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Kommentare zu:
Die Homo-Lobby wird euch weiter nerven!


#11 SanottheEhemaliges Profil
  • 30.06.2017, 10:08h
  • Danke für diese wichtige Positionierung!

    Hier wurde ja schon in einigen Kommentaren die Auflösung der Community fast gefeiert - immerhin sei sie jetzt nicht mehr nötig.

    Davon sind wir weit entfernt - und das ist auch gut so. Keine andere gesellschaftliche Community hat als Hauptziel ihr eigenes Verschwinden - warum sollte das bei uns anders sein?

    Unsere Identität_en sind von vielen Faktoren geprägt, die nun mal anders sind. Und anders bleiben werden. Ohne Angst VERSCHIEDEN sein zu können, DAS ist das Ziel, und dem sind wir heute einen kleinen, durchaus entscheidenden, aber eben nicht allein entscheidenden Schritt näher gekommen.

    Man braucht nur einen Blick in die USA zu werfen, wo der Supreme Court am 26. Juni 2015 die Ehe geöffnet hat. Auch dort ist nicht plötzlich alles perfekt. Wie sollte das auch funktionieren?

    Hassgefühle, Positionen der Ausgrenzung und Diskriminierung, Othering sitzen in den Köpfen, in der Regel relativ tief verwurzelt. Wie man an den 226 Nein-Stimmen im Bundestag gesehen hat, haben wir nach wie vor mit großen Ressentiments zu rechnen, selbst wenn wir in Sachen Ehe jetzt rechtlich gleichgestellt sind.

    Solche Ressentiments verwässern oder verschwinden in der Regel frühestens nach einer Generation, und selbst dann tun sie dies nicht vollständig in allen Bereichen der Gesellschaft.

    Die Community hat heute einen wichtigen Sieg errungen; deshalb taten einige Politiker_innen in der heutigen Debatte auch gut daran, darauf hinzuweisen, dass dies nicht nur ein Erfolg der Politik, sondern vor allem auch jahrzehntelanger Anstrengungen der Community war und ist.

    Eine solche Community zu negieren oder gar ihre jetzt fällige Auflösung zu postulieren, spuckt auf all die Menschen, die - auch schon zu Zeiten, als dies noch wesentlich schwieriger war als heute immer noch - aktiv und unermüdlich für gleiche Rechte ALLER gekämpft haben.

    Insbesondere wichtig ist mir, daran zu erinnern, dass Stonewall nicht etwa ein Aufstand braver Collegestudent_innen war, die endlich heiraten können wollten. Nein, es war ein Aufstand derjenigen Menschen, die GANZ AM RAND standen, und auch am Rand der Community.

    Auch heute noch und auch in unserem Land gibt es massive Tuntenfeindlichkeit und Feindlichkeit gegenüber queeren Menschen, die sich NICHT in das "perfekte" mehrheitsgesellschaftliche Nirvana integrieren wollen oder können.

    Wir feiern heute einen Erfolg eher konservativer Art - heiratswillige Paare dürfen das nun endlich tun. Für mich persönlich eher wichtig daran ist die rechtliche Gleichstellung - und zwar, ob ich nun heiraten möchte oder nicht; ob ich gerade einen Partner habe oder nicht: ich KANN es jetzt endlich tun. Ich MUSS aber nicht.

    Es bleiben auch innerhalb der Community viele andere Lebensentwürfe, die ebenfalls zu akzeptieren sind. Warum sollen nur verheiratete Paare den vollen Respekt bekommen, der ihnen zusteht?

    Respekt und Akzeptanz gebühren ALLEN - das Erreichen rechtlicher Gleichstellung im Bereich Ehe ist da nur ein Thema. Viele weitere bleiben offen, bleiben aktuell, bleiben abzuarbeiten.

    Lasst uns den heutigen Tag feiern als einen Tag der Community - der Stärkung der Community - und all jenen Menschen danken, die sich aktiv eingesetzt haben und aktiv einsetzen.

    Es gibt aber noch viel zu tun. Packen wir's an.

    Gemeinsam.
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#12 MatsAnonym
  • 30.06.2017, 10:12h
  • Jetzt werden wir erst richtig aufdrehen und gehen gestärkt und hoch-motiviert in den weiteren Kampf.
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#13 AFD-WatchAnonym
#14 TheDadProfil
  • 30.06.2017, 10:39hHannover
  • Antwort auf #11 von Sanotthe
  • ""Es gibt aber noch viel zu tun. Packen wir's an.""..

    Jepp..

    Wenn hier Leute meinen auf den kommenden CSDs, allen voran in Köln und Berlin, würde das Fehlen der Plakate mit der Forderung zur Ehe-Öffnung irgendwie auffallen..

    Die irren sich einfach..

    Dafür werden die anderen Plakate mit den vielen anderen Forderungen nur um so deutlicher auffallen..
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#15 OffenbarungAnonym
  • 30.06.2017, 11:08h
  • Antwort auf #2 von Eisenhower
  • Weißt du, ganz einfach:
    da du hier nicht respektvoll schreiben kannst und das Thema dich persönlich eh nicht betrifft, könntest du dich wenigstens bei diesem Artikel fernhalten, und das meine ich ernst.
    Es geht hier um Menschenrechte!
    Hätten wir eine andere Partei an der Regierung, wären wir längst weiter.
    Dass was du als selbstverständlich betrachtest, müssen sich andere Menschengruppen hart erkämpfen.
    Und das ist nicht richtig so.

    Das mit der Wunschtüte kannst du dir sparen! Das ist höchstens unfreundlich und stillos von dir!

    Einfach mal dich zurückhalten und andere sich freuen lassen über einen wichtigen, gesetzlichen Schritt Richtung Gleichberechtigung und Gleichstellung!
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#16 Patroklos
#17 Julian SAnonym
  • 30.06.2017, 11:38h
  • Angela Merkel hat gegen unsere Gleichstellung gestimmt.

    Damit ist klar, dass wir von einer Bundeskanzlerin Angela Merkel GAR NICHTS zu erwarten haben.

    Die einzige realistische Alternative ist Martin Schulz. Das ist der einzige Gegner, der eine realistische Chance haben könnte. Und er hat heute ein zentrales Wahlversprechen sogar schon vor der Wahl umgesetzt.

    Weitere Fortschritte (die es geben MUSS) wird es nur mit einem Bundeskanzler Martin Schulz und einer SPD-geführten Regierung geben können.

    Deswegen sollten wir alle mit der Erststimme die SPD wählen - da sind ja andere Kandidaten als von Union oder SPD in der Regel eh aussichtslos.

    Bei der Zweitstimme kann sich jeder aussuchen, ob er SPD, Grüne oder Linke wählt. Alle drei Parteien haben komplett (ohne einzige Gegenstimme oder Enthaltung) der Ehe-Öffnung und Volladoption zugestimmt.
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#18 AFD-WatchAnonym
  • 30.06.2017, 11:51h
  • Antwort auf #17 von Julian S
  • Wahrscheinlich war der Groll auf Johannes Kahrs oder die Empörung in der eigenen Partei dann doch zu groß.
    Vielleicht hätte sie bei einer anonymen Abstimmung dafür gestimmt.
    Aber letztendlich ist das Behaaren auf die namentliche Abstimmung ein Clou der SPD - sie hat die Kanzlerin vorgeführt.
    Auf der anderen Seite kann sich die Kanzlerin auf die Schulter klopfen, da sie nicht befürchten muss, Stimmen an die AFD zu verlieren.
    Typisch "Teflon-Merkel".
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#19 Julian SAnonym
  • 30.06.2017, 11:52h
  • Antwort auf #17 von Julian S
  • PS;
    Und nicht nur, dass Angela Merkel gegen unsere Gleichstellung gestimmt hat, sondern sie hat sogar danach in dem Interview noch die Lüge verbreitet, die Ehe sei laut Grundgesetz nur zwischen Mann und Frau definiert.

    Damit hat sie indirekt zur Klage gegen die Ehe-Öffnung und zur Meuterei gegen ein Viertel ihrer Fraktion aufgerufen.

    Diese Frau darf nicht nochmal Kanzlerin Deutschlands werden. Sie schadet dem Land.
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#20 GronkelAnonym
  • 30.06.2017, 12:11h
  • Antwort auf #2 von Eisenhower
  • "Was immer man sich an neuen Zielen für die Lesben- und Schwulenbewegung ausdenkt: Nichts wird mehr so konsensfähig sein, wie der Wunsch nach Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare."

    Da hast du recht. Nichts wird mehr so Konsensfähig sein. Wenn ich mir die nächsten Schritte im Artikel durchlese, glaube ich nichtmal an eine Mehrheit in der Community.

    "Auch das Thema Rehabilitierung der Opfer des Paragrafen 175 ist noch lange nicht abgeschlossen. Es fehlt eine kollektive Entschädigung, die bei der betroffenen Generation ankommt, und auch die Abschaffung des diskriminierenden Schutzalters müssen wir weiter vom Bundestag einfordern. Ebenso rechtliche Absicherungen für Menschen, die sich für Lebensgemeinschaften jenseits der Zweierkiste entscheiden und dies wünschen."

    Weder besteht Einigkeit bei einer wie auch immer gearteten Kollektiventschädigung, noch beim Schutzalter und bei Konstellationen abseits einer zweier Beziehung steht auch Frage im Raum aus welchem Grund die Gesellschaft dort unterstützen sollte.

    Von jetzt an kann es leicht passieren, dass Anliegen nicht wie Artikel beschrieben, als nerven verstanden werden, sondern der Akzeptanz handfest schaden, weil der Bogen überspannt wird. Zumal eine Akzeptanz bei demografischer Betrachtung eh schon abnehmen wird.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #2 springen »

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