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Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Berlin: Respect Gaymes stehen vor der Tür

Zum zwölften Mal findet das Sport- und Kulturevent am 1. Juli in der Hauptstadt statt. Vorurteile sollen spielerisch abgebaut werden – etwa bei Jugger oder Quidditch.


Teilnehmer der Gaymes nach einem anstrengenden Tag (Bild: Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg)

"Zeig Respekt für Schwule und Lesben" – so lautet seit Jahren das Motto der Respect Gaymes, die auch dieses Jahr wieder vom Bildungs- und Sozialwerk des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg veranstaltet werden. Statt in stickigen Seminarräumen soll das Ziel aber mit Spiel und Spaß unter praller Sonne erreicht werden. Insgesamt werden rund 3.000 Besucher erwartet.

Die Veranstalter laden Kinder, Jugendliche und Erwachsenen "jedweden Geschlechts und sexueller Orientierung" in den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark ein. Den ganzen Tag über messen sich etwa 100 Teams in sechs Sportarten: Im Fußball, Beachvolleyball, Völkerball, Fechten, Cricket und im neuen Trendsport Jugger, einer Mischung aus Rugby und Gladiatorenkämpfen. Zudem wird es erstmals ein inklusives Fußballspiel für Menschen mit geistigen Einschränkungen geben.

Schuhplattler und Bauchtänzer sorgen für Unterhaltung

Viele weitere sportliche Herausforderungen warten auf die Besucher, etwa Torwandschießen oder Quidditch (ja, der Harry-Potter-Sport). Für Unterhaltung sorgen unter anderem queere Chöre, Schuhplattler, Bauchtänzer und Disc-Jockeys.

Im sogenannten Respect-Gaymes-Village gibt es auch Infostände verschiedener Organisationen sowie ein Familienprogramm. Auch fürs leibliche Wohl ist gesorgt.

Das Event ist aus dem Terminkalender der Bundeshauptstadt nicht mehr wegzudenken: Bereits seit 2005 wird über den Sport ein Begegnungsraum für Hetero- und Homosexuelle aus verschiedenen Lebenssituationen geschaffen – mit dem Ziel, Vorurteile abzubauen. Auf spielerische Weise soll so ein Zeichen für eine offene Gesellschaft gesetzt werden. Das beinhaltet etwa auch eine stärkere Sichtbarkeit von Frauen im Fußball, die Integration von Geflüchteten sowie die Inklusion von Menschen mit Einschränkungen. (cw)

Respect Gaymes

Samstag, 1. Juli 2017, 10.00-18.00 Uhr, Ort: Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, Cantianstraße 24, Berlin (nahe U-Bhf. Eberswalder Straße)


#1 EisenhowerProfil
  • 24.06.2017, 13:12hMarseille
  • Ich bin ziemlich überrascht, ehrlich gesprochen. Ein Satz, direkt von der Webpage des Projekts:

    «Durch Sport und Kultur sollen Begegnungen zwischen homosexuellen und heterosexuellen Menschen geschaffen werden, die sonst wenig Berührungspunkte haben.»

    Ich habe den LSVD und viele andere schwule Gruppen bislang eher als ausgesprochen egoistische Clubs wahrgenommen, die sich ausschliesslich - und dazu auch noch ausgesprochen verkrampft - den eigenen Interesen und dem eigenen Klientel widmen.

    Und das sind dann zumeist in etwa die Interessen von 50-jährigen Dauerdiscobesuchern, um es mal deutlich zu formulieren. So zumindest meine Wahrnehmung dazu bislang.

    Und das hier fällt doch sehr deutlich aus dem Schema. Danke für den sehr interessanten Artikel! Ich hoffe, wir sehen solche Spiele auch irgendwann in Duisburg, Stuttgart, Braunschweig und Paderborn. Alles Gute und viel Erfolg den Athleten!
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#2 Matthias SchreiberAnonym
  • 24.06.2017, 15:59h
  • Hallo liebe Community, ich hab mal ne Frage. Neulich auf dem Flohmarkt habe ich ein kleines Büchlein in der Hand
    gehabt mit Gedichten für Athleten, und das war aus Griechenland(?). Da wollte ich mal fragen weiß vllt. jmd. was dazu?? Das könnte man ja nehmen für die Schule (Sportunterricht), ist mir aber erst hinterher eingefallen.
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#3 Abdul-Nasser WakilAnonym
  • 24.06.2017, 17:54h
  • Hallo Matthias,

    das war vermutlich eine Ausgabe der Epinikia (Siegeslieder) von Pindar.

    Eine gute aktuelle Ausgabe ist die der Loeb Classical Library der Harvard University Press. Diese Bände sind sehr günstig, Du kannst sie Dir für 20,49 oder 21 Euro pro Band nach Deutschland schicken lassen. Hier sind es zwei Bände:

    Pindar: Olympian Odes. Pythian Odes

    www.hup.harvard.edu/catalog.php?isbn=9780674995642

    Pindar: Nemean Odes. Isthmian Odes. Fragments

    www.hup.harvard.edu/catalog.php?isbn=9780674995345

    Auf Deutsch gibt es auch eine einbändige Ausgabe im Reclam Verlag, und es gibt auch andere (ältere) Ausgaben.

    Du kannst aber auch mal bei der deutschen Wikipedia schauen, da ist ein Übersichtsartikel erstellt worden:

    de.wikipedia.org/wiki/Epinikia_(Pindar)

    "Die Epinikia (auch Siegeslieder oder Oden) des griechischen Dichters Pindar sind chorlyrische Preislieder auf Sieger griechischer Agone, die zwischen 500 und 445 v. Chr. entstanden sind und ab dem 3./2. Jahrhundert v. Chr. als Sammlung gemeinsam tradiert wurden. Sie sind in vier Teile gegliedert, die nach den vier panhellenischen Kult- und Wettkampfstätten der frühklassischen Zeit benannt werden, in denen die besungenen Athleten siegreich waren."
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#4 KlientelAnonym
  • 24.06.2017, 18:05h
  • Antwort auf #1 von Eisenhower
  • "Ich habe den LSVD und viele andere schwule Gruppen bislang eher als ausgesprochen egoistische Clubs wahrgenommen, die sich ausschliesslich - und dazu auch noch ausgesprochen verkrampft - den eigenen Interesen und dem eigenen Klientel widmen. "

    So egoistisch wie ihr CDU-Fans, die ihr letztendlich nur Werbung für die CDU in der Community machen wollt und ansonsten nur auf eure Karriere bedacht seid, wo ihr euer Schwulsein möglichst verkrampft verbirgt und homophobe Ausraster in eurer Partei unkommentiert lasst, weil es sonst eurem Ziel schadet?
    Interessant, dass gerade von euch der Vorwurf des Egoismus kommt, haben doch fast alle schwulen Politiker in der CDU nicht gerade durch tollen Einsatz geglänzt.
    Wessen Interessen soll sich der LSVD denn eigentlich widmen, wenn er sich doch so nennt?
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#5 Lance MetivierAnonym
  • 24.06.2017, 18:56h
  • Antwort auf #3 von Abdul-Nasser Wakil
  • Vielleicht war es Pindar selber, vielleicht war es aber auch Hölderlin?

    Norbert von Hellingrath hat die Pindar-Übertragungen von Hölderlin im Jahr 1911 veröffentlicht (Download des Buchs im folgenden Link) und damit, so absurd es auch scheinen mag, Hölderin in Deutschland "neu entdeckt".

    de.wikipedia.org/wiki/Norbert_von_Hellingrath#Schriften

    Hölderlin war in Deutschland ganz vergessen (siehe Artikel), und erst im Folge dieser Publikation von 1911 (die natürlich von ungeheurem Wert ist!!) begann man wieder, Hölderlin zu lesen.

    Neben Pindar übte auch Sophokles einen wichtigen Einfluss auf Hölderlin aus.

    Heute gibt es zum Thema Pindar und Hölderlin zahlreiche Untersuchungen und Textausgaben, nur zwei Beispiele:

    Hölderlins Hinwendung zu Griechenand hat nichts gemein mit dem sentimentalen Klischee... (Hölderlin Ausgabe Verlag Stroemfeld / Roter Stern)

    hoelderlin.de/edition/kta-15.html


    Die Übersetzung von Rhythmus: Hölderlins Transitprogramm hin zu einer "belebenden Kunst" (TRANSIT A Journal of Travel, Migration, and Multiculturalism in the German-speaking World, Berkeley University)

    transit.berkeley.edu/2006/previsic/

    Also was ich sagen möchte ist, es könnte ja auch ein Hölderlinband mit den Pindar-Fragmenten gewesen sein.

    Beachtet werden muss aber: Seit Hölderlin hat sich Griechenland weiterentwickelt! Auch wenn Hölderlin selbstverständlich REVOLUTIONÄR ist. Im besten Sinne des Wortes nämlich!
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#6 stromboliProfil
#7 Abdul-Badi RayhanAnonym
#8 Borislav MarjanovicAnonym
  • 25.06.2017, 13:38h
  • In Köln gibt es doch viele LGBT Sportvereine / Fanprojekte, weshalb kann man / frau denn hier so was nicht machen?
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#9 Sean OlssonAnonym
  • 25.06.2017, 14:50h
  • Antwort auf #5 von Lance Metivier
  • Danke für die Hinweise. Das erläutert eine für mich zuvor unklare Stelle in einem Gedicht von Stefan George von 1897, das dem Andenken des Griechischen Freiheitskämpfers Clement Harris gewidmet ist.

    ... ... ... brausend
    Ward ihm das lob der helden offenbart
    Von Pindars Hohem Lied und schwoll vereint
    Mit eignem sange .. dann trifft den verlezten
    Der sich nicht tragen kann ins herz ein schuss.

    de.wikisource.org/wiki/Pente_Pigadia

    en.wikipedia.org/wiki/Clement_Harris

    Und einige Jahre später entdeckt dann der George-Schüler Norbert von Hellingrath die Pindar-Übertragungen Hölderlins. Es ist kaum zu glauben.
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