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Thüringen

CDU-Politiker Stefan Gruhner outet sich

Der Thüringer Landtagsabgeordnete und Landeschef der Jungen Union spricht erstmals in einem Zeitungsinterview über seine Homosexualität.


Bei der Landtagswahl 2014 errang Stefan Gruhner das Direktmandat im Wahlkreis Saale-Orla-Kreis I (Bild: Steffen Prößdorf / wikipedia)

Der Thüringer Landespolitiker Stefan Gruhner (CDU) hat sich in einem am Mittwoch erschienen Interview mit der "Osttühringer Zeitung" als schwul geoutet. Der 32-Jährige ist seit 2010 Landesvorsitzender der Jungen Union in Thüringen und seit 2014 Landtagsabgeordneter im Parlament von Erfurt.

In dem Interview verteidigte er die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben und sagte, dass er bei Gesprächen bereits seit längerem offen mit seiner sexuellen Orientierung umgehe. "Wer mich fragt, ob ich eine Partnerin habe, dem gebe ich eine ehrliche Antwort: Dass ich einen festen Partner habe. Ich habe das nur nicht an die große Glocke gehängt", so der ehemalige persönlicher Referent von Ex-Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht. "Denn erstens ist das eine Privatangelegenheit. Und zweitens definiere ich das, was ich politisch mache, nicht über meine sexuelle Orientierung." Was er im Landtag zu Themen wie Energiepolitik sage, habe mit seiner Homosexualität schließlich nichts zu tun.

Gruhner erkannte an, dass vorherige Coming-outs freilich hilfreich gewesen seien, dass er heute seine Homosexualität nicht verstecken muss: "Dank [Jens] Spahn, [Ole] von Beust, aber auch dem Sozialdemokraten Klaus Wowereit, sind wir da doch einen entscheidenden Schritt weiter. Diese Politiker haben dafür gesorgt, dass ich hier ganz selbstverständlich auch über meine Partnerschaft reden kann, so wie andere Politiker am Rande von Interviews über ihre Partner oder ihre Familie reden."

Gruhner: Ehe für alle ist konservativ

Ohnehin sehe er die Ehe-Öffnung als Stärkung der Institution Ehe an, also als konservativen Wert, so Gruhner. In Richtung der Opposition im Bund spottete er: "Wir müssen als Konservative froh sein, wenn die Ehe, die früher von Linken und Grünen bekämpft wurde, von ihnen inzwischen als höchstes Glück angesehen wird."

In den vergangenen Jahren hatte sich Gruhner bereits wiederholt für mehr Rechte für Schwule und Lesben engagiert. So forderte der damalige JU-Landeschef bereits 2012 die steuerliche Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnern und die Rehabilitierung von Opfern des Paragrafen 175. (dk)



#1 235sfdsdfsAnonym
  • 05.07.2017, 13:19h
  • Schwul + CDU-Mitglied = Mangel an Selbstrespekt

    Die CDU hat Schwule und Lesben jahrzehntelang unerbittlich rechtlich diskriminiert sowie mit Lügen Homosexuellenfeindlichkeit in der Gesellschaft geschürt.
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#2 EisenhowerProfil
  • 05.07.2017, 13:21hMarseille
  • Alles gute, lieber Stefan, für Dich und Deinen Partner!

    Und herzlichen Dank für Dein Engagement für die CDU und für unser Land. Die CDU war immer schon eine Partei in die Mitte der Gesellschaft, und Du bist - neben vielen anderen engagierten CDU Politikern - ein lebendes Beispiel dafür, wie man diesen Anspruch modern und zeitgemäss umsetzen kann.
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#3 Paulus46Anonym
  • 05.07.2017, 13:26h
  • Antwort auf #1 von 235sfdsdfs
  • "Schwul + CDU-Mitglied = Mangel an Selbstrespekt"

    --> Das ist im Jahre 2017 großer Mumpitz und Quatsch !!!

    Die Abstimmung im Bundestag am Freitag hat gezeigt, das über ein Viertel der CDU Abgeordneten für die Ehe für alle gestimmt haben. Sehr wohl läßt sich überzeugend auch in der CDU Politik als offen geoutet lebender Mensch betreiben.

    Problematisch schaut es doch heute diesbezüglich nur in der AfD aus.
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#4 SanottheEhemaliges Profil
  • 05.07.2017, 13:27h
  • "Ich habe das nur nicht an die große Glocke gehängt", [...]. "Denn erstens ist das eine Privatangelegenheit. Und zweitens definiere ich das, was ich politisch mache, nicht über meine sexuelle Orientierung." [...]

    Gruhner erkannte an, dass vorherige Coming-outs freilich hilfreich gewesen seien [...]: "Dank [Jens] Spahn, [Ole] von Beust, aber auch [...] Klaus Wowereit, sind wir da doch einen entscheidenden Schritt weiter. Diese Politiker haben dafür gesorgt, dass ich hier ganz selbstverständlich auch über meine Partnerschaft reden kann, so wie andere Politiker am Rande von Interviews über ihre Partner oder ihre Familie reden."

    ---> "Doppeldenk
    [...] ist ein Neusprech-Begriff aus dem dystopischen Roman 1984 von George Orwell und beschreibt eine Art schizophrenen Denkens, von dem gesagt wird, dass zu seinem Verständnis Doppeldenk selbst die Voraussetzung bilde. Durch dieses propagierte Denken, bei dem zwei widersprüchliche oder sich gegenseitig ausschließende Überzeugungen aufrechtzuerhalten und beide zu akzeptieren sind, setzt die herrschende Kaste die Gesetze der Logik außer Kraft. Dadurch wird das Denken der Parteimitglieder schwammig und in Zweideutigkeit gehalten, wodurch schnelle Kurswechsel des Regimes auf eigentümliche Weise sofort akzeptiert werden können, auch wenn es sich dabei um das genaue Gegenteil der zuvor noch gültigen Wahrheit handelt, etwa bei abrupten Wechseln der Feindbilder oder der politischen Losungen.
    Das schließt mit ein: Absichtlich Lügen zu erzählen und aufrichtig an sie zu glauben; jede beliebige Tatsache zu vergessen, die unbequem geworden ist, und dann, falls es wieder nötig ist, sie aus der Vergessenheit zurückzuholen; so lange wie nötig die Existenz einer objektiven Realität zu leugnen und gleichzeitig die Realität zu akzeptieren, die man verleugnet."

    de.wikipedia.org/wiki/Doppeldenk
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#5 BobAachenProfil
#6 MarcAnonym
  • 05.07.2017, 13:34h
  • Wichtig ist ihm zu betonen, dass er einen FESTEN Partner habe. Denn dem ungebundenen Schwulen haftet in konservativen Kreisen ja immer noch der Ruch des gefährlich triebhaften Sittenlos-Promisken an, pfuibah, das darf natürlich nicht sein. Aber fester Partner und treu und monogam und bürgerlich und gänzlich un-schrill - das ist sogar der CDU in Thüringen vermittelbar. Immerhin, schon das ist eine erstaunliche Entwicklung. Und ich wünsche Herrn Gruhner und seinem Partner alles Gute, nicht nur damit er das großzügige Verständnis seiner Partei nie einer wirklichen Feuerprobe aussetzen muss.
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#7 Paulus46Anonym
  • 05.07.2017, 13:43h
  • Antwort auf #6 von Marc
  • @Marc
    "Wichtig ist ihm zu betonen, dass er einen FESTEN Partner habe. Denn dem ungebundenen Schwulen haftet in konservativen Kreisen ja immer noch der Ruch des gefährlich triebhaften Sittenlos-Promisken an" [...]

    Das ist schon fast ekelhaftes Linkes Politbashing, was Du dort betreibst, und hat im Jahre 2017 NICHTS mehr mit der Lebensrealität in Deutschland bei der CDU zu schaffen; solche Sätze hättest Du in den 1970er/1980er schreiben können, und ich hätte Dir Recht gegeben, aber im Jahre 2017 verbuche ich solche Sätze unter ÜBLEM LINKEM POLITBASHING und das Schlimme an so Typen wie Dir dabei ist, dass Sie dadurch im Endeffekt nur dem LGBT-Aktivismus schaden, denn es gilt ALLE KRÄFTE und JEDE PERSON und Partei zu stärken, die sich LGBT-freundlich positioniert und entwickelt. UND es ist erfreulich, das in der CDU mittlerweile ein Viertel der Abgeordneten für die Ehe für alle gestimmt haben: von solchen Kommentaren wie Dir bin ich regelrecht als LGBT-Aktivst angeekelt.
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#8 PillePaule46Anonym
  • 05.07.2017, 14:00h
  • Antwort auf #7 von Paulus46
  • "von solchen Kommentaren wie Dir bin ich regelrecht als LGBT-Aktivst angeekelt."

    Oje, Gerd L. ist angeekelt. Eine runde Mitleid. Noch viel mehr Leser sind angeekelt, wenn du deine menschenfeindlichen Kommentare über Kinder, die in finanziell schwachen Familien leben, vom Stapel lässt. Was für christliche Ansichten!
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#9 Paulus46Anonym
  • 05.07.2017, 14:08h
  • Antwort auf #8 von PillePaule46
  • *Marc alias PillePaule46 alias OutandProud alias EvaBrunneVerarscher alias ...
    "::: wenn du deine menschenfeindlichen Kommentare über Kinder, die in finanziell schwachen Familien leben, vom Stapel lässt. Was für christliche Ansichten! "

    Hast Du gerade wieder gekifft ??? Du scheinst wohl wieder nicht alles richtig mitzubekommen, aber so bist Du hier im Forum seit jahren, gell... immer schön unsachlich, usw.
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#10 PillePaule46Anonym
  • 05.07.2017, 14:23h
  • Antwort auf #9 von Paulus46
  • Sollen wir nochmal die Kommentare rauskramen, wo du über die Luxusprobleme der armen armen Häuslebauer gestöhnt und fest behauptest hast, die Kinder würden mit dem Hartz-IV in Luxus leben und es anderen Familien schwer machen?
    Echt jetzt?
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