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Letzte Schlacht

Zwischen Wut und Segen: So reagieren die Kirchen auf die Ehe für alle

Während die katholische Bischofskonferenz und Evangelikale die Gleichbehandlung von lesbischen und schwulen Paaren verhindern wollen, kommt Unterstützung vom Rat der Evangelischen Kirche.


Deutschlands Katholikenchef Kardinal Marx hatte bereits vor zwei Jahren in Anwesenheit von Bundeskanzlerin und Vizekanzler erklärt, dass die Politik nicht das Recht habe, Schwule und Lesben im Ehe-Recht gleichzustellen (queer.de berichtete). (Bild: Erzbischöfliches Ordinariat München)

Die für diesen Freitag im Bundestag geplante Abstimmung zur Ehe-Öffnung für gleichgeschlechtliche Paare hat in den beiden größten Kirchen Deutschlands ein unterschiedliches Echo hervorgerufen.

Die Deutsche Bischofskonferenz betonte am Mittwoch in einer Stellungnahme, "dass die Ehe – nicht nur aus christlicher Überzeugung – die Lebens- und Liebesgemeinschaft von Frau und Mann als prinzipiell lebenslange Verbindung mit der grundsätzlichen Offenheit für die Weitergabe von Leben ist." Die Kirche sei der Auffassung, "dass der Staat auch weiterhin die Ehe in dieser Form schützen und fördern muss."

Der Vorsitzende der Konferenz, Kardinal Reinhard Marx, betonte weiter, man bedauere, "wenn dieser Ehebegriff aufgelöst werden soll und damit die christliche Auffassung von Ehe und das staatliche Konzept weiter auseinandergehen." Es sei auch "wegen der von vielen Seiten geäußerten erheblichen verfassungsrechtlichen Bedenken völlig unangemessen, eine solche gesellschaftspolitische Grundentscheidung in diesem überstürzten Verfahren zu fällen."

Die Kirche hatte vermeintliche verfassungsrechtliche Bedenken bereits im September 2015 in einer Expertenanhörung im Rechtsausschuss des Bundestags kundgetan – die meisten Experten sahen damals keine Probleme (Anhörungs-PDF). Marx betonte noch, es sei ein Missverständnis, "die hervorgehobene Rechtsstellung der Ehe und ihren bleibenden besonderen Schutz als Diskriminierung homosexuell veranlagter Männer und Frauen zu verstehen."

Facebook / domradio.de | Das Kölner Domradio verbreitete am Mittwoch diese Gedanken des Kölner Weihbischofs Ansgar Puff über Ehen, Mäuse und Würste und den Wunsch zur Differenzierung

Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer, ein Unterstützer der "Demo für alle", meinte am Mittwoch, die Ehe für alle sei die "Abkehr von einer in der Menschheitserfahrung seit unvordenklichen Zeiten hochgehaltenen und vom Grundgesetz ausdrücklich geschützten Institution": Der Ehe aus Mann und Frau als "einzigen Ort, an dem Menschen auf natürliche Weise gezeugt und zur Welt gebracht werden". Er betonte: "Niemand wird diskriminiert, wenn die Ehe als Lebensgemeinschaft von Mann und Frau als der Ort der Zukunftseröffnung einer Gesellschaft privilegiert und besonders geschützt wird."

Das Gesetz betreffe nur einen "kleinen Personenkreis", so Voderholzer. Der heranwachsenden Generation sei ein besserer Dienst erwiesen, "wenn wir ihr die Ehe weiterhin als besonders geschützte Gemeinschaft von Mann und Frau und damit als Orientierungspunkt und Wegweiser zu einem gelingenden Leben gerade auch im Dienst an der Zukunft der Gesellschaft vor Augen stellen." Abgeordnete sollten daher ihrer "historischen Verantwortung" gerecht werden.

In einem Gastbeitrag für die "Rheinische Post" kritisierte der Kölner Weihbischof Dominik Schwaderlapp, der "überstürzten Debatte" fehlte es an "Respekt gegenüber demokratischen Prozessen". Eine Ehe für alle sei ein "Widerspruch in sich", weil die christliche Ehe "einzigartig" sei. Zuvor hatte bereits der Berliner Erzbischof Heiner Koch zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage betont, dass es keine Diskriminierung sei, wenn zwischen den Ehen heterosexueller Paare und den Lebensgemeinschaften gleichgeschlechtlicher Paare unterschieden werde (queer.de berichtete).

Evangelische Kirche begrüßt Ehe-Öffnung, Evangelikale beklagen sie

Der Rat der Evangelischen Kirche betonte am Mittwoch, für die Kirche seien "Vertrauen, Verlässlichkeit und die Übernahme von Verantwortung in der Gestaltung menschlicher Beziehungen von zentraler Bedeutung." Aus Sicht der Kirche biete die Ehe dafür beste Voraussetzungen und sei deshalb ein Zukunftsmodell. "Sie bildet den rechtlichen Rahmen für ein Zusammenleben von zwei Menschen, das auf lebenslanger Treue beruht. Dass auch für gleichgeschlechtlich liebende Menschen, die den Wunsch nach einer lebenslang verbindlichen Partnerschaft haben, der rechtliche Raum vollständig geöffnet wird, in dem Vertrauen, Verlässlichkeit und Verantwortung durch gesetzliche Regelungen geschützt und unterstützt werden, begrüßt die EKD. Die Bedeutung der Ehe zwischen Mann und Frau wird dadurch keineswegs geschmälert. Im Gegenteil – sie wird noch einmal unterstrichen."

In den Landeskirchen und der Kirche weltweit gebe es unterschiedliche Auffassungen, die ihre Berechtigung hätten, so die EKD weiter. "Die Debatte um die Öffnung der Ehe ist über mehrere Jahre ernsthaft und mit wechselseitigem Respekt geführt worden. Wir hoffen, dass sie in diesem Geiste auch am Freitag im Bundestag geführt wird."

#Ehefueralle: Landesbischof begrüßt Öffnung der Ehe"Menschen leben nicht nur in der Ehe zwischen Mann und Frau,…

Posted by Landeskirche Hannovers on Mittwoch, 28. Juni 2017
Facebook / Landeskirche Hannovers

Kein Respekt kommt vom evangelikalen Flügel der Evangelischen Kirche. Der Dachverband Evangelische Allianz betonte in einer Stellungnahme, er halte "am Eheverständnis von Mann und Frau und Familie" fest. "Sie sind die Keimzelle einer jeden Gesellschaft. Wird dieses Eheverständnis aufgelöst, werden sich weitere Fragen ergeben: etwa, ob auch Polygamie oder Geschwisterehen legalisiert werden sollten."

Gegen eine Einführung der Ehe für alle wandte sich auch die Konferenz Bekennender Gemeinschaften in den evangelischen Kirchen Deutschlands. "Ein solcher Schritt bedeutet letztlich die Aufhebung der Ehe, widerspricht eindeutig den Aussagen der Bibel, ist nicht vereinbar mit dem christlichen Menschenbild und widergöttlich", erklärte der Vorsitzende des theologisch konservativen Zusammenschlusses, der Hamburger Pastor Ulrich Rüß, gegenüber dem evangelikalen Portal idea. Die Ehe für alle sei das Ergebnis einer "individualistischen Genderideologie".



#1 krakalaAnonym
#2 AndreasAnonym
  • 29.06.2017, 08:55h
  • "Hoffentlich" kann man diesen Kommentare nur sagen, hoffentlich wird auch irgendwann über Polygamie und Geschwisterehen gesprochen.
    Das ist ebenfalls ein Thema, bei dem der Staat und vor allem die Kirchen sich anmaßen anderen vorschreiben zu müssen, was jemand tun oder lassen soll.
    Wir leben im Jahr 2017. Wenn jemand polygam leben will. Why not?
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#3 Patroklos
  • 29.06.2017, 08:58h
  • Wir brauchen den säkulären Staat, so wie er auch in Frankreich z. B. praktiziert wird, damit besonders die Katholische Kirche keine Störfeuer mehr macht!
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#4 myysteryAnonym
  • 29.06.2017, 09:08h
  • "Ein solcher Schritt bedeutet letztlich die Aufhebung der Ehe, widerspricht eindeutig den Aussagen der Bibel, ist nicht vereinbar mit dem christlichen Menschenbild und widergöttlich".

    Bibel, christlich, widergöttlich. Leute wie der Rüß sollen doch einfach in den Iran oder nach Saudi-Arabien ziehen, wenn sie Gesetzgebung und Rechtssprechung nach Religionsdoktrin wünschen.
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#5 stromboliProfil
  • 29.06.2017, 09:29hberlin
  • Antwort auf #2 von Andreas
  • völlig richtig!
    Deshalb muss die kommende Forderung auch heißen: Weg mit der Eingleisigkeit in den Partnerschaftsangeboten egal ob heteroehe oder homoehe.. , sondern eine Vielfalt von Wahlmöglichkeiten her, in denen unterschiedliche Lebenskonzepte rechtliche Absicherungen erhalten.
    Mag "ehe für alle" teil dieser Regelungen sein, mag auch der kirchliche Popanz der heteroorientierten "ehe teil dieser anzustrebenden Vielfalt sein, schließlich soll jeder nach seiner fasson leben können..., aber grundsätzlich muss(!) diese Einseitigkeit der Partnerschaftsdiskussion/en ein Ende durch radikale Erweiterung erhalten!

    Der Kampf beginnt erst!
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#6 krakalaAnonym
  • 29.06.2017, 09:32h
  • Antwort auf #4 von myystery
  • Ach die Hetenpflüsterer kommen aus ihren Löchern gekrochen. Ich kann gar nicht gar nicht genug essen wie ich kotzen möchte:

    philosophia-perennis.com/2017/06/28/warum-ich-als-homosexuel
    ler-gegen-die-ehe-fuer-alle-bin/


    Wenn ich alleine schon sowas lese: "Eine Eingetragene Lebenspartnerschaft ist so gut oder schlecht wie lediger Alleinstand"
    Das ist für mich ein schlag ins Gesicht. All die Probleme die ich und mein Partner in all den Jahren gemeinsam überstanden haben weil wir uns gegenseitig gestützt haben. Und dann kommt so ein Wichtigtuer daher und sagt mir, das sei nichts wert. Unglaublich!

    Und was mich auch sehr stört: Hey bei der Leihmutterschaft, denkt doch einer an die Armen Frauen! Die werden hier zu Gebärdemaschinen degradiert!
    Aber dann die Ehe zum Zuchtkonzept reduzieren. Liebe, Treue, ach alles Schnickschnack! ZUCHT! Darum ginge es ja doch! Dass auf diese Weise Frauen aber nicht genauso zu Gebärdemaschinen umfunktioniert werden... ohh nein, das ist doch etwas ganz anderes, weil... ach naja, es ist einfach so.
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#7 Homonklin44Profil
  • 29.06.2017, 09:35hTauroa Point
  • Man sollte diese Katholen laufend daran erinnern, dass einerseits hier Säkularität herrscht, und die Staatskirchenverträge nicht ewig Bestand haben müssen.

    Das "christliche Menschenbild" verhält sich gruppenbezogen ausgrenzend, hat Ähnlichkeiten zu faschistoiden Ideologien hierin, stellt sich auf die Seite all derer, die Menschen in unterschiedliche Wertklassen unterteilen. Diskriminieren von "discriminare" = unterscheiden ... Worte verdrehen können die kirchlich Gestrigen sehr gut.Mit silberner Zunge zu sprechen, hebt aber die Bedeutung der Aussagen nicht auf.

    ""Der Ehe aus Mann und Frau als "einzigen Ort, an dem Menschen auf natürliche Weise gezeugt und zur Welt gebracht werden".

    Damit haben die schon mal Unrecht, denn Kinder können auch außerhalb jeder Ehe natürlich gezeugt werden, das klappt bei bald jedem Eisprung, wenn die Befruchtung erfolgt und sich der Embryo festbettet. Dafür brauchts weder den Heiligen Geist, noch einen christ-theologischen Erlass.

    Kinder können inzwischen auf vielfältige Weise gezeugt und erzeugt werden, also müsste auch jedes Retortenlabor eine Ehe zugesprochen bekommen. Wie wär's damit für verrückte Ideen?
    Ehen zwischen Männern und Frauen werden durch Ehen zwischen Frauen und Frauen oder Ehen zwischen Männern und Männern nicht aus der Welt gedrängt.

    Die Idee, dass in Zukunft auch Gegenstände geheiratet werden, oder Haustiere, kann sich von der Mann-Frau-Ehe, wenn man verrückt genug denkt, ebenso ergeben.

    Allein zeigt doch die Art Ausflucht, wie verzweifelt die Religioten um Argumente ringen, weil es keine sachlich Vernünftigen gegen eine Ehe für alle konsensbefähigten Parter*innen gibt.

    Und wenn jemand aufgrund Überzeugung, Erkenntnis oder rgöttliches" entscheidet, nutzt er seine zugesicherte Religionsfreiheit. Im Klartext :
    Was fällt euch sondersauberen Kirchenknilchen eigentlich ein, euch ständig in das Leben freier Menschen einzumischen? Eure Märchenwelt nimmt euch schon keiner weg, und dass sie im Groben zur Absicherung eures üppigen Zahlungsflusses dient, haben einige längst festgestellt.

    Ja, die meisten Protestanten denken fortschrittlicher. Dafür werden sie von den Katholen mit Verachtung bestraft. Konkurrenzbestrebungen. Wer nicht mit der Zeit gehen will, kann zurück bleiben. Wie damals, als man Farbige nicht als gleichwerte Menschen betrachtete. Katholische Faschistenfreunde, erinnert ihr euch noch?
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#8 stephan
  • 29.06.2017, 09:44h
  • Welchen Knall die röm.-kath. Bischöfe (und manche Politiker) haben, kann man schon allein daraus erkennen, dass sie ständig von "diesem überstürzten Verfahren" sprechen. Mein Mann und ich waren am 19.8.1992 bei der Aktion Standesamt dabei und haben eigentlich seit diesem Zeitpunkt nie aufgehört, über die Eheöffnung zu reden und mit Kritikern zu diskutieren. Wenn das Verfahren jetzt überstürzt wirkt, so doch nur deshalb, weil die konservative Seite in den letzten 25 Jahren eigentlich immer nur blockiert hat. Auch die Bundestagsdebatten haben in unzähligen gezeigt, dass alle Argumente ausgetauscht sind und auf der Seite der Verweigerer der Eheöffnung keine wirklichen Argumente vorhanden sind, die einer vernünftigen Prüfung standhalten. Es ist doch mit der RKK wie mit der Union: Die Blockade hatte doch niemals den Grund 'noch etwas zu klären oder zu diskutieren', es war doch nur eine zeitliche Verschiebung auf den 'Sankt Nimmerleinstag'. Da darf man sich doch dann auch nicht wundern, wenn der Zug 25 Jahre später einfach mal abfährt!
    Nein, es ist kein überstürztes Verfahren, denn noch gründlicher diskutiert werden kann das Thema kaum noch. Johannes Kahrs sagte es gestern in der Phoenix-Runde so treffend, dass er sich für die Debatten gar keine Reden mehr geschrieben habe, denn er könne alle Argumente und Fakten mittlerweile sogar Schlaf herunterbeten ....
    25 Jahre sind wirklich genug und sollten auch der römischen.-kath. Kirche gereicht haben. Dass sie andere Meinung ist als die Gesellschaft, ist nun wirklich nicht unser Problem und sie sollte sich überlegen, wie viel Boden sie bei ihren Mitgliedern noch verlieren möchte!
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#9 TaumzerstörerAnonym
  • 29.06.2017, 09:44h
  • Die verschiedenen Formen des Christentums sind aus orientalischen Religionen hervorgegangen, in diesem Kulturkreis war und ist es bis heute immer noch üblich, Polygamie zu betreiben, bzw. Polygynie.

    Das Bekenntnis zum Christentum begründet sich unter Anderem auf den Satz:

    "Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus dem Diensthause, geführt habe."

    Aber kaum jemand in Nord oder Mitteleuropa stammt von diesen Menschen ab, die da erwähnt werden. Wer sich dazu bekennt, verleugnet also seine genetische Abstammung und Geschichte, und behauptet, seine Vorfahren seien orientalische Menschen gewesen.
    Warum tun Leute das und merken es nicht?

    Das Christentum und die dazugehörige Kultur sind importiert worden, wurden nur gering von der einheimischen Bevölkerung selbst gewollt, sondern waren besonders bei lokalen Herrschern beliebt, die so ihre Macht ausbauen konnten. Missionare führten in Nordeuropa Geld ein, um die Lebensweise der Menschen zu zerstören, und so konnten sie z.B. nur gut leben, wenn sie einige ihrer Kinder an die Klöster verkauften, diese wurden dann im wahrsten Sinne des Wortes Umerzogen. Damit einher ging die Zerstörung der Landschaft, die die Lebensgrundlage der einheimischen Stämme war. In alten Kirchendokumenten wird diese Zerstörung als "Zähmung" gelobt.

    Vor diesem Prozess hat es in Europa ganz anders ausgesehen in Sachen Beziehungen, damals gab es wie man historischen Dokumenten der Römer entnehmen kann alles Mögliche, Polyandire bei einigen britischen Stämmen, im Norden soll es die klassische Ehe gegeben haben, Polygynie, usw. Man schimpfte auch über "Weiberherrschaft" bei den Esten. Söhne bekamen nach dem Tod ihres Vaters die Mutter als Frau und all so Sachen, wo viele sich heute extrem empören würden. Z.b auch die sog. Alken-Priester, Gestalten die als Priester in Frauenkleidern bei den Nahanarvalern
    beschrieben wurden.

    Die klassische Ehe, wie sie historische eigentlich nicht zum Christentum gehört, gibt es erst wenige Hundert Jahre, sie ist bei weiter nicht so alt wie die Menschheit, die wohl um die 300.000 Jahre alt ist. Natürlich liegt der Kirche viel daran, dass wir niemals ein vielfältiges anthropologisches und ethnologisches Weltbild erhalten, denn dann würde ihr Kartenhaus aus Lügen zusammenbrechen und wir stünden vor den Trümmern unserer Kulturen, Sitten und Bräuche die uns ausgetrieben wurden, und zu denen wir wohl nie wieder eine reale Verbindung herstellen können.

    So ist die Ehe für Alle, wenn wir denn am Freitag siegen sollten, auch ein Befreiungsschlag gegen diese Jahrhundertelange Schreckensherrschaft, eine Stücken Freiheit mehr für alle Europäer und ein Signal der Hoffnung, für alle Homosexuellen Menschen auf dieser Erde.
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#10 kuesschen11Profil
  • 29.06.2017, 09:51hDarmstadt
  • An die Bischofskonferenz: Der Ehebegriff wird NICHT aufgelöst, sondern erweitert für jeden Menschen, der liebt. Das hätte auch Jesus so gesehen. Der Katholizismus hat über Jahrhunderte gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit aufgebaut und das lastet auf dem Gewissen der sogenannten Würdenträger.

    Die Frage bleibt doch, warum läuft die Ehe-Öffnung in anderen Ländern der Welt so gut und sicher, denn dort kommt es zum Abbau von Homophobie und Diskriminierung. Dem sollte auch das deutsche Parlament folgen. Wer den Volkssouverän einer zivilisierten Gesellschaft übergeht, der verlässt auch die Wege der Demokratie und der Nächstenliebe.

    Wir sind hier alle Bürger mit gleichen Rechten und das bezieht sich genauso auf das Zusammenleben von Paarbeziehungen. Bei der Ehe-Öffnung geht es in erster Linie um Abbau von Homophobie in der Gesellschaft, Abbau von Diskriminierung jeglicher Art und um Inklusion in die Familienpolitik, in Schule und Kultur.

    Ich glaube fest an die Ehe-Öffnung und die Abstimmung am Freitag. Schließlich haben viele Leute ihr halbes Leben darauf warten müssen.
    Öffnet die Ehe: JETZT.
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