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Dating-App

Tinder erhält ein Transgender-Update in Deutschland

Die Dating-App Tinder, die fast ausschließlich von Heterosexuellen genutzt wird, berücksichtigt ab sofort, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt.


Der US-Konzern Tinder ist weltweit aktiv – auch an Häuserwänden in Rom zeigt die App Präsenz (Bild: Denis Bocquet / flickr)

Tinder, die weltweit beliebteste Dating-App, bietet seit Freitag das Feature "More Genders" auf dem deutschen Markt an. Die Funktion ermöglicht es Nutzern, Informationen über ihre Geschlechtsidentität anzugeben und wird neben Deutschland auch in Frankreich und Spanien eingeführt.

Bisher konnten Tinder-Nutzer in Deutschland nur zwischen zwei Optionen bei der Geschlechtsangabe wählen – nämlich Mann oder Frau. Nutzer, die sich als transgender bzw. zwischen oder außerhalb der binären Geschlechterordnung identifizieren, wurden durch diese Einschränkung vor eine große Herausforderung gestellt.

In den Einstellungen der App kann ab sofort ausgewählt werden, welche Bezeichnung die eigene Geschlechtsidentität am besten beschreibt. Zudem können Nutzer wählen, ob ihr Geschlecht direkt auf ihrem Profil sichtbar sein soll. In den USA, Großbritannien und Kanada ist das neue Feature bereits seit November 2016 verfügbar.

Erste Transpersonen haben bereits "Matches" gefunden

"Wir freuen uns, das Update nun auch unserer Nutzerschaft in Deutschland zur Verfügung stellen zu können", erklärte Tinder-Mitgründer Jonathan Badeen. "Es gibt bereits mehr als 13 Matches [in den USA, Großbritannien und Kanada] zwischen Menschen, die sich selbst außerhalb der binären Geschlechterordnung verorten. Und wir hoffen, dass dieses Update dazu beiträgt, dass unsere Transgender- und Gender-non-confirming-Nutzer sinnvollere Matches erhalten und Tinder für sie zu einer positiven Erfahrung wird. Jeder ist auf Tinder willkommen."

Nachdem Tinder in den USA zunächst mit der LGBTI-Organisation GLAAD zusammengearbeitet hat, um die Plattform inklusiver zu gestalten, hat sich das Unternehmen nun zudem mit Transgender Europe sowie der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität (dgti e.V.) zusammengetan, um gemeinsam an der Lokalisierung des Updates für den deutschen Markt zu arbeiten.

Sichtbarkeit und Repräsentation von Transgender-Menschen seien nach Ansicht der dgti entscheidende Schritte, um in der Öffentlichkeit für mehr Wahrnehmung und Akzeptanz zu sorgen. "Die Natur kennt nicht nur schwarz oder weiß, nein sie kennt unendlich viele Graustufen, wieso sollte dieses ausgerechnet bei den Geschlechtern anders sein?", erklärte Andrea F. Ottmer, zweite Vorsitzende der dgti. "So ein Update kann dazu beitragen, mit festgefahrenen Klischees über Zweigeschlechtlichkeit aufzuräumen."

In den letzten Jahren war das führende soziale Netzwerk Facebook bereits auf mehr und mehr auf die Bedürfnisse von Transpersonen zugegangen. So erweiterte der US-Konzern 2014 die Gender-Optionen: Statt zwei konnten die Nutzer dann aus 60 Geschlechtsvarianten auswählen (queer.de berichtete). Später wurde das Angebot noch mehr ausgeweitet. (pm/cw)



#1 Simone GaudreauAnonym
#2 Patroklos
  • 23.06.2017, 22:14h
  • Halte von solchen Portalen wie tinder, grindr und Konsorten überhaupt nichts. Ich bin seit 17 Jahren in einer glücklichen Beziehung!
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#3 daVinci6667