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Update der Polizei

Brand in Berliner Gay-Sauna: Tatverdächtiger ermittelt

Der 35-jährige Mann, den die Polizei mit Bildern öffentlich suchte, befindet sich wegen eines anderen Deliktes im Offenen Strafvollzug.


Die Feuerwehr während des Einsatzes im Februar

Einen Tag nach der Veröffentlichung von Bildern einer Überwachungskamera hat die Berliner Polizei einen Mann identifiziert, den sie als Tatverdächtigen einer fahrlässigen Brandstiftung in der Sauna "Steam Works" sucht.

Bei dem Feuer im ehemaligen "Apollo Splash Club" starben in den Abendstunden des 5. Februar drei Gäste (queer.de berichtete). Ermittler des Brandkommissariats beim Landeskriminalamt konnten nun den Tatverdächtigen am späten Donnerstagnachmittag namhaft machen.

Laut Pressemitteilung der Polizei habe ein gezielter Hinweis zu dem 35-Jährigen geführt. Er befinde sich zurzeit wegen eines anderen Deliktes im offenen Vollzug in einer Justizvollzugsanstalt in Heiligensee. Die Ermittlungen in dem Fall dauern weiter an, laut RBB werde der Mann nun verhört.

Am Mittwoch hatte die Polizei mehrere Bilder aus dem Eingangsbereich der Sauna verbreitet, die den Tatverdächtigen mit Gesicht sowie mit einem auffälligen Rückentattoo zeigten (queer.de berichtete).

Viele konnten sich ins Freie retten

Gegen 22.15 Uhr hatten damals einige Gäste den Brand im Untergeschoss der schwulen Sauna in der Kurfürstenstraße bemerkt. Rund 30 Besucher konnten sich ins Freie retten. Ein Gast musste mit einer schweren Rauchvergiftung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Die drei Toten wurden in einem Kellerlabyrinth mit rund 60 Kabinen aufgefunden. In dem nur schwach beleuchteten und verwinkelten Bereich habe der schwer abziehbare Rauch die Orientierung erschwert, erklärte ein Feuerwehrsprecher im Februar. Womöglich hätten bereits wenige Atemzüge ausgereicht, um das Bewusstsein zu verlieren.

Unter den früheren Namen "Apollo Sauna" und "Apollo Splash Club" war der Club in der Kurfürstenstraße in der Nähe des Bahnhofs Zoo seit fast vier Jahrzehnten eine Berliner Institution. Erst Anfang Januar war er nach mehreren Monaten des Umbaus unter dem neuen Namen "Steam Works" wiedereröffnet worden. Weil die Umbauten ohne Genehmigung erfolgten, sprach das Bezirksamt eine Woche nach dem Brand eine Nutzungsuntersagung aus (queer.de berichtete). (cw)



#1 schwarzerkater
  • 23.06.2017, 05:40h
  • offener strafvollzug? - mal abwarten, was man noch über die kriminelle karriere des tatverdächtigen lesen wird.
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#2 TommAnonym
  • 23.06.2017, 11:46h
  • Die Medien (BZ) schreibt von Verdacht auf "fahrlässiger Brandstiftung". Alles sehr suspekt und mysteriös ... :-(
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#3 wiking77
  • 24.06.2017, 20:35h
  • War's fahrlässig vom Täter oder gab es ein Motiv (gar ein homophobes) ? Wurde der Brandstifter schon vernommen?
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