Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?29209

Volkstümlicher Star für Ehe für alle

Stefanie Hertel redet Homo-Hassern ins Gewissen

Die Volksmusikerin betreibt Aufklärungsarbeit: Auch nach der Ehe-Öffnung werde niemand gezwungen, einen gleichgeschlechtlichen Partner zu heiraten.


Stefanie Hertel ist bereits seit 30 Jahren im Showgeschäft aktiv – und Dauergast in volkstümlichen Shows (Bild: Screenshot MDR)

Die 37-jährige Sängerin Stefanie Hertel hat auf Facebook Gegner der Ehe für alle kritisiert. In einem bereits mehr als 1.000 Mal geteilten und 5.000 Mal mit einem "Gefällt mir" versehenen Eintrag vom Sonntag schrieb die volkstümliche Künstlerin: "Eigentlich ist es doch ganz einfach: Du bist gegen die gleichgeschlechtliche Ehe? Heirate nicht gleichgeschlechtlich!" Auch Homo-Küsse seien künftig keine Pflicht, klärt Hertel auf: "Du als Mann findest es furchtbar, wenn sich Männer küssen? Küss keinen Mann!"

Andere Dauerkritiker bekommen von der in Sachsen geborenen Sängerin ebenfalls ihr Fett weg: "Du hasst die Musik von Helene Fischer? Höre andere Musik! Dich langweilt der Tatort? Schalt ihn ab! Du bist gegen Einkaufen am Wochenende? Tu es nicht! Du magst kein Fleisch? Iss es nicht! […] Du bist gegen die Kommerzialisierung im Fußball? Geh nicht ins Stadion!"

Eigentlich ist es doch ganz einfach:Du bist gegen die gleichgeschlechtliche Ehe? Heirate nicht gleichgeschlechtlich!…

Posted by Stefanie Hertel on Sonntag, 2. Juli 2017
Facebook

Hertel: Nicht eigene Einstellung zum Maßstab für alle machen

Diskutieren sei "immer gut", so Hertel weiter. Sie richtete aber an Nörgler den Appell, mit dem Jammern aufzuhören. Und beendete ihren Eintrag weise mit den Worten: "Die eigene Einstellung muss doch nicht der Maßstab für andere sein."

Rund 500 Mal ist das Hertel-Statement bereits auf Facebook kommentiert worden – dabei gibt es auch teils scharfe Kritik an der Sängerin für ihre Aussagen. Manche warfen ihr vor, einfach Probleme wegzureden, mit teils sarkastischen Kommentaren ("Du bist gegen Kinderehen? Dann heirate keine Kinder!"). Andere bedankten sich bei der Sängerin dafür, dass sie für Toleranz wirbt.

Text ursprünglich von NDR-Moderator

In sozialen Netzwerken gab es auch Kritik, weil Hertel den Text eins zu eins kopiert hatte, ohne dies zu kennzeichnen: Denn bereits am vergangenen Donnerstag hatte NDR-Moderator Michael Thürnau den gleichen Text auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht.

Eigentlich ist es doch ganz einfach:Du bist gegen die gleichgeschlechtliche Ehe? Heirate nicht gleichgeschlechtlich!…

Posted by Michael Thürnau on Donnerstag, 29. Juni 2017
Facebook

Thürnau zeigte sich in der "Bild"-Zeitung überrascht über die Kopie, nahm es der Sängerin aber nicht übel: "Dass wir beide die gleiche Einstellung haben, freut mich natürlich."

Hertel gehört bereits seit ihrer Kindheit zu den Stars des volkstümlichen Schlagers. Als Zwölfjährige gewann sie 1992 den Grand Prix der Volksmusik mit dem Lied "Über jedes Bacherl geht a Brückerl". Mitte der Neunziger sorgte ihre Beziehung mit dem Volksmusik-Kollegen Stefan Mross für Entzücken in den Boulevardpresse. Die beiden heirateten schließlich 2006, ließen sich aber sechs Jahre später wieder scheiden. Zuletzt brachte Hertel ihr Album "Mein Vogtland – Mei Haamet" heraus. (dk)

Direktlink | Einer von Hertels größten Hits enthält den guten Tipp: "Über jedes Bacherl geht a Brückerl, du musst nur a bisserl schaun"



#1 SebiAnonym
  • 06.07.2017, 13:39h
  • Danke Stefanie Hertel, dass Sie sich für uns einsetzen!

    Wir brauchen gerade auch solche Heterosexuellen, die zeigen, dass nichts schlimmes an Homosexualität ist und dass es das Leben der Heterosexuellen nicht beeinflusst, dass man also deswegen ganz gelassen sein kann.

    So klare Worte wünsche ich mir von noch mehr Promis.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 CalibanAnonym
  • 06.07.2017, 13:43h
  • "Du bist gegen Einkaufen am Wochenende? Tu es nicht! Du magst kein Fleisch? Iss es nicht!"
    Das hilft den ausgebeuteten Arbeiter_innen und abgeschlachteten Tieren natürlich enorm.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 MariposaAnonym
  • 06.07.2017, 14:12h
  • Antwort auf #2 von Caliban
  • Gerade diese beiden Fälle passen nicht zum guten Ansatz der Diskussion. Ganz schlechter Vergleich, weil es eben hier auch Opfer gibt - im Fall der "Ehe für alle" gilt das nunmal nicht und sollten sich mal die Gemüter beruhigen.

    Musikalisch ist SH sicherlich nicht meine Welt. Aber vor so viel Ehrlichkeit und Engagement ziehe ich meinen Hut, Chapeau !!!!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 OrthogonalfrontAnonym
#5 MariposaAnonym
#6 SebiAnonym
  • 06.07.2017, 15:06h
  • Antwort auf #2 von Caliban
  • Der Unterschied ist aber, dass die Eheöffnung eben niemandem schadet. Ebensowenig wie eine Fernsehreihe oder die Musik einer Interpretin.

    Deshalb ist Dein Vergleich nicht nur falsch, sondern auch undankbar.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 Flieder07Anonym
  • 06.07.2017, 15:18h
  • Antwort auf #2 von Caliban
  • Wie Dumm muss Mann eigentlich sein um die Botschaft von S. H. nicht zu verstehen oder nicht verstehen will. Solche Menschen wie Du, haben sich wahrscheinlich noch niemals für irgend etwas stark gemacht, weder in der Politik, noch bei irgend einem LGBi Verein. Hängst nur Dumm ab, gibst Dumme Kommentare ab, die echt nur noch Nerven. Willst aber dann noch von den Profitieren was andere LGBI, Politiker für uns hart erkämpft haben. Halt doch Bitte einfach nur deinen Mund und bring dich in einen Verein ein. Mir kommt nur noch die Galle hoch.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Miguel53deProfil
  • 06.07.2017, 15:45hOttawa
  • Antwort auf #4 von Orthogonalfront
  • Da ist es wieder. Der an sich richtige Gedanke gegen Nörgler, muss bei Ihnen gleich wieder mit einem völlig unsinnigen Schlenker zerstört werden. Warum nicht noch "radikal links und dazu Muslim" weil "Caliban"?

    Sie lernen es offenbar nie.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 TheDadProfil
#10 goddamn liberalAnonym