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Cologne Pride

Köln: Heiko Maas eröffnet CSD-Wochenende

Als CSD-Schirmherr wird der SPD-Politiker genau 79 Tage vor der Bundestagswahl beim Cologne Pride auftreten.


Bundejustizminister Heiko Maas ist der Schirmherr des Cologne Pride 2017 (Bild: Deutscher Anwaltsverein)

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat die Schirmherrschaft des Cologne Pride übernommen. In dieser Funktion werde der saarländische Politiker das CSD-Wochenende am 7. Juli feierlich um 18 Uhr auf der Hauptbühne des Heumarktes in Köln eröffnen. Das teilten die CSD-Organisatoren am Mittwoch mit.

"Dabei freut es uns besonders, mit Heiko Maas einen Schirmherren zu haben, der sich gerade in den letzten Monaten aktiv für die Rehabilitierung der Opfer des Paragrafen 175 StGB eingesetzt und auch die Widerstände in der Bundespolitik überwunden hat", erklärten die Organisatoren des Cologne Pride. "Mit seinem Gesetzentwurf zur strafrechtlichen Rehabilitierung der nach dem 8. Mai 1945 wegen einvernehmlicher homosexueller Handlungen verurteilten Personen hat der Justizminister einen richtigen und wichtigen Schritt getan, um erlittenes Unrecht zu beseitigen."

Der Gesetzentwurf zur Rehabilitierung soll am Donnerstagnachmittag in zweiter und dritter Lesung im Bundestag beraten und verabschiedet werden. Allerdings wurde der Entwurf in letzter Minute noch einmal verändert: In einer Sondersitzung des Rechtsausschusses stimmten Union und SPD am Dienstag für einen gemeinsamen Änderungsantrag beider Fraktionen, der eine Rehabilitierung pauschal ausschließt, wenn der Partner des Betroffenen unter 16 Jahre alt war (queer.de berichtete). Im ursprünglichen Entwurf des Justizministeriums lag das Schutzalter wie bei Heterosexuellen bei 14 Jahren.

Der wirtschaftlich angeschlagene CSD Köln steht dabei dieses Jahr unter dem Motto "Nie wieder!", das die Erinnerung an den Paragrafen 175 und die Lehren aus der Verfolgung für die heutige Politik in den Mittelpunkt stellt. Der Pride beginnt bereits am 24. Juni mit zahlreichen Veranstaltungen aus den Bereichen Politik, Kultur und Aufklärung. Höhepunkt ist das CSD-Wochenende vom 7. bis 9. Juli, in dessen Rahmen am 9. Juli ab 12 Uhr auch die größte CSD-Demonstration Deutschlands stattfindet. In Zusammenarbeit mit WDR 4 treten zum Abschluss am Sonntag Erasure auf dem Heumarkt auf. (dk/pm)



#1 OlliAnonym
  • 21.06.2017, 16:08h
  • Ach das tut er, anstatt im Bundestag bei einer Abstimmung einfach mal seinem Gewissen zu folgen. Nichts, aber auch gar nichts haben Politiker der SPD und der Grünen auf dem CSD zu suchen. Von der CDU und der bekloppten CSU erwarte ich nichts anderes als homophobe Scheiße. Ebensowenig von der FDP, die in einer Koalition im Bund auch garantiert vergisst, dass eine Ehe für alle ja auch nur mir ihr zu machen ist.

    Widerwärtiges opportunistisches Gehabe ist das, was die anderen Parteien da an den Tag legen. Wenn ihnen Homosexuelle und deren Rechte so sehr am Herzen liegen, würden sie gegen den Koalitionspartner stimmen. Aber nein, man passt sich lieber mal an. Für 5 - 10 % der Bevölkerung lohnt es sich eben nicht, seine Positionen und Positiönchen zu riskieren. Da macht man lieber einen auf besorgt und tolerant bei einem CSD. Und wir Schwulen fallen größtenteils auch noch drauf rein. Das tut dann dem Koalitionspartner nicht weh, das ist kein Problem für die eigene Absicherung und man wird auf jeden Fall die Stimmen der homosexuellen Community bekommen, denn man setzt sich ja so dermaßen für deren Rechte ein. Genauso kann man bei einem Ökostromanbieter einen Vertrag abschließen, der aber eine 100% Tochter von E-ON oder EnBW ist. Das ist derselbe Blödsinn. Maas sollte sich was schämen. Meine Erziehung gebietet mit, ihn nicht mit gebrauchten Gummis oder faulen Eiern abzuwerfen.
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#2 SmoothAnonym
  • 21.06.2017, 16:33h
  • Ich hoffe für Ihn, das er als Schirmherr auch seinen Schirm zum "abSchirmen" dabei hat. Könnte mir vorstellen das es nicht gerade angenehm werden wird
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#3 StevenGayAnonym
  • 21.06.2017, 16:33h
  • Ich kann echt nicht so viel essen, wie ich kotzen muss bei solch verlogenen Volkstretern (vertreten tun sie das Volk ja ganz sicher nicht).

    Für solch eine Heuchelei und um noch Doofe zu erreichen um Stimmen zu bekommen - ja, dafür stellt man sich gern hin.
    Und die Taten (sprich: Rehabilitation/ Ehe-Öffnung bzw. erstmal die Abstimmung darüber) sprechen eine glasklare andere Sprache.

    Mögen ALLE von der SPD, die sich dieses Jahr auf CSD's blicken lassen eine deutliche Antwort zu hören bekommen!

    Unfassbar, wie der deutsche Bürger verarscht wird. Bei solch einem asozialen Verhalten dann auch noch Vertrauen in die Politik haben? Dass ich nicht lache!

    Geteeert und gefedert gehören die Speichellecker der Union!
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#4 HeckmeckAnonym
  • 21.06.2017, 16:46h
  • Antwort auf #3 von StevenGay
  • Nachdem nun klar ist, dass das Rehabilitierungsgesetz in Wahrheit eine Mogelpackung ist und die rechtliche Ungleichbehandlung sogar fortführt (14 J. für Heteros/16 J. für Homos beim Schutzalter), würde Heer Maas gut daran tun, die Schirmherrschaft nicht anzutreten.

    Ich kenne keinen unwürdigeren Schirmherrn als den Sozialdemokraten, der für dieses unwürdige Gesetz als Justizminister verantwortlich zeichnet.

    Liebes CSD-Team, mit dieser Wahl habt Ihr voll in die Schei.... gegriffen. Wahrscheinlich haben Euch die aktuellen Ereignisse selbst überrascht. Aber man kann auch einen Schirmherrn wieder ausladen!
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#5 adamaProfil
  • 21.06.2017, 17:00hKöln
  • Eine sehr gute Wahl!

    Auch wenn manche Schwuppen es nicht wahr haben wollen:

    Ohne die SPD gäbe es keine einzige Verbesserung für die LGBTs in Deutschland!

    Es ist auch witzig zu sehen, wie die SPD für alles über verantwortlich gemacht wird und dabei nichts anderes geschieht als die Kanzlerschaft Merkels zu zementieren.

    Die Losung 100% nutr mit uns trifft nach wie vor absolut zu.
    Nur mit einem Kanzler Schulz wird die Eheöffnung kommen.
    Der "Feind" sitzt nicht im Willy-Brandt-Haus sondern im Bundeskanzleramt!
    Nur wenn wir Merkel absetzen und einen Genossen zum Kanzler machen, werden wir weiter kommen im Kampf um unsere Rechte!
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#6 RaceXYProfil
  • 21.06.2017, 17:03h
  • Heiko Maas (SPD !) - Schirmherr des Koelner CSD. Keine Pointe.

    (fuer den Heimat-CSD in Saarbruecken ist sich der werte Herr wohl zu Schade. Naja, hier waeren wohl noch mehr Leute schlecht auf ihn zu reden als auswaerts).
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#7 JuNiAnonym
  • 21.06.2017, 17:09h
  • Das ist echt ein schlechter Scherz. Warum nimmt man denn bitte diesen Saboteur?! Herr Maas scheint überhaupt kein Gewissen zu haben, NICHTS für eine Randgruppe zu tun und sich noch als Akteur in der CSD Hochburg feiern zu lassen.
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#8 andreAnonym
  • 21.06.2017, 17:31h
  • Was soll ein Saarländer in Köln. Habt Ihr keine eigenen besseren Leute ? Vielleicht tritt er ja als "Blamierter" an.
    Auszug RP-online über seinen Entwurf "Netzwerkdurchsetzungsgesetz" v. 19.6.17:" Die meisten Experten sehen in dem Gesetzentwurf eine Gefahr für die Meinungsfreiheit. Er sei in der jetzigen Form verfassungswidrig und würde einer Überprüfung durch das Bundesverfassungsgericht nicht überstehen, mahnte Bernd Holznagel. Der Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen, Christian Mihr, warnte: "Die Methoden erinnern an autokratische Staaten." Das Gesetz schaffe eine Missbrauchsgefahr. Auch totalitäre Regierungen würden derzeit mit Interesse die Debatte in Deutschland verfolgen, um sich unter Umständen am Netzwerkdurchsetzungsgesetz zu orientieren. Es dürfe kein "Präzedenzfall" geschaffen werden, sagte Mihr. Es drohe Zensur."
    Es gab schon mal einen Saarländer, der es, mit der Meinungsfreiheit, nicht so ernst nahm. Übrigens sind sogar die Grünen, sogar betroffene Grüne, in Person von Frau Künast, dagegen.
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#9 Patroklos
  • 21.06.2017, 17:36h
  • Heiko Maas als Schirmherr des Kölner CSD: warum hat man da nicht gleich Volker Beck gefragt, ob er das Amt übernehmen will? Trotzdem ist Maas eine gute Wahl, allen SPD-Hetzern hier zum Trotz!
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#10 TomatenregenAnonym
  • 21.06.2017, 17:43h
  • Der CSD Köln sollte diesen SPD-Typen demonstrativ ausladen, nachdem er quasi Stunden zuvor erst die Opfer des §175 verhöhnt, kriminalisiert und per Festhalten am unterschiedlichen Schutzalter diskriminiert sowie die Eheöffnung blockiert hat. Wie kann man nur so dämlich, provinziell und rückgratlos sein, den eigenen Geiselnehmer noch zu hofieren? Gut, dass dieser CSD pleite ist, in den Köpfen der Macher_innen herrscht offenbar ebensolche Leere wie in ihren Kassen.
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