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Von Grundrechten und Vorurteilen

Dokumentartheater über LGBTI-Flüchtlinge

Im Badischen Staatstheater Karlsruhe wird am Freitag das Stück "Nowhere Out" uraufgeführt, bereits am Mittwoch gibt es eine öffentliche Probe.


Jonathan Bruckmeier als queerer Flüchtling am Badischen Staatstheater (Bild: Felix Grünschloß)

  • 28. Juni 2017, 14:03h, noch kein Kommentar

Geflüchtet, muslimisch, queer. Was wie ein Stück über Minderheiten und ihre sich überschneidenden Diskriminierungen erscheint, entpuppt sich als ein Abend auch für unsere heterosexuellen christlichen Nachbarn. Denn es geht um Sexualitäten, Religionen und ihre Gesetze, über Grundrechte, falsche Zuschreibungen und Vorurteile.

Im Dokumentarstück "Nowhere Out" von Hans-Werner Kroesinger und Regine Dura, das am Mittwoch im Rahmen einer öffentlichen Probe am Badischen Staatstheater Karlsruhe erstmals aufgeführt wird (offizielle Premiere ist am Freitag), kommen verschiedenste Perspektiven und Positionen zu Wort: Geflüchtete, Aktivisten, Behörden-Mitarbeiter, Religions- und Sexualwissenschaftler, Journalisten und Autoren, von christlich-fundamentalistisch bis zu links-feministisch. Das vierköpfige Ensemble hat sich zur Vorbereitung durch wissenschaftliche Arbeiten, Interviews, religiöse Texte und Handbücher gearbeitet, Tagungen und Workshops besucht und LGBTI-Geflüchtete persönlich getroffen.

Die Erwartungen sind hoch: Hans-Werner Kroesinger und Regine Dura gelten als Deutschlands profilierteste Dokumentartheater-Macher. Seit 25 Jahren recherchieren sie kontinuierlich zu gesellschaftlich und politisch brisanten Themen, vom Völkermord an den Armeniern und dem Genozid in Ruanda bis zu Frontex, der RAF und der deutschen Griechenland-Manie. (cw/pm)

Infos zum Stück

Nowhere Out. Dokumentartheater von Hans-Werner Kroesinger und Regine Dura. Mitwirkende: Marthe Lola Deutschmann, Antonia Mohr, Jonathan Bruckmeier, Gunnar Schmidt. Dauer: ca. 2 Stunden. Öffentliche Probe am 28. Juni um 19 Uhr, Uraufführung am 30. Juni um 20 Uhr im Studio des Badischen Staatstheaters, Hermann-Levi-Platz 1, 76137 Karlsruhe. Weitere Termine ab Oktober 2017.