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"Über sie reden – nicht mit ihr"

CSD Stuttgart will mit AfD über LGBTI-Rechte diskutieren

Zu zwei Podiumsdiskussionen zur Bundestagswahl haben die CSD-Veranstalter auch die homophobe Rechtsaußenpartei eingeladen – die Linksjugend ist entsetzt.


Zu ihrer Podiumsdiskussion zur Wahl lud die IG CSD Stuttgart auch den AfD-Direktkandidaten Dirk Spaniel ein (Bild: AfD Stuttgart)

Am 11. Juli veranstaltet die IG CSD Stuttgart ihre erste von zwei Podiumsdiskussionen zur Bundestagswahl. Neben Stefan Kaufmann (CDU), Ute Vogt (SPD), Johanna Tiarks (Linke), Cem Özdemir (Grüne) und Judith Skudelny (FDP) soll ab 19.30 Uhr auch der AfD-Direktkandidat Dirk Spaniel im Württembergischen Kunstverein zu Wort kommen. Zum zweiten Wahlcheck am 25. Juli in Bad Cannstatt luden die CSD-Veranstalter mit Lothar Maier ebenfalls einen Vertreter der homophoben Rechtsaußenpartei ein.

"Es verspricht also ein spannender Abend rund um Gleichberechtigung und Vielfalt zu werden, denn wir werden den Damen und Herren gehörig auf den Zahn fühlen", erklärte dazu CSD-Sprecher Christoph Michl in einem Video.

Vimeo / CSD Stuttgart | CSD-Sprecher Christoph Michl über die Bedeutung der Bundestagswahl

Linksjugend: AfD-Teilnahme legitimiert Homophobie

Doch zwei Wochen vor der ersten Diskussion gibt es scharfe Kritik. Die Stuttgarter Linksjugend nannte die AfD-Teilnahme am Montag "verantwortungslos und beschämend". "Mit Nazis, Rassisten, Homophoben diskutiert man nicht, man bekämpft sie!", erklärte ihr Sprecher Sven "Gonzo" Fichtner in einer Pressemitteilung.

Jeder öffentliche Auftritt diene der weiteren Etablierung und Legitimierung der AfD, so die Linksjugend, die an die Teilnahme der Partei an der sogenannten Demo für alle erinnerte. "Die AfD bekämpft unsere gemeinsamen Ziele. Deswegen ist es wichtig, dagegen klar, öffentlich und massenhaft Position zu beziehen. Die AfD zu bekämpfen heißt: über sie reden – nicht mit ihr."

Für die AfD Stuttgart ist die Ehe für alle "lächerlich"

Erst am Wochenende hatte die AfD Stuttgart mit einem Facebook-Post Stimmung gegen die Ehe für alle gemacht. Die Gleichbehandlung von Lesben und Schwulen wurde darin als "lächerlich" bezeichnet und indirekt als Gefahr für den Fortbestand des deutschen Volkes dargestellt: "Wenn einem natürlich das klassische Familienbild ganz egal ist, man es sogar als rückständig und verstaubt ansieht, dann ist man ungeachtet der demographischen Probleme in Deutschland mit solchen vermeintlich populären Positionen schnell bei der Hand."



Vor der Abgeordnetenhauswahl im vergangenen Jahr in Berlin hatte auch das mittlerweile eingestellte Magazin "Männer" die AfD zu einem Wahltalk eingeladen (queer.de berichtete). Zwar entlarvte Moderator Kriss Rudolph die homophoben Positionen des AfD-Kandidaten Frank-Christian Hansel, der LGBTI-Rechte auf dem Podium etwa als "Luxusprobleme" bezeichnet hatte, für eine sachliche Diskussion, wie man in der Berliner Queerpolitik vorankommt, blieb so jedoch keine Zeit mehr. (mize)



#1 AntisauschwobAnonym
  • 27.06.2017, 11:48h
  • "CSD Stuttgart will mit AfD über LGBTI-Rechte diskutieren"

    Schafherde Böblingen will mit Wolfsrudel über Veganismus diskutieren

    Passt alles ins Stuttgarter Bild:
    Die Religiotin und Anführerin einer schwulendiskriminierenden Vereinigung zur Schirmfrau ernennen und sie frei von der Messweinleber weg missionieren lassen, dann mit den Henkern über das eigene Lebensrecht plaudern.
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#2 Carsten 90Anonym
  • 27.06.2017, 12:08h
  • Mit Faschisten diskutiert man nicht. Punkt.

    Sowas wertet die nur noch auf und das nutzen die gnadenlos für ihre Zwecke aus.
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#3 elliAnonym
  • 27.06.2017, 12:13h
  • Das von euch propagierte Demokratieverständnis stimmt mich traurig, liebe Linksjugend (zu der auch ich zähle). Eine Demokratie lebt schon immer vom Diskurs und Diskussionen, das heißt vom gemeinsamen Miteinander-Reden. Ausgrenzendes Sprechverbot und Hetze, ohne den Gegner zu Wort kommen zu lassen, sind Kennzeichen diktatorischer Regime. Oder doch eher mittelalterlich? Einen dogmatischen Bann über Menschen zu verhängen und abzusprechen, mit ihnen Gespräche zu führen, ist jedenfalls alles andere als förderlich und schon gar nicht zukunftsfähig.
    Solltet ihr weiter so einen hetzerischen Kurs fahren und weiter das ausüben, was linke Parteien eigentlich bekämpfen sollten, nämlich ausgrenzerisches Denken, werde ich wohl leider meine Parteimitgliedschaft beenden (obwohl und gerade, weil ich rechtes Gedankengut - wie es von der AfD vertreten wird) - nicht ausstehen kann, doch mit euren Positionen nehmt ihr euch leider immer weniger mit solchen Parteien, weil ihr die Hetze nur umlenkt, statt sich Hetze zu verweigern.)
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#4 VerständnisAnonym
  • 27.06.2017, 12:44h
  • Antwort auf #3 von elli
  • "Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber" - oder machen Wahlwerbung und "diskutieren" mit ihnen,

    während die sich überall und immer hemmungsloser gerade auch gegen LGBT-Menschen zusammenrotten und homo- und transphobe Aggressionen und Gewalt verbreiten und befördern.

    Siehe u. a. "Demo für Alle", Hetze gegen (auch LGBT-) Geflüchtete usw. usf.

    Mit purer Menschenverachtung und -feindlichkeit gibt es nichts zu "diskutieren".

    www.queer.de/img/gedenktafel-nollendorfplatz-470-.jpg
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#5 Julian SAnonym
  • 27.06.2017, 12:47h
  • In Stuttgart lernt man einfach nicht aus den Fehlern der Vergangenheit.

    Als die ersten kleinen Demo irgendwelcher verwirrten Ewiggestriger in Stuttgart gegen die Bildungspläne demonstrierten, hat man noch gedacht, da bräuchte man nicht aktiv zu werden.

    Es hat lange gedauert, bis die ersten Gegendemos kamen. Und in dieser Zeit sind "Demo für alle" und wie sie sich alle nennen immer stärker geworden, weil durch den fehlenden Widerspruch viele Bürger dachten, das was da behauptet wurde (Pornos und Gruppensex im Unterricht, etc.), wäre alles wahr.

    Anderswo in Deutschland hat es von Anfang an Gegenproteste gegeben und da konnten diese homo- und transphoben Bewegungen deswegen erst gar nicht so stark werden wie in Baden-Württemberg.

    Und jetzt macht man dort denselben Fehler wieder und will mit der AfD über dieses Thema diskutieren.

    Kapieren die das wirklich nicht? Die AfD will nicht diskutieren - die haben bereits ihre Meinung, von der sie gar nicht abweichen wollen. Die AfD will nur ein Podium für ihre Hetze und ihr das zu bieten ist naiv und dumm und ein riesiger Fehler...
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#6 illeAnonym
#7 stromboliProfil
  • 27.06.2017, 13:22hberlin
  • Antwort auf #3 von elli
  • ach red doch nicht so einen unzusammenhängenden unsinn daher!

    Zuerst einmal: man duiskutiert darüber wie man die eigene oder andere situation verbessern kann und fragt die anwesenden darüber aus, was deren zukünftige maßnahmen hierzu sein können/werden!
    Nicht darüber geredet wird, was einem/uns "nicht zusteht".
    Das soll die nafd auf ihren parteitagen und sonstigen medialen reichsparteitagen-sportpalastveranstaltungen tun.

    Ich weis auch um die wirkungslosigkeit der argumente in solchen podiums-diskussionen, wenn der nafd'ler sich in seinen braunen wirrungen verstrickt... in seiner asozialität nicht direkt konfrontiert, so vorgeführt wird.
    Spätestens hier aber wäre dann ein rausschmiss von der bühne angesagt und unumgänglich.. eben als politisches signal!

    Ob die anwesenden hierzu die courrage und den nötigen populistischen widerstand aufzubringen und so in der lage sind, dem zu erwartenden populistischen dünnschiss etwas entgegenzusetzen ausser bürgerlichem erschöcken, wage ich zu bezweifeln!
    Ich brauch mir hierzu nur so manchen forumsbeitrag von hier mitschreibenden anzuschauen, um zu wissen wie der mainstream mittlerweile tickt!

    Viele gut-bürgerlich gutwillige ohne durchsetzungsvermögen.. wer pastorInnen zum schirmherr macht, hat sein anliegen an der kirchentür abgegeben!
    Da gibt es dann die halt die andere wange ( "diskussion miteinander" ) hinhaltens. nummer.
    Die aber kennen wir zu genüge!
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#8 krakalaAnonym
  • 27.06.2017, 13:27h
  • Ich finde die Idee gut!

    Ich würde aber vorschlagen sich nicht zum diskutieren zu treffen. Trefft euch zusammen etwas anderes zu machen.
    Zusammen ein freundschaftliches Fussballspiel (mit gemischten Teams), oder zusammen essen/kochen, zu feiern, oder andere Alternativen.

    Es sind letztlich auch nur Menschen, und wenn sie lernen, dass wir keine Monster sind, werden früher oder später auch ihre Weltbilder mit der Zeit Risse bekommen, dann bröcken und schließlich komplett in sich zusammen fallen.
    Es ist schwer jemanden zu hassen den man kennt.
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#9 GronkelAnonym
  • 27.06.2017, 14:54h
  • Antwort auf #3 von elli
  • Was soll man sagen,
    jede Blockade von Demonstrationen tritt Demokratie mit Füßen, jedes Sprengen von Veranstaltungen, jedes Niederbrüllen und verhindern von Vorlesungen, jede Einschüchterung und jeder Versuch andere von einer Diskussion abzuhalten.
    Sei Konsequent und kehre denen den Rücken die die Demokratie mit Füßen treten.
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#10 SanottheEhemaliges Profil
  • 27.06.2017, 14:54h
  • Die Stuttgarter Biedermänner holen sich die Brandstifter direkt ins Haus.
    Und wundern sich dann, wenn sich einige Hausbewohner_innen zu Recht massiv dagegen auflehnen.

    Kein guter Perspektivwechsel im Ländle.

    Dem Faschismus keinen Raum geben - schon gar nicht im eigenen Haus! Danke, Linksjugend, für Eueren deutlichen Aufschrei. Wenigstens eine Gruppe, die sich traut, das Maul aufzumachen und deutlich Stellung zu beziehen.
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