgt man der queer.de-redaktion gibt es drei mögliche "gegner" im klassenkampf gegen uns schwule: 1) die deutsch-schweizer 2) die katholiken 3) die landbevölkerung

    aber mal ehrlich: kommen diese drei zusammen, sehen wir glaub ich wirklich alt aus...
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#2 HarryAnonym
  • 05.06.2005, 17:39h
  • Ach Gott nee, endlich haben´s g´schafft! Und wir, wir freuen uns auf Angie & Co. und nervende Diskussionen, ob die Homo-Ehe nicht vielleicht doch die Ehe angreift, wenn wir die (längst überfälligen) gleichen steuerlichen Rechte kriegen wie Ehegatten.
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#3 madridEUAnonym
  • 05.06.2005, 18:38h
  • Herzlichen Glückwunsch in die Schweiz !
    Sicher hätte auch die bundesdeutsche Bevölkerung mehrheitlich dafür abgestimmt, wenn sie denn gefragt worden wäre. Die Politiker hinken eben immer hinter den gesellschaftlichen Anforderungen her. Schön wäre es, wenn die Eidgenossen nun auch noch zum Schengener Abkommen "ja" sagen würden und sogar später noch zum EU-Beitritt.
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#4 rudolfAnonym
  • 05.06.2005, 19:50h
  • Tja, ich glaube, das ist das erste Plebiszit in einem europäischen Land zur lesbisch-schwulen Lebenspartnerschaft. Das Ergebnis können sich alle homophoben Propagandisten (die sich ja auch in diesem blog ab und an verbreiten) hinter die Ohren schreiben. Sie sprechen - anders als sie denken - keineswegs für die Mehrheit des Volkes.

    Sie sprechen übrigens auch nicht für das Christentum. Der reformierte 'Schweizerische Evang. Kirchenbund' (2,4 Mio, Mitglieder) hat sich nämlich für das Partnerschaftsgesetz ausgesprochen...

    Jau, die Schweiz ist halt das Land von Zwingli und Calvin - und nicht das Land von Benedikte...
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#5 madridEUAnonym
  • 05.06.2005, 20:36h
  • @rudolf : Ich sag´s ja auch immer, dass die Geschichte uns lehrt, was viele ignorieren. Schon Zwingli hat in der Renaissance bereits erkannt, dass die von ihm herbeigeführten wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen den Interessen des Bürgertums entsprach. Und nun verabschiede ich mich mal wieder für drei Tage, die ich in der Provinz Málaga verbringen werde. Tschüss und geh´doch inzwischen mal auf meine HP bei gaydar.
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#6 Pütz GilbertAnonym
  • 05.06.2005, 21:01h
  • Bravo meine liebe schweiz,und gruss an alle meine Freunde die ich da habe.Sollte sich die liebe schweiz etwa europäischer als alle anderen eu-Staaten herausstellen?????
    Eine Schande für Resteuropa
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#7 JuliaAnonym
  • 05.06.2005, 21:35h
  • Ein Bravo für die Schweizer Bevölkerung und alle die dafür gekämpft haben, wie: z.B. Partnerschaft-ja.ch Ich habe sie schon gratuliert mit dem schönen Ergebnis, die Emailadresse ist:: info@partnerschaft-ja.ch

    Liebe Grüße, Julia.
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#8 madridEUAnonym
  • 05.06.2005, 21:43h
  • @Pütz: Selbstverständlich ist es ein Grund zum Feiern mit den mir persönlich immer schon sympathischen Schweizern, die zwar nicht zur EU gehören, aber gesellschaftlich mindestens ebenso fortschrittlich scheinen. Aber ich denke, dass es in allen "ALTEN" EU-Ländern für die Homo-Ehe (vielleicht mit Irlands Ausnahme ?)auf jeden Fall bei einer Volksbefragung auch eine satte Mehrheit geben würde, wenn Plebiszite dieser Art verfassungsrechtlich wären wie in der
    Schweiz..
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#9 Hans PeterAnonym
  • 05.06.2005, 22:52h
  • ...ich bin selber Schweizer und lebe in der Schweiz. Vergesst nicht, dass die Unterschiede bei uns zwischen Stadt und Land riesig sind. Erregt ein Homo in Zürich wo ja dem neuen Gesetz zugestimmt wurde, kaum noch Aufsehen, so hat er in den Land-Kantonen wie Uri oder Appenzell Innerrhoden kaum eine Chance, dort wird das traditonelle Familienbild mit Mann, Frau und eigenen Kindern noch sehr hoch gehalten, es ist fast noch so idyllisch dort wie in den grossen Städten vor 50 Jahren. Aber auch dort werden sie sich zähneknirschend dem neuen nationalen Homo-Gesetz beugen müssen und nur noch hinter vorgehaltener Hand "elende Schwuchtel,doofe Tunte" tuscheln und mobben.
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#10 MarkusAnonym
  • 05.06.2005, 23:01h
  • Einerseits finde ich diese Entscheidung großartig und freue mich. Den Ewiggestrigen um Bayernratze und Alm-Öhi Stoiber wird es so Stück für Stück schwerer gemacht, für ihre Diskriminierungspolitik Verbündete zu finden. Nachdenklich macht mich aber die Passage: "Keinen Zugang haben sie zur Adoption und zu Methoden der künstlichen Fortpflanzung." Solche Zugänge per Gesetz zu verbieten, den Personenkreis der Lesben und Schwulen also staatlicherseits ganz ausdrücklich von Adoption und künstlicher Fortpflanzung auszuschließen, hat für mich einen sehr bitteren Beigeschmack. Und auch wenn es von einschlägiger Seite wieder heißen wird: "Jaja, da packen sie wieder die Nazikeule aus...!" - jawohl, genau an diese Zeit erinnert mich das Ganze. Und das wirft einen Schatten auf das schöne Ergebnis.
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