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Last-Minute-Aktionen

Gegner der Ehe für alle bombardieren Unions-Abgeordnete mit Protest-Mails

Zu einer weit geteilten Online-Petition der "Demo für alle" rufen neurechte Seiten ebenso auf wie ein Bischof. Aber auch Befürworter der Ehe-Öffnung machen mobil – im Netz und am Freitag auf der Straße.


"Demo für alle" im Herbst 2015 in Stuttgart. Links Anette Schultner von den "Christen in der AfD", am Megaphon Organisatorin Hedwig von Beverfoerde.

Die kurzfristig für Freitagmorgen einberaumte Abstimmung zur Ehe für alle im Bundestag hat nach einer Phase der Überraschung und des Entsetzens noch einmal die Gegner von LGBTI-Rechten auf den Plan gerufen.

So hatte die "Demo für alle" zunächst per E-Mail an ihre Unterstützer zur "Blitzaktion 'Ehe bleibt Ehe'" aufgerufen. "Wir lassen die Zivil-Ehe nicht kampflos kapern und umdefinieren!", schrieb Organisatorin Hedwig von Beverfoerde an ihre Unterstützer. "Diesmal haben wir ein scharfes Schwert: unsere Erst- und Zweitstimme bei der Bundestagswahl im September. Rufen wir heute noch unsere eigenen Bundestags-Abgeordneten an, und machen wir ihnen klar, dass wir unsere Wahl im September von ihrem Abstimmungsverhalten in der Ehe-Frage abhängig machen werden. Nichts ist wirkungsvoller!" Denn nach der Ehe für alle "wäre der Weg frei zur Legalisierung der menschenunwürdigen Leihmutterschaft, ebenso wir für Polygamie und Kinder'ehe'."



Praktischerweise hat die Aktion dazu auf ihrer Webseite eine Liste der Telefonnummern und eMail-Adressen aller Unionsabgeordneten im Bundestag veröffentlicht.

Inzwischen hat die Kampagne allerdings auch ihre Petition "Ehe bleibt Ehe!" beim europaweiten Fundi-Petitionsportal CitizenGo hervorgekramt, die sie vor zwei Jahren nach einer kurzzeitigen Ehe-für-alle-Debatte in Deutschland nach den Ehe-Öffnungen in den USA und Irland angelegt hatte. Bis vorgestern kam diese auf 45.000 Unterschriften.



Nach einiger Verteilung auf neurechten Seiten, in vielen Accounts der AfD in sozialen Netzwerken sowie in christlich-fundamentalistischen Kreisen ist die Zahl der Unterstützer der Petition, die an das Bundeskanzleramt geht, binnen 48 Stunden allerdings um 100.000 Stimmen angestiegen. Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer, der schon einmal zu einer Unterschriftenaktion Beverfoerdes aufgerufen hatte (queer.de berichtete) und sich gestern öffentlich gegen die Ehe-Öffnung äußerte (queer.de berichtete), bewirbt die Petition inzwischen auf der Webseite seines Bistums und ruft wie die "Demo für alle" dazu auf, den Petitionstext an alle Abgeordneten der Union zu verschicken – worüber inzwischen auch Medien wie der Bayrische Rundfunk berichten.

Katholische Kirche schreibt Abgeordnete an

Das Kommissariat der Deutschen Bischöfe hat mit Datum vom Mittwoch derweil ein Schreiben an alle Bundestagsabgeordneten verschickt, in dem Prälat Dr. Karl Jüsten ein Nein zur Ehe-Öffnung einfordert. Er bezieht sich zum einen auf angebliche verfassungsrechtliche Zweifel, zum anderen auf das Schreiben "Amoris Laetitia" von Papst Franziskus, das zwischen Ehe und Lebenspartnerschaft unterscheide. Auch habe der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Marx, sein Bedauern ausgedrückt, wenn der geltende Ehebegriff "aufgelöst" würde (queer.de berichtete).

Die versteckte Einflussnahme der AfD

Extra-Newsletter gleich an zwei Tagen hintereinander verschickte auch die "Initiative Familienschutz", aus der heraus früher die "Demo für alle" organisiert wurde und die wie viele andere Projekte aus dem Haus der AfD-Europaabgeordneten Beatrix von Storch stammt.

"Ein großer Teil der CDUler im Bundestag will für die 'Ehe für alle' stimmen", lügt ihr Ehemann Sven von Storch so auch. Die Angeschriebenen sollen ebenfalls eine Petition unterzeichnen und die Bundestagsabgeordneten kontaktieren: "Machen Sie deutlich: Kommt die 'Ehe für alle', werden Sie in der kommenden Bundestagswahl Ihre Kreuze nicht bei der CDU machen."



Über Bundeskanzlerin Angela Merkel schreibt von Storch: "Lieber geht sie auf billigen Stimmenfang und folgt linken Ideologien, als dass sie sich für Familien einsetzte und deutlich Stellung nähme gegen diesen weiteren Abbau unserer christlichen Werte." Er verlinkt zu einer älteren Online-Petition auf dem eigenen Portal "abgeordneten-check"; jede der bislang über 66.000 Unterschriften löst dabei eine E-Mail mit dem Petitionsinhalt an ausgewählte Unionsabgeordnete aus.

"Eheähnliche Gemeinschaften von gleichgeschlechtlichen Partnern ('Ehe für alle') können aus sich heraus kein Leben erschaffen. Sie sind daher in ihrem Wesenskern etwas anderes als die Ehe", heißt es in der Petition, die auch eine "Frühsexualisierung" ablehnt: "Die verpflichtende Teilnahme am Sexualkundeunterricht darf nicht dazu missbraucht werden, Kinder zum Ziel der Akzeptanz mit einer randständigen Sexualpraxis vertraut zu machen."

Homophober Wahlkampf der AfD

Wie bereits in einem Vorartikel betont, nutzt die AfD die Debatte um die Ehe für alle schamlos aus, um durch Homophobie der Union Wähler abzustreiten. So hatte Frauke Petry betont, die AfD sei "offen für konservative Wähler". Inzwischen hat die Partei in ihren sozialen Netzwerken auf allen Ebenen mit etlichen Postings nachgelegt.



So betonte Alexander Gauland, zusammen mit Alice Weidel Spitzenkandidat zur Bundestagswahl, die Ehe für alle mache "gesellschaftlich keinen Sinn", da nur Familien mit Kindern die Zukunft der Gesellschaft garantierten. Nur die AfD stehe noch ein gegen eine "Wertebeliebigkeit", die "in letzter Instanz unsere gesellschaftlichen Strukturen und unser Fortkommen auflöst."

Zu teilst extremst homofeindlichen Kommentaren – und Einträgen, die für die Petition der "Demo für alle" warben – posteten etliche AfD-Accounts Bilder heterosexueller Familien, so etwa die Bundes-AfD:



Mit einem (leicht sektenartigen) Agenturbild einer "traditionellen" Ehe hatte die Berliner AfD dabei weniger Glück:

Twitter / LarsWienand


Online-Petition FÜR die Ehe für alle

Aber auch Befürworter der Ehe für alle machen sich – freundlicher im Ton und deutlich entspannter – überall im Netz bemerkbar, in den Kommentaren unter Artikeln wie in vielen Kommentaren in Massenmedien. Direkt an die Unions-Abgeordneten im Deutschen Bundestag hat sich ein Offener Brief des LSVD gewandt, auch regionale Initiativen schrieben ihre regionalen Abgeordneten an (etwa der Hamburg Pride).


Viel verbreitet wird zudem eine Online-Petition, die das inzwischen weltweit agierende LGBTI-Petitions-Projekt "All Out" in Zusammenarbeit mit der Initiative Ehe für alle und der Smartphone-App Grindr eingerichtet hat. Mit einem Klick lässt sich ein Schreiben an alle Unions-Abgeordneten verschicken, in der diese mit einem vormulierten und änderbaren Schreiben aufgefordert werden, "auf der richtigen Seite der Geschichte" zu stehen und für die Ehe-Öffnung zu stimmen.

Ob sich die Unions-Abgeordneten, die Medienberichten zufolge zu vielleicht Zwei Dritteln gegen die Ehe-Öffnung stimmen wollen, von dieser oder den gegnerischen Petitionen in letzter Sekunde beeindrucken lassen, ist ungewiss. Wer die Ehe für alle, mit deren Verabschiedung gerechnet wird, direkter auf der Straße unterstützen oder auch feiern will, hat dazu am Freitag in etlichen Städten Gelegenheit. Eine Übersicht gibt es im Kasten unten.

30. Juni 2017 – Der Tag der Ehe-Öffnung?

Die Debatte im Bundestag zum Gesetzentwurf aus dem Bundesrat (Details dazu hier) beginnt bereits um 8 Uhr, eine Abstimmung könnte gegen ca. 8.45 Uhr erfolgen. queer.de begleitet den Tag mit einem Liveblog.

Für Freitag sind zudem einige Kundgebungen und Feiern geplant:

Berlin
- Ab 8 Uhr: Große Community-Kundgebung und Feier zur Ehe für alle ab 8 Uhr vor dem Kanzleramt, organisiert u.a. von Margot Schlönzke und Ryan Stecken
- Tagsüber: Zu diversen Zeiten an diversen Orten Flaggenhissungen im Rahmen des "Aktionstags für die Ehe für alle" vom LSVD Berlin/Brandenburg

Darmstadt
- 19 Uhr: Pride Parade durch die Innenstadt ab Luisenplatz

Dortmund
- 16 Uhr: Feier oder Protest zur Ehe für alle, Katharinenstrasse neben der Sparkasse

Düsseldorf
- ab 18 Uhr: Der CSD Düsseldorf, KG Regenbogen, die Transberatung und die Grünen laden zu einer Kundgebung am Schadowplatz
- ab 18 Uhr: Der Pride Düsseldorf lädt zur Kundgebung "Der Juni ist unser: CSD 1969 – Eheöffnung 2017"

Frankfurt
- Donnerstag (!) ab 18 Uhr: Der Freundeskreis Frankfurt Engel feiert die Ehe für alle vorab

Hamburg
- 19 Uhr: Feier des LSVD im Hein & Fiete

Köln
- 16 Uhr: Die Grünen Köln laden zum "Sturm aufs Standesamt", zum Schwenken von Regenbogenfahnen, Hochhalten von Schildern und Trinken von Sekt ist jeder eingeladen
- Ab 20 Uhr: "Hochzeitsnacht" auf der Schaafenstraße. Der CSD, das Community-Bündnis und Szenebars laden ein zu einer politischen Kundgebung und anschließender Party.

Die Jungs und Mädchen auf der Schaafenstraße bereiten schon ganz fleißig vor, um mit euch und uns gemeinsam morgen Abend…

Posted by ColognePride on Donnerstag, 29. Juni 2017
Facebook / ColognePride

München
- 19 Uhr: Der CSD München mit seinen Veranstalter-Vereinen LeTRa, Sub e.V., Münchner Aids-Hilfe e.V. und Rosa Liste e.V. lädt zu einer Kundgebung auf dem Gärtnerplatz ein.

Potsdam
- ab 18 Uhr: Ein Sekt für die Ehe für alle. Katte e.V., UPride, die Jusos Potsdam und SPD Queer Potsdam laden ein zum Treff am Rathaus Potsdam mit kurzer Kundgebung und Anstoßen; danach Picknick und Party am Luisenplatz

Trier
- ab 20Uhr: Sekt für alle vor dem SCHMIT-Z

Weitere Termine bitte an termine@queer.de.



#1 Tommy0607Profil
  • 29.06.2017, 17:39hEtzbach
  • Solangsam reicht es mir mit diesen Erzkonservativen !
    Es ist doch wohl egal , ob man einen Mann oder eine Frau liebt und ne Ehe eingehen möchte .
    Möchte Deutschland Schlusslicht für die Ehe für Alle sein ?
    Partner - und Gesellschaftsmodelle ändern sich im Laufe der Zeit . Vielleicht sollten DIE das mal kapieren .
    Und Kinder erziehen können Homos sowie Heteros :
    Das kenne ich / wir selber sehr gut .
    Denn Liebe und Fürsorge können für Kinder alle Partnerschaftsmodelle geben !
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Wie immerAnonym
  • 29.06.2017, 17:39h
  • Immer wieder dieselben ewiggestrigen Realitätsverweigerer, die die Fakten niemals akzeptieren werden...

    Was für eine traurige, peinliche Gruppe.

    Wie sehr müssen die vom Hass zerfressen sein?
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#3 myysteryAnonym
  • 29.06.2017, 17:42h
  • Leute, deren Leben aus Hass besteht.

    Kein Wunder, dass solche Menschen keine Achtung vor der Liebe haben.

    Armselig.
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#4 Tanja BieberAnonym
#5 Julian SAnonym
  • 29.06.2017, 17:47h
  • Das ist zwar eine kleine, schrille Minderheit homophober Fanatiker, die aber extrem laut ist.

    Die sind extrem gefährlich, weil sie das zu ihrem Lebensziel erkoren haben und ihre ganze Zeit darauf verwenden.

    Die Politik muss sich jetzt entscheiden:

    Hört sie auf diese Fanatiker oder auf mehr als 80 % der Bürger?!
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#6 ChioAnonym
  • 29.06.2017, 17:55h
  • Versuchen die Mittelalter und Kirchen Nazis noch mal bissi laut zu brüllen wie niedlich!!!

    Menschen Hassendes Pack mehr ist das nicht!!!
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#7 MatsAnonym
  • 29.06.2017, 17:59h
  • Sicher ist noch gar nichts. Wenn SPD, Grüne und Linke nicht sofort morgens um 8 Uhr die nötige Mehrheit haben, um das Thema auf die Tagesordnung zu setzen, wird es erst gar nicht zur Abstimmung kommen. Denn in dieser Frage wird die Union wohl noch geschlossen abstimmen.

    Deshalb nochmal meine große Bitte an alle Abgeordneten von SPD, Grünen und Linkspartei:

    Seien Sie bitte bitte alle pünktlich da!

    Lieber eine Stunde zu früh, als auch nur eine Minute zu spät.

    Wenn das, wofür alle drei Parteien seit Jahren oder gar Jahrzehnten hart gearbeitet haben, so kurz vorm Ziel scheitern würde und damit wieder in weite Ferne rücken würde, wäre das nicht nur peinlich, sondern ein Skandal.

    Jetzt kommt es drauf an, das wofür man seit so langer Zeit gekämpft hat auch umgesetzt wird.

    Bitte seien Sie alle pünktlich!!

    Lieber eine Stunde zu früh, als auch nur eine Minute zu spät.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Simon HAnonym
  • 29.06.2017, 18:12h
  • Antwort auf #7 von Mats
  • Ich habe letzte Nacht kaum schlafen können, weil ich so nervös war und Angst habe, dass es so kurz vorm Ziel doch noch scheitert, weil die Mehrheit so extrem knapp ist.

    (Ich fürchte auch, dass im Gegensatz zur wirklichen Abstimmung - wenn es dazu kommt - die vorherige Abstimmung über die Tagesordnung, die CDU/CSU noch geschlossen gegen die Tagesordnungs-Änderung stimmen wird.)

    Ich werde wohl nächste Nacht gar nicht schlafen können... Zumal ich auch nicht verschlafen will und spätestens um 7.30 Uhr vor dem Fernseher und Internet sitzen werde, um die Liveübertragung auf Phoenix und die Berichterstattung im Internet zu verfolgen.

    Hoffentlich geht morgen alles gut... So kurz vorm Ziel darf das einfach nicht mehr scheitern.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Homonklin44Profil
  • 29.06.2017, 18:31hTauroa Point
  • Leider sind diese Verrückten in ihrer Verblendung und in ihrem Hass auch noch kreativ genug, immer neue Schein-Argumente aus den vorhandenen Weltverzerrungen zu drillen. Die Vorstellung, dass Frauen Frauen und Männer Männer heiraten, muss in deren seltsamem geiste ein Horrorszenario herauf beschwören, wie es die Apokalypse überschattet. Allerdings ist das dann kein Anzeichen von opponenter Haltung mehr, sondern von pathologischer Relevanz.

    ""
    "Eheähnliche Gemeinschaften von gleichgeschlechtlichen Partnern ('Ehe für alle') können aus sich heraus kein Leben erschaffen. Sie sind daher in ihrem Wesenskern etwas anderes als die Ehe""

    Das können Ehen zwischen zeugungsunfähigen Mann und Frau-Konstellationen oder betagten Menschen auch nicht, und trotzdem können Solche doch eine Ehe eingehen. Mit diesem Argument müsste jede kinderlose Ehe geschieden, oder in eine ELP umgewandelt werden. Zudem gilt diese Eingrenzung für die christlich-konfessionelle Ehe, und nicht für die zivile Ehe. Ich schätze allerdings auch unter den christlichen Ehen wird es genug geben, in denen Betagte oder Zeugungsunfähige geheiratet haben. Und sei es nur, dass dieser Soll aus Karrieregründen nicht erfüllt wurde.

    Es wäre leidlich, wenn auf diese Hass-Brigaden gehört wird, und sich daran das Konzept der Gerechtigkeit spalten ließe.
    Bei allem, was ich bisher über diese Antifortschrittsbewegung mitgeschnitten hätte, istdenen kein Mittel zum Zweck zu krass und kein Weg zum Hass zu lang.

    Von den Religioten hätte ich anderes ohnehin nicht erwartet. Die Fähifgkeit zum Verständnis ist bei denen so unterentwickelt wie ihre Fähigkeit zu Toleranz oder Liebe. Spreu und Bohnenstroh! Kein Durchkommen möglich!
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#10 Presse-WatchAnonym
  • 29.06.2017, 18:34h
  • Die Tageszeitung "Die Welt" (natürlich aus dem Springer-Verlag) gibt Birgit Kelle ein Forum für ihre Hetze.

    Titel:
    "Wir erleben gerade die Vernichtung der Ehe"

    www.welt.de/debatte/kommentare/article166078234/Wir-erleben-
    gerade-die-Vernichtung-der-Ehe.html


    Der Artikel ist zwar nur für Abonnenten zugänglich, aber der Teaser (auf der Startseite) verrät bereits genug:

    >>> Im Grundgesetz ist die Ehe privilegiert zwischen Mann und Frau. Damit ist jetzt Schluss. Ehe für alle ist dann eben für alle. Egal wer, egal wie viele. Das nächste Projekt: Kinder für alle. <<<

    Wie kann man in so wenig Text so wenig Lügen unterbringen:

    1. Lüge:
    Das Grundgesetz definiert eine Ehe nicht als zwischen Mann und Frau. Es schützt nur die Ehe, sagt aber nicht, wie genau das, was geschützt werden soll, auszusehen hat.

    2. Lüge:
    Niemand plant die Einführung von Viel-Ehen o.ä.

    3. Lüge:
    Es wird kein Recht auf Kinder geben, sondern nur die Möglichkeit. Nach wie vor (und genau wie bei Heteros) steht das Kindeswohl immer an erster Stelle.

    Ich will gar nicht wissen, was in dem Rest des Artikels steht...

    Übrigens:
    seit dem Zusammenschluss der Welt mit dem Nachrichtensender N24, wissen wir damit auch, wie N24 und die zugehörige Senderfamilie Pro7, Sat1, Kabel 1, Sixx, über dieses Thema denkt.

    Und ehe die sich mit "Meinungsvielfalt" rausreden wollen:
    Auch für Meinungsvielfalt muss man bei den Fakten bleiben und kann nicht irgendwelche Lügen erfinden.
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