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Luka Magnotta

Kanadischer "Porno-Killer" heiratet hinter Gittern

Luka Magnotta, der 2012 in Berlin verhaftet und später in seinem Heimatland Kanada zu lebenslänglicher Haft verurteilt wurde, hat im Gefängnis seine große Liebe gefunden.


Luka Magnotta arbeitete einst als schwuler Pornodarsteller und Callboy

Der 34-jährige verurteilte Mörder Luka Magnotta wird nach Berichten des Senders CBC am kommenden Montag in dem Hochsicherheitsgefängnis Port-Cartier (Provinz Québec) seinen 36-jährigen Mitinsassen Anthony J. heiraten. J. sitzt wie Magnotta wegen Mordes ein – er hatte 2003 in einer Gefängnisdusche einen Mitinsassen erstochen.

Magnotta, der in schwulen Pornofilmen als Eric Clinton Newman oder Vladimir Romanov bekannt wurde und auch als Callboy gearbeitet hat, sitzt eine lebenslängliche Haftstrafe ab, weil er im Mai 2012 seinen 33-jährigen Freund mit einem Eispickel erstochen und die Leiche anschließend zerstückelt hatte.

Der Mordfall gehörte in Kanada zu den spektakulärsten Kriminalgeschichten dieses Jahrtausends, da Magnotta nach dem Mord per Post Leichenteile an diverse Schulen und Parteizentralen geschickt hatte, darunter auch an das Büro des damaligen Premierministers Stephen Harper. In einem der Pakete lag die schriftliche Ankündigung, weitere Morde begehen zu wollen. Magnotta wurde auch beschuldigt, Teile der Leiche gegessen zu haben.

Später war auch ein selbstgedrehtes Video auf einer Internetseite aufgetaucht, das die Tat zeigte. Magnotta wurde international per Haftbefehl gesucht und schließlich in einem Internetcafé in Berlin festgenommen (queer.de berichtete). Zwei Wochen später lieferten die deutschen Behörden den Tatverdächtigen nach Kanada aus. Ende 2014 wurde er des Mordes schuldig gesprochen – das bedeutet, dass er nach frühestens 25 Jahren seine vorläufige Entlassung beantragen kann (queer.de berichtete).

Magnotta hatte Profil auf Datingseite für Insassen

2015 hatte Magnotta erneut für Aufmerksamkeit gesorgt, als er über "Canadian Inmates Connect", eine Datingseite für Gefängnisinsassen, einen Partner suchte. Sein Profil, das er im Juni 2015 erstellen ließ, sorgte damals für scharfe Kritik in den Medien. Der damalige Minister für öffentliche Sicherheit distanzierte sich von der Seite und erklärte, sie sei ein Schlag ins Gesicht für Opfer von Verbrechen.

Auf der Datingseite hatte Magnotta angegeben, er suche einen weißen Lebenspartner zwischen 28 und 38 Jahren, der sich in guter körperlicher Verfassung befinde. Außerdem seien ihm Loyalität, eine gute Bildung und finanzielle sowie emotionale Stabilität wichtig. Die Seite richtet sich insbesondere an in Freiheit lebende Personen, die nach einem Partner hinter Gittern suchen.

Das Profil wurde im Juli 2015 entfernt, nachdem der Betreiber der Seite eigenen Angaben zufolge einen Brief von Magnotta erhalten habe. Darin habe der Insasse erklärt, er habe bereits gefunden, wonach er gesucht habe. (cw)



#1 wiking77
  • 23.06.2017, 16:40h
  • er suche eine weißen Lebenspartner zwischen 28 und 38 Jahre, der sich in guter körperlicher Verfassung befindet. ... das finde ich aber ganz schön rassistisch von unserem ehemaligen schnuckeligen Porno-Performer! Gibt's denn schon ein Foto vom glücklichen Ehepartner?
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#2 Dieter BaeckerAnonym
#3 Max ScholzAnonym
  • 23.06.2017, 17:00h
  • Man sollte diese alten Geschchten auch mal ruhen lassen.

    Viel Glück dem jungen Paar!
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#4 seb1983
  • 23.06.2017, 17:41h
  • Antwort auf #3 von Max Scholz
  • Ernsthaft?

    Er hat die Tat gefilmt, die Leiche zerstückelt, Teile davon gegessen und verschickt. Das war schon eine ziemliche Arbeit und Planung über Tage. Anschließend ist er dann nach Deutschland geflüchtet.

    Aber hey, er hat sich bestimmt geändert, und ist ja schon 5 Jahre her....
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#5 DrakeAnonym
  • 23.06.2017, 19:45h
  • Die ganze Geschichte ist unglaublich aber mich wundert vor allem eine Sache:

    Luka hat auf der Datingseite "emotionale Stabilität wichtig" angegeben. Was zum Teufel bedeutet emotionale Stabilität für jdn, der seinen Partner ermodet, seine Leiche zerstückelt, Teile davon gegessen und verschickt hat?
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#6 Miguel53deProfil
  • 23.06.2017, 21:18hOttawa
  • Antwort auf #4 von seb1983
  • Selten genug. Doch hier stimme ich Dir voll zu. Die Anzeige ist geradezu pervers, wenn es um "Loyalität und emotionale Stabilität" geht.

    Ich bin absolut für Rehabilitation und neue Chancen. Es gibt aber auch irgendwo Grenzen. Hier sehe ich sie überschritten. Zumindest jetzt.
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#7 Patroklos
#8 daVinci6667
  • 23.06.2017, 22:37h
  • Ich drücke uns allen ganz toll die Daumen dass wir den beiden nie, nie, niemals begegnen werden. Um unserer Sicherheit willen.

    Ja, ich finde man soll auch verzeihen können. Aber man muss nicht. Und man macht absolut nichts falsch wenn man etwas nicht verzeiht.

    Einen Mord zum Beispiel und die Verstückelung von Leichen.
    Oder eine Vergewaltigung.
    Oder sexuellen Missbrauch.
    Oder Eltern die ihre minderjährigen Kinder aus dem Elternhaus prügeln weil sie schwullesbisch sind.

    Die grösste Gefahr gehen die beiden Ehepartner jedoch selbst ein. Ob die beiden in 10 Jahren sich noch immer nicht gegenseitig abgemurckst haben? Ich zweifle daran. Wären solche Dinge nicht auch was für Wettbüros?
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#9 daVinci6667
  • 23.06.2017, 23:15h
  • Antwort auf #1 von wiking77
  • Nein. Du hast kaum Einfluss auf was du stehst. Da ist jeder vollkommen frei. Ich mag z.B blonde, unbehaarte und grosse Männer, eher nordländische Männer.

    Verliebt und dann auch geheiratet habe ich dann einen etwas kleineren Mann als ich selbst, Südländer und dunkelhaarig und leicht behaart ist. Und er ist trotzdem mein Traummann.
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#10 Homonklin44Profil
  • 24.06.2017, 02:44hTauroa Point
  • Antwort auf #1 von wiking77
  • Hat mit "rassistisch" nix zu tun, einige Leute fliegen auf einen bestimmten Typ Männer, anderen ist der Typ relativ egal.

    Mich zieht höchstens einer von 20 000 Männern irgendwie attraktionstechnisch an, die anderen könnten sich signalgelb anmalen und mit Blaulicht rumlaufen, sie würden mir nicht auffallen.

    Ein Mörder, der wie ein Schnuckel aussieht, hätte aber so wenig Chancen wie Angela Merkel, Montserrat Caballé und Alice Schwarzer zusammen genommen. Ebensowenig wie ein hochdurchgeistigter Typ mit Uni-Referenzen nur ein Kumpan werden könnte, wenn er nicht meinem Typ entspricht. Im Zweifelsfall lieber alte Jungfer.

    Bin auch gespannt, wann die emotionale Stabilität da mal wieder passé ist. Die Trennung dürfte spektakulär Vs. 2.0 werden.
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