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Wahlkampf um LGBTI-Stimmen

SPD-Prominenz stürmt CSD-Paraden

Neben Schirmherr Heiko Maas kommt auch Familienministerin Katarina Barley an diesem Wochenende zum Cologne Pride. Manuela Schwesig ist am 15. Juli in Rostock dabei.


Wahlversprechen zur Ehe für alle erfüllt: Bundesfamilienministerin Katarina Barley trat Anfang Juni die Nachfolge von Manuela Schwesig an (Bild: Susie Knoll)

Minister-Andrang beim Kölner CSD: Nachdem Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) heute als Schirmherr den diesjährigen Cologne Pride eröffnen wird, kann man Bundesfamilienministerin Katarina Barley (SPD) am Sonntag auf der Parade begegnen. Dies teilte die Landesarbeitsgemeinschaft SPDqueer am Mittwoch mit.

Für beide Politiker ist der Besuch des Christopher Street Days in Köln keine Premiere: Als SPD-Generalsekretärin war Barley schon im vergangenen Jahr beim Cologne Pride dabei. Heiko Maas besuchte 2014 den CSD in der Domstadt.


Katarina Barley war am vergangenen Wochenende bereits beim CSD Saarbrücken dabei (Bild: SPD Saar / twitter)

"Dass ranghohe SPD-Politiker an CSD-Demonstrationen und -Straßenfesten nicht nur in Köln, sondern in ganz NRW teilnehmen, freut uns", erklärte der stellvertretende Landesvorsitzende der SPDqueer Sascha Roncevic. "Es macht aber auch deutlich, dass das Thema der Akzeptanz und Gleichstellung von LSBTIQ* in der SPD einen wichtigen Stellenwert haben." In elf Wochen wird allerdings auch ein neuer Bundestag gewählt.

Der Cologne Pride beginnt am Freitag mit einem dreitägigen Straßenfest auf dem Heumarkt und dem Alter Markt sowie der Tanzbühne am Gürzenich. Die Parade am Sonntag startet um 12 Uhr auf der Deutzer Brücke mit Blick auf die Kölner Altstadt.

Neue Landesmutter beim CSD Rostock am 15. Juli

Am Wochenende darauf wird die ehemalige SPD-Familienministerin Manuela Schwesig, die am Dienstag zur neuen Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern gewählt wurde, am CSD Rostock teilnehmen. Dies teilten die Pride-Veranstalter am Donnerstag mit.

In 15 Jahren beteiligte sich nie zuvor ein Regierungschef am CSD Rostock. Neben Schwesig hat auch Landtagspräsidentin und Schirmfrau Sylivia Bretschneider (SPD) ihre Teilnahme am Samstag, den 15. Juli zugesagt. Die Demo beginnt um 15 Uhr am Neuen Markt. (cw)



#1 goddamn liberalAnonym
  • 07.07.2017, 08:33h
  • Das ist gut!

    Denn wir sind für eine Partei wie die SPD nicht so wichtig wie für die Grünen.

    Und jetzt hat die SPD im Endspurt ja auch noch geliefert.

    Zwar nicht 100%, sondern 95%.

    Aber das ist ja auch was.

    Wenn man mit der zu 3/4 homophoben Union koaliert, kann man nicht mehr erwarten.
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#2 MarekAnonym
  • 07.07.2017, 09:34h
  • Finde ich vollkommen okay, dass die kommen. Denn sie haben die Eheöffnung und Volladoption ja doch noch in dieser Legislaturperiode ermöglicht - wenn auch zum letztmöglichen Termin.

    Aber jetzt erwarte ich auch, dass die SPD die weiteren offenen Punkte (Reform des AGG, Reform des Transsexuellen-Gesetzes, Verbot von Konversions-Therapien, etc.) ebenso verfolgt und am besten zur Koalitionsbedingung macht.

    Wäre ja schön, wenn nicht immer nur die Grünen vorangehen müssten und die anderen nachziehen, sondern wenn auch die SPD mal die Trends setzt.
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#3 Paulus46Anonym
  • 07.07.2017, 13:22h
  • Antwort auf #2 von Marek
  • Das ist generell lobenswert und finde ich gut. Herzlich willkommen liebe SPDProminenz.

    Wählen werde ich aber gleichwohl die FDP, denn erst Christian Lindner hat mit seiner Koalitionsbedingung Merkels Brigitte Interwiev ermöglicht, das die SPD dann aber gemeinsam mit den Grünen sofort gut und richtig genutzt hat.
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#4 Verräter46Anonym
  • 07.07.2017, 13:41h
  • Antwort auf #3 von Paulus46
  • Amnesie-Paul schreibt:
    "Wählen werde ich aber gleichwohl die FDP, denn erst Christian Lindner hat mit seiner Koalitionsbedingung Merkels Brigitte Interwiev ermöglicht, das die SPD dann aber gemeinsam mit den Grünen sofort gut und richtig genutzt hat."

    Dass du dich nicht schämst! Jetzt ist es auch noch die FDP, die SPD und Grüne angetrieben haben. Die FDP gehört zwar zu den Domino-Steinen, die mit dazu beigetragen haben, gleichwohl waren es aber die Grünen, die auf Anlass von Volker Beck dies noch in letzter Minute
    in ihr Programm aufnahmen, was von einigen Medien als Fehler betrachtet wurde!
    Wir erinnern uns: Die grüne Spitze wollte die Eheöffnung ursprünglich weglassen, um Schwarz-Grün nicht zu gefährden!

    www.queer.de/detail.php?article_id=29071

    Stell dir mal vor, diese Aktion wäre ausgeblieben!
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#5 SebiAnonym
  • 07.07.2017, 14:56h
  • Antwort auf #3 von Paulus46
  • 1. Komisch, vor kurzem hast Du noch gesagt, dass Du die SPD wählen würdest, wenn sie die Ehe öffnet.

    2. Wer sagt Dir denn, dass die FDP mit ihrer Koalitionsbedingung (die sie aber nicht ins Wahlprogramm aufnehmen wollte) die Kanzlerin zu ihrer Aussage bekommen hat? Vielleicht war es ja auch eher die Aussage der SPD oder der Grünen. Und selbst wenn: dann wurde die FDP-Aussage ja auch erst durch den Druck der Grünen erzwungen, die das vorher gemacht hatten.
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#6 JasperAnonym
  • 07.07.2017, 17:02h
  • Da die SPD durch ihr Abstimmen mit Grünen und Linken doch noch die Eheöffnung durchgesetzt hat, darf sie sich auch ruhig dafür feiern lassen. Sie hatte zwar noch mehr versprochen, aber dass man in einer Koalition nicht alles schaffen kann, ist jedem klar.

    Deswegen: ja die können sich feiern lassen.

    Aber: sie dürfen sich nicht darauf ausruhen. Es gibt durchaus noch einiges mehr, was an gesetzlichen Maßnahmen umgesetzt werden muss: Schließen der Lücken und Abschaffung der Ausnahmen im AGG, Reform des Transsexuellen-Gesetzes, Verbot von "Homoheilungs-Therapien", generelles Asylrecht für verfolgte LGBTI, etc.

    Und neben gesetzlichen Maßnahmen muss auch einiges gesellschaftlich passieren, was die Politik unterstützen kann. Z.B. durch den nationalen Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie, mehr Aufklärung an Schulen, etc.
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#7 goddamn liberalAnonym
  • 07.07.2017, 18:03h
  • Antwort auf #4 von Verräter46
  • Ulkig ist es ja sowieso, dass Paulus gerne den Slogan:

    'Wer hat uns verraten, Sozialdemokraten!'

    losließ und ansonsten ja überall böse Linke wittert.

    Den Spruch haben nämlich waschechte Kommunisten erfunden.
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#8 stephan
  • 07.07.2017, 23:49h
  • Die SPD hat es mit dieser Leistung auf der Zielgerade durchaus verdient, sich feiern zu lassen und sie hat es verdient, dass diejenigen von uns, die ihre Wahlentscheidung an von der Gleichstellung abhängig gemacht haben, nun auch Wort halten! Ich zähle mich dazu! Wir sollten die Eheöffnung gemeinsam feiern und honorieren!
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#9 MariposaAnonym
  • 08.07.2017, 01:16h
  • Antwort auf #7 von goddamn liberal
  • In der Tat - hier hat anscheinend jemand keine Ahnung von Geschichte. Bei einem neoliberalen Fatzke (sind übrigens viele SPD-Mitglieder, ich meine nicht die Funktionäre, NICHT!!!!) entlockt mir das bestenfalls ein müdes Lächeln.
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#10 Simon HAnonym
  • 08.07.2017, 09:40h
  • Antwort auf #8 von stephan
  • Ja, für die Eheöffnung dürfen sich nicht nur SPD, sondern auch Grüne und Linkspartei feiern lassen.

    Aber wie auch andere schon sagten:
    ausruhen darf man sich darauf nicht, da es noch weitere wichtige Schritte zu tun gibt.

    Die Eheöffnung war ein wichtiger Schritt, dem aber noch weitere Schritte folgen müssen.

    Und ich fände es auch sinnvoll, wenn zumindest einige der wichtigsten weiteren Forderungen jetzt zur Koalitionsbedingung gemacht würden, wie es bei der Eheöffnung auch geschehen ist, was jetzt aber weggefallen ist.

    Ich werde auf jeden Fall die Partei wählen, die die meisten LGBTI-Forderungen zur Koalitionsbedingung macht. Denn ich habe dermaßen die Schnauze voll davon, Bürger zweiter Klasse zu sein, dass alle anderen politischen Themen für mich dahinter zurücktreten.
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