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Einzelkommentar zu:
Ehe für alle heißt noch lange nicht Akzeptanz


#5 herve64Profil
  • 29.06.2017, 08:58hMünchen
  • "Ist es wirklich Befreiung, wenn Homos ganz in der heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft aufgehen und im Gegenzug kaum noch eigene queere Fragestellungen und Lebensentwürfe erkennbar sind?"

    Wohl kaum! Das ist eher eine Unterwerfung unter die soziale Kontrolle der heteronormativ geprägten Gesellschaft. Aber manche scheinen das zu brauchen.

    "Sind eigene Rückzugs-Räume, an denen man nicht auf das Wohlwollen der heterosexuellen Mehrheit angewiesen ist, und Orte, an denen aus einzelnen lesbischen, schwulen, bisexuellen und transgender Menschen eine Community entstehen kann, wirklich gleichzusetzen mit Abschottung und Ghettoisierung?"

    Was Abschottung betrifft: z. T. ja. Die hat aber auch ihre Gründe. Ich möchte z. B. nicht unbedingt im Darkroom von einer neugierigen, vorgeblichen "Faghag" beobachtet werden, wenn ich gerade bei der Sache bin. Abgesehen davon müssen z. B. auch (schwule) Männer damit leben, nicht in Frauencafés oder ähnlichen feministischen Zentren als Gäste willkommen zu sein.

    Generell gesagt stellt sich wirklich die Frage, was aus der Community jetzt wird: bei aller Befürwortung der Eheöffnung sollte man wirklich genau hin sehen, was damit eigentlich bezweckt werden könnte und wohin das führt.

    Oder, um es mal ganz einfach zu fragen: wollen Schwule weiterhin Schwule bleiben oder heterosexualisierte Biedermänner werden mit Ehemann, evtl. Kind, Toaster, Eierkocher, Auto, Häuschen und Bausparvertrag?
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