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Zum Weltflüchtlingstag

Was ich von Moses, dem Rainbow Refugee, gelernt habe

Als Mentor begleitet Stephan Pflaum einen schwulen Flüchtling aus Uganda, dessen Asylantrag abgelehnt wurde. Hier berichtet er von ihrer intensiven Beziehung, aus der eine Freundschaft wurde.


Moses flüchtete aus Uganda nach Deutschland. In seiner früheren Heimat wurde er von einem schwulenfeindlichen Mob halb tot geprügelt (Bild: queerelations 2017 / Sabine Jakobs)

Die Rainbow Refugees sind eine Initiative des sub e.V. und LeTRa e.V. in München. Hier finden Geflüchtete mit einem LGBTI-Hintergrund eine wichtige Anlaufstelle für die Beratung rund um die Themen Flucht, Migration, Asyl und Integration.

Ein wichtiges Element der Initiative ist das Mentoringprogramm. Zahlreiche ehrenamtliche Mentoren aus der Münchner Szene übernehmen hier Verantwortung für einen oder mehrere Mentees. Sie helfen z.B. beim Verständnis von Behördenschreiben oder bereiten mit auf Anhörungen vor. Am wichtigsten aber ist, dass die Mentees hier einen Ansprechpartner und Freund finden, der auch ein offenes Ohr für LGBTI-Themen hat.

Im folgenden Text schreibe ich über mein Engagement im Programm und über meine wertvollen Erfahrungen mit meinem Mentee. Der Text entstand im Rahmen eines Filmprojekts von queerelations.

In Uganda gilt Moses als Verbrecher

Mein Freund und Mentee, über den ich berichte, heißt Moses. Er hat viel mehr als nur den Namen mit der biblischen Figur gemein. Auch mein Mentee musste seine Heimat verlassen, in seinem Fall Uganda. Und auch er musste sich auf der Suche nach Sicherheit und Freiheit mit Deutschland eine neue Heimat suchen.

Moses wurde in seiner Heimat von einem homophoben Mob verfolgt und fast umgebracht. Dabei war sein einziges Vergehen seine Liebe. Wie ich liebt Moses Männer, ist schwul und in seiner alten Heimat Uganda somit ein Verbrecher vor dem Gesetz und ein unwürdiger Sünder in den Augen der christlichen Gemeinde. Auch seine eigene Mutter lehnt sein Schwulsein ab. Damit nicht genug, denn in Uganda offen schwul zu sein, bedeutet nicht nur soziale Ächtung, sondern es bedeutet eine ständige Gefahr für Leib und Leben.


Stephan und Moses in München (Bild: queerelations 2017 / Sabine Jakobs)

Ich mag die auch in Deutschland noch spürbaren, an einigen Stellen wieder zunehmenden Probleme mit Homophobie gar nicht herunterspielen. Doch sind unsere Probleme kaum vergleichbar mit dem, was die LGBTI-Community in Uganda erlebt. In Deutschland dürfen wir stolz darauf sein, dass wir uns eine starke, politische, selbstbewusste und weitgehend auch respektierte Community erkämpft haben. Auch wenn hier noch einiges fehlt, so haben wir doch verbriefte Rechte, so zu leben und zu lieben, wie wir es wollen. Vielleicht ist Einiges an diesen Rechten für uns inzwischen ein wenig zu selbstverständlich geworden. Unter anderem ist das daran zu sehen, dass bei Events wie dem CSD die (ebenfalls wichtige) Party der viel wichtigeren politischen Botschaft die Show gestohlen hat.

Sehr bewusst wurde mir das durch einen Satz von Moses: "Ich habe hier eine neue Heimat gefunden. Ich kann immer noch nicht ganz glauben, dass ich hier mit meinen Freunden ganz offen tanzen, trinken und dann sicher nach Hause gehen kann, dass einem niemand folgt und die Tür zu Hause eintritt."

Ugandas Polizei verfolgt die Opfer, nicht die Täter

Genau das ist Moses in Uganda geschehen. Ein schwulenfeindlicher Mob beobachtete ihn und seinen Freund über längere Zeit. Als sie sich ihrer Sache sicher waren, folgten Sie dem Paar zur Wohnung, traten deren Tür ein und prügelten Moses und seinen Freund halb tot. Glück im Unglück war, dass ein Local Council Leader (eine Art Stadtrat), vom Lärm angezogen, dem Mob Einhalt gebot. Während Moses Freund danach entkommen konnte, blieb er selbst mit einem gebrochenen Bein und blutenden Wunden zurück. Sein Leben war den Gewalttätern schlicht egal.

In Deutschland würde man selbstverständlich die Polizei und einen Krankenwagen holen. Man würde verarztet, eine Zeugenaussage würde aufgenommen und man würde versuchen, die Täter zu fassen und einer mehr oder minder gerechten Strafe zuzuführen. In Uganda ist das undenkbar. Die Polizei hätte nicht die Täter, sondern das Opfer verfolgt und hinter Schloss und Riegel gebracht. Und selbst das Krankenhaus wäre nur ein Umweg von verweigerter Behandlung, über die sofort von den Ärzten informierte Polizei ins Gefängnis. In Haft wiederum wäre Moses Leben Tag für Tag von Wärtern und Mitinsassen bedroht. Schwule sind in deren Augen keine Menschen und haben keine Rechte, kein Recht auf Leben.

Also schleppte sich Moses zu einer kleinen Klinik und wird dort anonym und notdürftig für Geld, das er als Straßenverkäufer eigentlich nicht hat, versorgt. Nicht einmal an seine Familie, an seine eigene Mutter kann er sich in dieser Notsituation wenden. Auch ihr ist das Schicksal ihres schwulen Sohnes egal.

Kein Asyl für Moses in Deutschland

Wem will man es nach dieser lebensbedrohenden Situation verdenken, dass er seine Heimat, die vielleicht gar keine mehr ist, verlässt? Für mich ist das eine rein rhetorische Frage. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge allerdings muss diese Frage rechtlich beantworten. Ich weiß nicht, wie es dem Leser an dieser Stelle geht. Für mich bestand nach Moses Erzählungen kein Zweifel an einem berechtigten Asylgrund. Schließlich steht es so auch auf der Webseite dieser Behörde: "Asylberechtigt und demnach politisch verfolgt sind Menschen, die im Falle der Rückkehr in ihr Herkunftsland einer schwerwiegenden Menschenrechtsverletzung ausgesetzt sein werden, aufgrund ihrer Rasse [der Begriff "Rasse" wird in Anlehnung an den Vertragstext der Genfer Flüchtlingskonvention verwendet], Nationalität, politischen Überzeugung, religiösen Grundentscheidung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe [als bestimmte soziale Gruppe kann auch eine Gruppe gelten, die sich auf das gemeinsame Merkmal der sexuellen Orientierung gründet]."


Stephan und Moses bei den Filmaufnahmen für queerelations (Bild: queerelations 2017 / Sabine Jakobs)

Das Wörtchen "kann" in Klammern eröffnet den Sachbearbeitern einen Entscheidungsspielraum, der immer wieder zu geradezu aberwitzigen Ablehnungsbescheiden führt. So wie auch Moses kein Asyl erhielt. Fast zynisch klingt es, wenn man in den Begründungen Dinge liest wie, eine direkte Gefahr für Leib und Leben der Geflüchteten sei nicht erkennbar, weil nicht glaubhaft dargestellt. Als junger, gesunder Mann könne er in einem wirtschaftlich aufstrebenden Land, wie es Uganda ja sei, gut seinen Lebensunterhalt bestreiten.

Auch seine Homosexualität sei den Behörden ja nicht bekannt, da er nach dem beschriebenen Vorfall keine Anzeige erstattet habe. Unter Geheimhaltung der Homosexualität sei ein weitgehend unbeschwertes Leben in Uganda durchaus möglich und zumutbar. Weiter gebe es in Uganda inzwischen eine wachsende LGBTI-Szene und auch der Pride Day sei einmal öffentlich zelebriert worden. Dass aber die Hälfte der "wachsenden" LGBTI-Szene im Gefängnis sitzt und der Pride Day quasi ungeschützt offener Gewalt ausgesetzt war, wird mit keinem Wort erwähnt.

Gewalt auch in Flüchtlingsunterkünften

Um eine Ahnung davon zu bekommen, was Schwule (sowie alle LGBTI) an Verfolgung, Schmähungen, Demütigungen und offener Gewalt ertragen müssen, braucht man gar nicht weit in homophobe Länder zu fahren. Auch bei der Unterbringung hier wird in den wenigsten Fällen auf das Thema Rücksicht genommen.

Leider kommt es immer wieder vor, – auch das muss und will ich hier ganz offen ansprechen – dass aus anderen Ländern und aus anderen Gründen Geflüchtete ihre Homophobie mitbringen und diese nicht überwinden. Ganz egal, ob das nun an mangelnder Aufklärung, fehlenden Kapazitäten für eine entsprechende sensibilisierende Sozialarbeit oder einfach an persönlichem Unwillen liegt. Im Ergebnis werden bereits traumatisierte Flüchtlinge hier erneut verspottet, gequält und gemobbt.

Umso wichtiger ist es für uns als LGBTI-Community, dass wir uns solidarisch mit den Rainbow Refugees zeigen, dass wir solidarisch handeln und helfen. Die Übernahme einer Mentorenschaft auf Augenhöhe, wie bei mir und Moses ist dabei eine sehr sinnvolle Möglichkeit. Es gilt, unseren Schwestern und Brüdern zu zeigen, dass sie hier einklagbare Menschen- und Bürgerrechte haben, dass wir als Szene stark und wehrhaft sind.

Vom Mentoring profitiert auch der Mentor

Im positiven Sinne geht es beim Mentoring zudem einfach darum, den Mentees einen Einblick in unsere Szene zu geben. Unser Mix aus LGBTI- und westlicher oder deutscher Kultur ist nämlich alles andere als selbsterklärend. Wie spricht man jemanden an? Wo geht man hin, um zu tanzen oder mit jemandem zu trinken? Und ja, es geht auch um Themen der gelebten Sexualität, von Safer Sex über Dating Apps bis zur Männersauna.


Moses und Stephan wurden Freunde (Bild: queerelations 2017 / Sabine Jakobs)

Ich denke, dass von diesem Engagement nicht nur die "Rainbow Refugees" profitieren. Ich selbst lerne durch den Austausch mit Moses und meinen drei anderen Mentees ganz viel dazu. Ich sehe unsere Kultur im Allgemeinen und unsere Szene im Besonderen mit neuen Augen. Ich begreife mehr und mehr, dass es nicht selbstverständlich ist und dass es umso wichtiger ist, eine bunte und lebendige Szene zu haben und zu erhalten. Gerade vor diesem Hintergrund ist der Christopher Street Day für mich wieder mehr Politik als nur Party.

Das Wichtigste allerdings ist, dass ich mit meinem Engagement im Mentoringprogramm keine "Flüchtlinge" betreue, sondern dass ich so neue, mir liebe Menschen, neue Freunde und neue Kulturen kennenlernte. Und dabei musste ich München nicht einmal verlassen…

Die Geschichten von Moses und die meiner anderen Mentees machen mich traurig und wütend zugleich: Traurig, weil ich ihnen nach wie vor ansehe, dass sie trotz aller neuen Freiheiten ihre Heimat vermissen und weil ich als Mentor hautnah miterlebe, wie schwierig es ist, sich unvorbereitet in einem neuen Land zurechtzufinden. Ich bin sehr froh, wenn ich ihn dabei ein wenig unterstützen kann.

Müsste Deutschland nicht dankbar sein?

Wütend machen mich die Entscheidungen des BAMF, die ich nicht einmal annähernd nachvollziehen kann. Sie verharmlosen, ja verhöhnen geradezu die traumatischen Erlebnisse von Moses und aller LGBTI-Flüchtlinge. Sie nehmen billigend in Kauf, dass Menschen wieder zurück in die Folter und die Gewalt geschickt werden.

Umso mehr freue ich mich, wenn ich sehe, wie viele Menschen sich hier ehrenamtlich (und beruflich) für Refugees engagieren. Und mich freuen Dinge, wie dass z.B. Moses hier einen neuen festen Freund gefunden hat sowie einen Job mit Perspektive. Er arbeitet als Altenpflegehelfer in einem Heim. Und diesen Weg will er später mit einer Ausbildung weitergehen.

Müsste Deutschland nicht eigentlich dankbar sein, dass Menschen wie Moses hier sind und in Bereichen arbeiten, die händeringend nach Fachkräften suchen? Und das ganz unabhängig davon, woher und warum er nach Deutschland gekommen ist?

Zu Recht hat sich Moses einen Anwalt genommen, der gegen diesen negativen Asylbescheid vorgeht. Und ich wünsche mir nichts mehr, als das Moses sein Recht bekommt und er in Deutschland bleiben kann. Denn nichts hat sich mehr in meinen Kopf eingebrannt wie sein Satz: "If I have to go back I am going to die."



#1 RobinAnonym
  • 20.06.2017, 18:50h
  • Hatte die schwarz-rote Bundesregierung nicht versprochen, dass "kein LGBTI-Flüchtling in Verfolgerstaaaten abgeschoben wird"?

    Die wollten ja keine Gesetzesänderung, weil das angeblich auch so funktionieren würde. Das war (wieder mal) eine dreiste Lüge von Union und SPD.

    Da sieht man wieder mal: ohne gesetzliche Grundlage funktioniert es nicht. Wir brauchen endlich ein Asylrecht, das Verfolgung aufgrund der sexuellen Orientierung als Asylgrund nennt.

    Und wir sehen nochwas:
    Union und SPD schicken LGBTI ohne Skrupel und ohne mit der Wimper zu zucken, in Staaten, in denen ihnen Verfolgung droht und in denen sie als kriminell gelten.

    Union und SPD lügen, wenn sie nur den Mund aufmachen...
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#2 JustusAnonym
  • 20.06.2017, 19:05h
  • Ich verstehe das nicht:
    Flüchtlinge, die hier (teils schwere) Verbrechen begehen, werden mal ermahnt, dürfen aber bleiben.

    Und jemand, der sich nichts zu Schulden kommen lässt, der bereit ist sich zu integrieren, der hier arbeiten und Steuern zahlen will, wird zurück geschickt in einen Staat, wo ihm massive Verfolgung droht.

    Sind Schwule denn wirklich für Union und SPD nur Menschen 2. Klasse, die man ruhig in die Verfolgung schicken kann, um seine Bilanz zu schönen?!
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#3 PierreAnonym
  • 20.06.2017, 19:14h
  • Antwort auf #2 von Justus
  • "Sind Schwule denn wirklich für Union und SPD nur Menschen 2. Klasse, die man ruhig in die Verfolgung schicken kann, um seine Bilanz zu schönen?!"

    Offenbar ja!

    Wer Menschen wissentlich in so eine Situation schickt, macht sich genauso mitschuldig wie die Täter.

    Diese Parteien und Politiker haben in tausenden Fällen Blut an ihren Händen. Das werden sie niemals wieder abbekommen... Und deren Wähler machen sich genauso mitschuldig, wenn sie solche Parteien wählen.
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#4 VielVielGlückAnonym
  • 20.06.2017, 20:11h
  • Alles Glück wünsche ich ihm - und dass er einen guten Anwalt hat, der ihm das Leben schenkt, dass er bereits in München aufbaute.
    Die Asylablehnung ist furchtbar. Vielleicht sollten die Sachbearbeiter eine Dienstreise nach Uganda erhalten und sich selbst davon überzeugen, dass dort die Zustände für Homos tatsächlich zumutbar sind! Die würden große Augen machen und sich bei Moses entschuldigen.

    Übrigens war der Moses aus der Bibel ein Führer der Isrealiten aus der ägyptischen Unterdrückung.
    Das ist doch ein positives Omen.

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#5 Homonklin44Profil
  • 20.06.2017, 22:38hTauroa Point
  • ""Auch seine Homosexualität sei den Behörden ja nicht bekannt, da er nach dem beschriebenen Vorfall keine Anzeige erstattet habe.""

    Wenn er das versucht hätte, wäre er heute wohl gar nicht mehr am Leben.
    Verstehen diese Behörden-Aliens eigentlich, wovon die da reden?

    Ich frage mich auch hinter welchem Mond solche Entscheidungsträger eigentlich wirklich leben, ob die jemals selbst längere zeit Erfahrungen in solchen Ländern sammeln durften, oder aus welcher Arroganzhaltung hervor die so einen Fall bewerten.
    Wahrscheinlich ist das ja dienstlich und systematisch vorgegeben, so die Menschen abzulehnen. Ich könnte mir so etwas Perfides inzwischen gut vorstellen. Menschlichkeit ist keine Vorzeigestärke der Behörden, war es nie, wird es nie sein.
    Hier werden eher schon Zahlen raus und runter gerechnet, ein Kosten-Nutzen-Modell entscheidet dann, wer der deutschen Gesellschaft potenziell Geld bringt und wer sich nicht lohnt.

    Deswegen wird Moses wohl nur als Kostenfaktor geführt.

    Die Sache über die Geheimhaltung seiner Homo-Orientierung ist dreist und unverschämt. Wenn sich Behördenmitarbeiter tatsächlich so ausdrücken, sollte man ihre berufliche Kompetenz prüfen, bzw. dann ist ein Termin beim Betriebspsychologen anzuraten.
    Natürlich kann man sich aussuchen, ob man seine Orientierung zeigen will oder nicht.
    Aber in Uganda ist er dazu gezwungen, sie zu verbergen, und das hilft ihm nicht mal, sich sicher zu befinden, denn selbst mit einer versteckten Orientierung hat er menschliche, natürliche Bedürfnisse.
    Es ist eben der Unterschied, ob man es sich aussuchen kann, seine sexuelle Orientierung zu verheimlichen, oder ob die Zustände in einer Gesellschaft es erzwingen, nur so ein Privatleben führen zu können!

    Ich hoffe, Moses erhält eine Rechtsvertretung, die unter MENSCHLICHEN Aspekten eine vernünftige Aussicht für ihn erwirken kann.
    Ich weiß nicht, ob eine entsprechende Petition etwas nützen könnte. Wenn Zigtausend Leute sagen, wir möchten, dass Moses bleiben kann. In manchen dieser Abschiebefälle hat das schon gewirkt.
    Wenn sein Freund von hier stammt, oder hier anerkannt lebt, würde evtl. eine ELP helfen (?)

    Jedenfalls ist es unverantwortlich, einen Menschen mit so einem Hintergrund und den im Ursprungsland zu erwartenden Aussichten abzuschieben.

    Die Merkelei sollte anstatt wirtschaftlichen Arbeitens vielleicht mal den Aspekt Menschlichkeit fördern. Damit brüsten sich die C-Parteien in ihren ( christlichen) Überzeugungserklärungen doch. Oder ist das auch nur eine Fassade?
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#6 TheDadProfil
  • 20.06.2017, 23:16hHannover
  • Antwort auf #1 von Robin
  • ""Hatte die schwarz-rote Bundesregierung nicht versprochen, dass "kein LGBTI-Flüchtling in Verfolgerstaaaten abgeschoben wird"?""..

    Jepp..
    Aber da verfährt das BAMF dann wie im Artikel beschrieben, frei nach dem Motto
    "keine Anzeige gegen die Verfolger, damit keine Aktenkundigkeit des eigenen Schwul-seins, damit kann man dann als "heimlicher Schwuler" in Uganda doch prima leben"..
    Und Zack, Asyl-Antrag abgelehnt..

    Da kann man gar nicht so viel fressen, wie man kotzen will..
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#7 seb1983
#8 userer
  • 21.06.2017, 10:44h
  • Da ist er ja wieder, der doitsche Gottesstaat:

    Asylberechtigt sind automatisch Menschen, die aufgrund einer freiwillig gewählten "religiösen Grundentscheidung" (aka religiöse Geistesstörung) verfolgt werden; wer hingegen eine bestimmte angeborene, unveränderbare sexuelle Identität hat und deswegen verfolgt wird, hat Pech in unserer christlichen Kirchenrepublik.

    Da könnte ich fast beginnen mir zu wünschen, dass Christen in anderen Staaten mit aller Härte verfolgt würden, damit sie sich nicht noch weiter fortpflanzen auf dieser Erde. Aber so soll man ja nicht denken.
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#9 Simon HAnonym
#10 KnallAnonym
  • 21.06.2017, 10:55h
  • Antwort auf #7 von seb1983
  • Ja, ich habe zufällig gestern im Fernsehen einen Bericht gesehen von einer Familie, die hier seit ein paar Jahren lebt. Der Mann arbeitet als Bauarbiter und sein Chef sagt, der sei sich für keine Arbeit zu schade. Auch die Kollegen loben ihn als sehr kollegial und hilfbereit. Die Kinder gehen zur Schule, haben ihre Freunde hier und sprechen perfekt deutsch. Aber diese Familie, die super integriert ist und sich nichts zu schulden kommen lässt, soll "rückgeführt" werden.

    Aber andere, die hier auf Staatskosten leben und keinen Bock auf Arbeit haben. Die hier mit Drogen dealen und gewalttätig werden. Etc. etc. etc. Die dürfen hier bleiben, weil ihnen angeblich Verfolgung droht. Dass die häufig nur aufgrund falscher Angaben hier bleiben dürfen, weiß man ja auch.

    Der Ehrliche ist wieder mal der Dumme...

    Meiner Meinung nach sollte jeder, der hier schwerste Straftaten verübt (Drogendealen, schwere Gewaltdelikte, Vergewaltigung, Mord, etc.) sein Aufenthaltsrecht verlieren und aus der EU ausgewiesen werden (und auch lebenslanges Einreiseverbot bekommen).

    Sonst wird es irgendwann gewaltig knallen. Das kann nicht dauerhaft gutgehen...
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