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Schleswig-Holstein

Sozialminister Heiner Garg will heiraten

Die Ehe-Öffnung lockt auch Politiker zum Traualtar: Schleswig-Holsteins neuer Sozialminister hat angekündigt, dass er mit seinem Freund in den Hafen der Ehe einfahren möchte.


Heiner Garg ist seit 2000 Landtagsabgeordneter; in der Regierung von CDU-Ministerpräsident Peter Harry Carstensen war er bereits zwischen 2009 und 2012 Sozialminister (Bild: Frank Peter)

Der schleswig-holsteinische Landessozialminister Heiner Garg (FDP) hat in einem Interview mit dem "Flensburger Tageblatt" erklärt, dass er nach der Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben gerne seinen puerto-ricanischen Freund heiraten wolle. "Das ist aufgrund unserer unterschiedlichen Staatsangehörigkeiten nicht ganz leicht, aber, ja, ich will", sagte Garg. "Wir wollen beide Verantwortung füreinander übernehmen, dazu haben wir uns bereits lange entschieden. Aber eine Heirat wollen wir gut vorbereiten. Da wir beide über 50 sind, kommt es nun auch nicht mehr auf ein Jahr mehr oder weniger an."

Für den 51-Jährigen, der seit 2011 Landeschef der Nord-Liberalen ist, sei es das zentrale Signal der Ehe-Öffnung, dass in Deutschland nicht länger zugelassen werde, "dass Menschen unterschiedlich behandelt werden". "Die bisherige Ungleichbehandlung war Wasser auf die Mühlen all derjenigen, die Homosexuelle diskriminieren. Da musste man sich nicht wundern, dass es immer noch eine bedeutende Zahl von Menschen gibt, die glauben, dass Leute wie ich Menschen zweiter Klasse sind – und uns dann auch genauso behandeln", so Garg.

Garg beklagt anhaltende Diskriminierung

Der FDP-Politiker erklärte, er habe persönlich in den letzten Jahren weniger Diskriminierung erlebt, "vielleicht auch weil ich mit meiner Homosexualität immer ganz offen umgegangen bin". Sein Freund, der wie alle Puerto Ricaner die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, erlebe dagegen manchmal doppelte Diskriminierung "als Schwuler und als Ausländer". Als Politiker empfinde er es als seine Aufgabe, jungen Menschen zu zeigen, "dass Homosexualität nichts ist, wofür man sich schämen muss".

In Schleswig-Holstein regiert seit vergangenem Monat eine Koalition aus CDU, Grünen und FDP unter Führung von Ministerpräsident Daniel Günther, dem ersten CDU-Regierungschef, der sich offen für die Ehe für alle ausspricht (queer.de berichtete). Garg äußerte sich sehr positiv über den neuen Landesvater: "Ich bin unserem Ministerpräsidenten Daniel Günther sehr dankbar, dass wir ein klares Bekenntnis zur Ehe für alle gemeinsam im Koalitionsvertrag vereinbaren konnten. Jamaika hat gewirkt." (cw)



#1 MarcAnonym
  • 06.07.2017, 18:00h
  • Wie schön für Herrn Garg, dass Volker Beck und die Grünen seit Jahren dafür gekämpft und ihm diese Möglichkeit durch beharrliche Arbeit eröffnet haben...
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#2 Paulus46Anonym
  • 06.07.2017, 18:14h
  • Antwort auf #1 von Marc
  • Wie schön für Herrn Garg, dass Volker Beck und die Grünen seit Jahren dafür gekämpft und ihm diese Möglichkeit durch beharrliche Arbeit eröffnet haben..."

    -->
    Wie schon für Herrn Garg, dass auch die FDP seit Jahren dafür gekämpft hat und ihm diese Möglichkeit durch beharrliche Arbeit seitens der FDP und von Herrn Garg persönlich eröffnet wurde...."

    Danke an die FDP !

    Übrigens gut, dass Ihr Leihmutterschaften erlauben wollt, da seit Ihr programmatisch sogar schon weiter als Linkspartei und Grüne, die dies immer noch unter "kapitalistischer Ausbeutung" diskutieren.
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#3 PfuiAnonym
  • 06.07.2017, 18:25h
  • Antwort auf #2 von Paulus46
  • "Wie schon für Herrn Garg, dass auch die FDP seit Jahren dafür gekämpft hat und ihm diese Möglichkeit durch beharrliche Arbeit seitens der FDP..."

    So wie jetzt der Lindner in NRW?
    Meinst Du so?
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#4 Paulus46Anonym
  • 06.07.2017, 18:59h
  • Antwort auf #3 von Pfui
  • @Pfui
    "So wie jetzt der Lindner in NRW?"

    --> So wie Herr Garg es selbst jetzt in Schleswig-Holstein vormacht, so meine ich dies. Und das macht Herr Garg in der Jamaica-Koalition sehr gut. Schleswig-Holstein wird mti JA stimmen.

    Was besseres konnte in Kiel nicht passieren: SPD und Linkspartei BEIDE in der Opposition und die Linken nicht einmal im Parlament drin, perfekt!!! Ach wären doch alle Wahlergebnisse immer so wie in Schleswig-Holstein derzeit.
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#5 goddamn liberalAnonym
  • 06.07.2017, 20:31h
  • Antwort auf #4 von Paulus46
  • Du bist gegenüber der ältesten demokratischen Partei Deutschlands undankbar und dankst der FDP für nichts.

    Das nennt man wohl Ideologie.

    'Bürgerlich' ist die aber nicht.

    Nebenbei: In Russland und Indien ist Leihmutterschaft legal.

    Sind die jetzt trotz massiv homophober Gesetze Vorreiter in LGTBI-Rechten?
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#6 BummerAnonym
  • 06.07.2017, 22:05h
  • Könnt ihr mal bitte mit dem dämlichen Parteiengezänk aufhören? Danke. Die FDP hatte Ehe für alle als Koalitionsvoraussetzung festgelegt. Hätte "Angie" das Thema nicht sehr clever vor der heißen Wahlkampfphase noch schnell abgeräumt, wäre die Ehe für alle halt demnächst durch Schwarz-Gelb(-Grün) gekommen.
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#7 goddamn liberalAnonym
  • 06.07.2017, 22:21h
  • Antwort auf #6 von Bummer
  • "wäre die Ehe für alle halt demnächst durch Schwarz-Gelb(-Grün) gekommen."

    Sicher nicht.

    In einer Koalition hätten ALLE Unionsabgeordnete für die Gleichstellung stimmen müssen.

    Das hätte ein Heulen und Zähneklappern bei der mehrheitlich nun mal homophoben Union gegeben, gegen das das schwarze Grummeln angesichts der Rehabilitierung der 175er ein Singsang gewesen wäre.

    Das wäre nicht durchsetzbar gewesen.
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#8 MarcAnonym
  • 06.07.2017, 23:14h
  • Antwort auf #7 von goddamn liberal
  • Stimme dir voll und ganz zu: Die große Kanzlerdarstellerin hätte gnädig einer Gewissensentscheidung zugestimmt und den Fraktionszwang aufgehoben. Und dann, oh Wunder, hätte es dank Unionsmehrheit und AfD-Stimmen leiderleider doch nicht für eine Mehrheit zugunsten der Ehe für alle gereicht.
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#9 TheodorAnonym
  • 07.07.2017, 13:00h
  • Antwort auf #4 von Paulus46
  • "Was besseres konnte in Kiel nicht passieren [...] Ach wären doch alle Wahlergebnisse immer so wie in Schleswig-Holstein derzeit."

    Genau, überall Jamaika... das funktioniert wunderbar. Sogar bei denen, die als Vorreiter auf Landesebene gelten, deshalb existiert auch heute noch im Saarland eine Jamaika-Koalition. Ach nee... da wurde vor der eigentlichen Zeit der Landtag aufgelöst.

    Alle Koalitionen funktionieren nur so gut, wie die einzelnen Parteien es wollen. Und eine CDU in Schleswig-Holstein unterscheidet sich von einer CDU im Bund oder im Saarland oder sonst wo. (Gilt natürlich auch für alle anderen Parteien)
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#10 TheDadProfil
  • 08.07.2017, 13:29hHannover
  • Antwort auf #4 von Paulus46
  • ""Ach wären doch alle Wahlergebnisse immer so wie in Schleswig-Holstein derzeit.""..

    Brumm-Kreisel-Naivität..

    Vielleicht nimmt ja der Kretschamann nach der nächsten Wahl in Ba.-Wü. die FDP noch mit dazu ?

    Überlege Dir bis dahin doch schon einmal eine passenden Namen für das Farbenspiel..
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