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Landespolitik

Hessen: Kai Klose wird Staatssekretär

Der schwule Grünen-Chef und Landtagsabgeordnete folgt am 1. Oktober Jo Dreiseitel als Bevollmächtigter für Integration und Antidiskriminierung.


Kai Klose ist seit 2009 Mitglied des Hessischen Landtags, seit 2013 ist er gemeinsam mit Daniela Wagner Vorsitzender der hessischen Grünen (Bild: Pressefoto)

Der hessische Grünen-Vorsitzende und Landtagsabgeordnete Kai Klose soll neuer Landesbeauftragter für Integration und Antidiskriminierung werden. Dies kündigte Fraktionschef Mathias Wagner Ende vergangener Woche in einer Pressemitteilung an.

Der bisherige Amtsinhaber Jo Dreiseitel scheidet zum 30. September aus gesundheitlichen Gründen aus. Bereits am Montag will Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) Klose als Nachfolger des 65-Jährigen vorschlagen. Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) bedauerte den Abgang Dreiseitels, betonte aber auch: "Gesundheit geht vor und ist nicht verhandelbar." Mit Kai Klose, bislang lesben- und schwulenpolitischer Sprecher der grünen Landtagsfraktion, komme ein erfahrener und kompetenter Nachfolger.

Schwarz-Grün gegen Diskriminierung

In der schwarz-grünen Koalition wurde Jo Dreiseitel 2014 zum ersten hessischen Bevollmächtigten für Integration und Antidiskriminierung im Rang eines Staatssekretärs ernannt. In seine Amtszeit fällt die Einrichtung einer Landesantidiskriminierungsstelle, die Menschen im Kampf gegen Benachteiligungen unterstützt. Zuletzt stellte Dreiseitel Anfang Juni den "Aktionsplan Akzeptanz und Vielfalt" der Landesregierung vor. Er enthält zahlreiche konkrete Maßnahmen gegen Homo- und Transphobie (queer.de berichtete).

Mit Kai Klose wird nun ein langjähriger LGBTI-Aktivist diese Arbeit fortführen. Der schwule 43-Jährige kündigte an, sein Landtagsmandat zu Ende September aufzugeben, den Posten als Parteichef jedoch behalten zu wollen. (cw)



#1 SanottheProfil
#2 Aubrey VincentAnonym
  • 02.07.2017, 19:35h
  • Wie schön, dass es auch bei den Grünen Politiker gibt, die Treue hochhalten und Vereinbarungen, die miteinander getroffen wurden, auch einzuhalten bereit sind. Anders ist Regieren nicht möglich.

    Alles Gute Herrn Staatssekretär Kai Klose, und viel Erfolg bei der neuen Aufgabe!
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#3 Dont_talk_aboutProfil
#4 SanottheProfil
  • 02.07.2017, 20:26hRhüffel-Ostend
  • Antwort auf #2 von Aubrey Vincent
  • Auf Treue gegenüber einer Partei, bei der sich 75% ganz klar gegen uns positionieren, kann ich gerne verzichten.

    @Dont:
    Hätte nicht gedacht, dass wir uns je mal einig sein könnten. Ich bin auch gegen Schwarz-Grün, wenn die Grünen dann genauso profillos wie andernorts die SPD am Rockzipfel der CDU(/CSU) hängen.
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#5 Burhan SaleemAnonym
  • 02.07.2017, 21:09h
  • Antwort auf #4 von Sanotthe
  • Niemand muss heiraten, niemand muss Koalitionen eingehen.

    Wenn einem aber Treue und Verantwortung wichtig sind, auch in schlechte Tagen, dann kann man das schon tun.

    Es gibt eben solche Leute, und solche.

    Ein Hoch auf den neuen Staatssekretär!
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#6 TheDadProfil
  • 02.07.2017, 23:33hHannover
  • Antwort auf #2 von Aubrey Vincent
  • ""Wie schön, dass es auch bei den Grünen Politiker gibt, die Treue hochhalten und Vereinbarungen, die miteinander getroffen wurden, auch einzuhalten bereit sind. Anders ist Regieren nicht möglich.""..

    -LOL-

    ""Aus Koalitionstreue stimmte auch Klose gegen einen Antrag von SPD, Linken und FDP, der den Bundestagsabgeordneten eine Zustimmung zur Ehe für alle empfahl.""..

    Gegen die eigenen Interessen abzustimmen ist KEINE "Treue" !

    Man verrät sich selbst !
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#7 TheDadProfil
  • 02.07.2017, 23:35hHannover
  • Antwort auf #4 von Sanotthe
  • ""@Dont:
    Hätte nicht gedacht, dass wir uns je mal einig sein könnten.""..

    Blickwinkel..
    Du bist gegen Schwarz/Grün wegen Grün..

    Er wegen Schwarz..

    Einigkeit ist dort nur vordergründig..
  • Antworten » | Direktlink »
#8 TheDadProfil
  • 02.07.2017, 23:38hHannover
  • Antwort auf #5 von Burhan Saleem
  • ""Niemand muss heiraten, niemand muss Koalitionen eingehen.

    Wenn einem aber Treue und Verantwortung wichtig sind, auch in schlechte Tagen, dann kann man das schon tun.""..

    Völlig absurd !
    Denn es ging hier nicht um die Treue in der Partnerschaft, sondern um die Treue gegenüber einem Koalitionspartner der einen zwingt gegen eigene Interessen zu stimmen !
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#9 goddamn liberalAnonym
  • 03.07.2017, 07:42h
  • Antwort auf #5 von Burhan Saleem
  • "Wenn einem aber Treue und Verantwortung wichtig sind, auch in schlechte Tagen, dann kann man das schon tun."

    Wenn Treue gegenüber der CDU zur Untreue gegenüber den eigenen Prinzipien führt, dann ist sie keine Treue, sondern unverantwortliche Gesinnungshurerei.

    Bei der SPD hat der Koalitionszwang zur Explosion vom Freitag geführt, nach schweren Verräter-Vorwürfen (auch bei queer.de).

    Grünen verzeiht man anscheinend alles.
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#10 Kai_Klose
  • 03.07.2017, 09:13h
  • Danke für die Glückwünsche und auch die kritische Begleitung bisher und in Zukunft.
    Es ist jeder und jedem unbenommen, diesen einen Satz aus dem FR-Artikel rauszugreifen, alles andere zu ignorieren und unser Abstimmungsverhalten innerhalb der Koalition zu kritisieren. Der Artikel hat aber auch noch ein paar Facetten mehr. Wie diese Debatte wirklich verlief, macht dieses Radiostück vom gleichen Abend am Besten deutlich:
    hessenschau.de/politik/audio-5508~_story-landtag-zur-ehe-fue
    r-alle-100.html
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