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Lautstarker Gegner von LGBTI-Rechten

Kölner Kardinal Joachim Meisner gestorben

Der Theologe, der ein Vierteljahrhundert das mächtige Erzbistum in Köln anführte, galt als einer der erbittertsten LGBTI-Gegner in Deutschland.


Joachim Kardinal Meisner war bis vor drei Jahren Erzbischof von Köln – und machte in dieser Position aus seiner Abneigung gegen sexuelle Minderheiten nie einen Hehl (Bild: Raimond Spekking / wikipedia)

Joachim Kardinal Meisner, der ehemalige Erzbischof von Köln, ist nach Angaben des "Domradios" während seines Urlaubs im niederbayerischen Bad Füssing am Mittwochmorgen "friedlich eingeschlafen". Der kircheneigene Radiosender beruft sich dabei auf das Erzbistum Köln. Meisner wurde 83 Jahre alt.

Der am Weihnachtstag 1933 in Breslau geborene katholische Würdenträger galt als einer der erbittertsten Gegner von LGBTI-Rechten innerhalb der katholischen Kirche. Der Theologe, der von 1989 bis 2014 Chef des Erzbistums der Domstadt war, sorgte zudem immer wieder mit beleidigenden Äußerungen gegenüber Schwulen und Lesben für Empörung.

Meisner: Homo-Paare "im Kern verderblich"

2003 bezeichnete Meisner etwa bei einem Besuch in Budapest unter anderem Homosexuelle, Drogensüchtige und Terroristen als "Bedrohung für die Werteordnung Europas". Er fuhr fort: "Der europäische Mensch muss diese Gifte ausschwitzen" (queer.de berichtete).

Vier Jahre später geriet Meisner mit dem grünen Bundestagsabgeordneten Volker Beck aneinander, nachdem der Erzbischof Homo-Paare als "im Kern verderblich" bezeichnet hatte. Beck nannte Meisner daraufhin einen "Hassprediger", woraufhin das Kölner Erzbistum den schwulen Politiker verklagte. Beck musste wegen seiner Äußerung selbst Kritik seiner Parteifreunde einstecken und durfte die Aussage nach einer einstweiligen Verfügung des Kölner Landgerichts zunächst nicht wiederholen. Aufgrund einer Gegenklage zog der Kardinal seinen Antrag jedoch wieder zurück und übernahm die Kosten für beide Seiten, um einer gerichtlichen Niederlage zu entgehen.

Auch mit anderen erzkonservativen Positionen und verletzenden Vergleichen eckte der Unterstützer von Opus Dei immer wieder an. So deutete er 2005 etwa eine Parallele zwischen einem Schwangerschaftsabbruch und dem Holocaust an. (dk)



#1 Julian SAnonym
#2 JasperAnonym
  • 05.07.2017, 10:01h
  • Der Tod eines Menschen ist natürlich nichts, worüber man sich freut.

    Aber es hat auch jeder Verständnis, dass sich bei einem notorischen Hassprediger und Volksverhetzer, der Homosexuelle als "verderblich", "Gift", "Bedrohung für die Werteordnung Europas", etc. verleumdete und auf eine Stufe mit Drogensüchtigen und Terroristen stellte, die Trauer in Grenzen hält.
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#3 JamboAnonym
#4 Patroklos
#5 tchantchesProfil
  • 05.07.2017, 10:39hNaseweishausen
  • Kardinal ist kein Adelstitel, auch wenn die Pfaffen das gern lesen.

    Daher: Willibald Graf Koks, aber Kardinal Joachim Meisner.
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#6 Homonklin44Profil
  • 05.07.2017, 10:43hTauroa Point
  • Ich musste an den Spruch meiner Tante denken, die auf die Tiraden eines "gutbäuerlichen Christen" wegen ihrer Zigeuner-Abstammung entgegnete : "Dir schnappt auch noch mal das Arschloch zu".

    Und da dürfen sich Hochwürden dann wohl vom Lauf der Natur nicht ausnehmen. Der Tod ist nichts Großartiges, aber letztendlich jeder Weisheit Schluss. Seine Angehörigen und Freunde sind genügend, die um ihn trauern werden. Die er sich zu Feinden erklärte, von jenen soll er es nicht erwarten.
    Bei Knilchen und Faschisten empfinde ich eher Mitleid mit dem Tod, der sie empfangen muss.
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#7 tobiasProfil
  • 05.07.2017, 11:06hbremerhaven
  • da hält sich meine trauer aber echt in grenzen!
    jetzt wird er sich vor seinem schöpfer verantworten müssen!
    kann er ja nur hoffen, dass er zu lebzeiten noch genügend "ablassbriefe" gekauft hat!
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#8 gläub ichAnonym
  • 05.07.2017, 11:15h
  • Das ist die Strafe und zugleich Mahnung des römisch-katholischen Gottes an alle seine Follower, die gegen die Eheöffnung sind!
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#9 GurkenhobelAnonym
  • 05.07.2017, 11:33h
  • Antwort auf #5 von tchantches
  • Deswegen heißt es richtig ja auch Joachim Kardinal Meisner.

    Graf ist in Deutschland ebenfalls kein Adelstitel mehr seit 1919, sondern nur noch Bestandteil des Namens. Daher früher Graf Willibald Koks, jetzt Willibald Graf Koks.

    Ich persönlich trauere nicht um den Verstorbenen. Dafür standen seine Positionen und Äußerungen zu sehr im Widerspruch zu meinen Überzeugungen.
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#10 OrthogonalfrontAnonym