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Wer kennt diesen Mann?

Tödliches Feuer in Gay-Sauna: Polizei sucht Tatverdächtigen

Der Brand im ehemaligen "Apollo Splash Club" in Berlin soll fahrlässig herbeigeführt worden sein. Drei Gäste kamen am 5. Februar im Keller-Labyrinth ums Leben.


Update: Das hier ursprünglich veröffentlichte Fahnungsfoto wurde nach dem Stopp der öffentlichen Suche durch die Polizei ausgetauscht (Bild: Polizei Berlin)

Mit der Veröffentlichung von Bildern bittet die Berliner Polizei um Mithilfe bei der Suche nach einem Mann, der in den Abendstunden des 5. Februar in der "Steam Works"-Sauna, ehemals "Apollo Splash Club", fahrlässig einen Brand verursacht haben soll.

Gegen 22.15 Uhr bemerkten Gäste damals den Brand im Untergeschoss der schwulen Sauna in der Kurfürstenstraße. Die Flammen brachen in einer Kabine aus und verursachten eine intensive Rauchentwicklung. Drei Gäste kamen ums Leben (queer.de berichtete).

Die Polizei fragt nun, wer Angaben zur Identität des Gesuchten und dessen Aufenthaltsort machen kann. Auch Gäste des Saunaclubs, die in der Unglücksnacht im Untergeschoss waren und noch nicht von der Polizei befragt wurden, werden gebeten, sich zu melden. Hinweise nimmt das zuständige Brandkommissariat beim Landeskriminalamt, Keithstraße 30, 10787 Berlin, unter der Rufnummer (030) 4664-912100 oder (030) 4664-912101 (zu den Bürodienstzeiten) oder jede andere Polizeidienststelle (außerhalb der Bürodienstzeiten) entgegen.

30 Gäste konnten sich ins Freie retten

Die drei Toten wurden in einem Kellerlabyrinth mit rund 60 Kabinen aufgefunden. In dem nur schwach beleuchteten und verwinkelten Bereich habe der schwer abziehbare Rauch die Orientierung erschwert, erklärte ein Feuerwehrsprecher im Februar. Womöglich hätten bereits wenige Atemzüge ausgereicht, um das Bewusstsein zu verlieren. Ein Gast musste mit einer schweren Rauchvergiftung in ein Krankenhaus gebracht werden. Die übrigen rund 30 Besucher des früheren "Apollo Splash Club" hatten sich rechtzeitig ins Freie retten können.


Das Feuer brach im Cruising-Labyrinth der traditionsreichen Gay-Sauna aus (Bild: Apollo Splash Club)

Unter den früheren Namen "Apollo Sauna" und "Apollo Splash Club" war der Club in der Kurfürstenstraße in der Nähe des Bahnhofs Zoo seit fast vier Jahrzehnten eine Berliner Institution. Erst Anfang Januar war er nach mehreren Monaten des Umbaus unter dem neuen Namen "Steam Works" wiedereröffnet worden. Weil die Umbauten ohne Genehmigung erfolgten, sprach das Bezirksamt eine Woche nach dem Brand eine Nutzungsuntersagung aus (queer.de berichtete). (cw)

 Update  22.6. 21h: Tatverdächtiger ermittelt



#1 JuppAnonym
#2 oooooAnonym
  • 21.06.2017, 15:34h
  • Antwort auf #1 von Jupp
  • warum wohl? weil man nicht einfach menschen mal soeben ohne jegliche ermittlungsergebnisse unter generalverdacht stellen kann. die veröffentlichung der fotos durch die polizei für öffentliche fahndungen muss zudem durch ein amtsgericht entschieden werden.
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#3 GronkelAnonym
  • 21.06.2017, 16:22h
  • Antwort auf #2 von ooooo
  • "weil man nicht einfach menschen mal soeben ohne jegliche ermittlungsergebnisse unter generalverdacht stellen kann. die veröffentlichung der fotos durch die polizei für öffentliche fahndungen muss zudem durch ein amtsgericht entschieden werden."

    Das ist kein Grund, denn in anderen Fällen wurden erheblich schneller Bilder veröffentlicht. Es ist auch nicht das erste mal, dass monatelange Verzögerungen bis zur Veröffentlichung angeprangert wurden.
    Die Antwort könnte eher lauten, dass unsere Ermittlungsstellen und Richterstellen so unterbesetzt sind, dass es nicht schneller geht.
    Mit einem Wort: Staatsversagen.
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#4 andreAnonym
  • 21.06.2017, 16:38h
  • Es braucht immer eine "richterliche Anordnung". Zumal die Polizei erst einmal selbst ermittelt. Öffentliche Foto-Fahndung ist dann sowas wie das letzte Mittel.
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#5 Patroklos
  • 21.06.2017, 17:40h
  • Hoffentlich können die drei Männer von der Polizei bald dingfest gemacht werden!
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#6 seb1983
#7 ManuelAnonym
#8 Dieter58Anonym
#9 Crikkie
#10 Günther MeyerAnonym
  • 22.06.2017, 01:33h
  • Antwort auf #9 von Crikkie
  • Sinn der Videoüberwachung ist es, die Mitarbeiter zu kontrollieren.

    Dazu erfasst (zählt) der Betreiber die Besucher an den Eingängen und filmt überall dort, wo mit Geld hantiert wird.

    Theoretisch könnte ein Mitarbeiter ja nur jedem zweiten Besucher ein offizielles Ticket ausstellen, und somit jeden zweiten Eintritt in die eigene Tasche stecken.

    Es wäre gewiss interessant, wenn diese Videos auch mal den Steuerbehörden vorgelegt werden würden.

    Dann könnte nämlich herauskommen, dass das, was bei den Mitarbeitern verhindert werden soll, bei dem Betreiber oder Besitzer - rein theoretisch - durchaus passieren kann.
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